Märchenhafter Film über den Zauber der Musik mit stimmigen Bildern und adäquater tonaler Untermalung
Aktion und Wirkung
Autor und Regisseur Barratier hat es geschafft, eine einfache Geschichte mit Nostalgie und Charme zu erzählen und einen liebenswerten Antihelden als Hauptfigur einzusetzen. Auch wenn man kaum glauben mag, dass widerspenstige Schüler mit ein wenig Chorgesang zur Räson gebracht werden und auch manches Klischee und manche stereotyp gezeichnete Figur auftauchen -- wer darüber hinwegsieht, wird mit subtilem Humor und sehr guten Darstellern überaus kurzweilig unterhalten.
Die hervorragende Kameraarbeit belohnt zusätzlich. Die Bilder des Kamera-Teams Carlo Varini ("Im Rausch der Tiefe", 1988) und Dominique Gentil ("Nomaden der Lüfte", 2001) sind überwiegend grau bis gelblich-bräunlich und unterstützen die Stimmung. Der Frühlingsbeginn mit seinen ersten Sonnenstrahlen wird z.B. als Hoffnungsschimmer für die Kinder in Szene gesetzt. Im aufschlussreichen und werbefreien Making of erfährt man u.a., dass die Dreh- arbeiten tatsächlich im Sommer stattfanden. Außerdem kann man zusehen, wie der "Schnee" entstand und wie sich die Kinder mit ihren Rollen auseinander setzten.
