Deus Ex 3: Human Revolution im Test: Ein faszinierendes und intelligentes Action-Rollenspiel mit einigen Tücken
TestDeus Ex: Human Revolution im Test. Der dritte Teil der Action-Rollenspiel-Reihe mit Cyberpunk-Flair ist fertig! Wir testen, ob sich das vielfältige Spielkonzept zu einem großen Ganzen zusammenfügt.
Das Jahr 2027: Ein neues Zeitalter hat begonnen. Riesige Konzerne, zu Megastädten zusammengewachsene Staaten und kybernetische Erweiterungen gehören nun zum Lebensalltag der Weltbevölkerung. Doch nicht jeder ist mit dem technologischen Fortschritt zufrieden. Eine Gruppe namens Puritaner verübt blutige Anschläge auf führende Kybernetikunternehmen. Adam Jens, der Sicherheitschef der Sarif Corporation und zugleich Protagonist von Deus Ex: Human Revolution, bekommt den Terror am eigenen Leib zu spüren, als der Biotech-Konzern Ziel eines Überfalls wird. Adam wird so schwer verwundet, dass einige Körperteile durch sogenannte Augmentierungen ersetzt werden müssen.
Diese kybernetischen Erweiterungen ermöglichen Adam (und damit euch als Spieler), mehrere Meter hoch zu springen, Wände zu durchschlagen oder schnell zu hacken. Diese Spezialfähigkeiten definieren auch die Spielmechanik von Human Revolution. Für alle Missionen gibt es unterschiedliche Lösungswege, die mal mehr, mal weniger offensichtlich sind und manchmal erst nach intensivem Erkunden der Umgebung aufgedeckt werden. Ihr könnt euch durch die Missionen schleichen, durchballern oder neue, versteckte Wege finden, um am Ende wichtige Informationen zu stehlen oder Geiseln zu befreien. Genau dieses außergewöhnlich Cyberpunk-Setting und die große spielerische Freiheit waren der Grund, warum der erste Teil der Serie aus dem Jahre 2000 als ein Juwel der Videospielgeschichte gilt. Ob auch Deus Ex: Human Revolution ein solcher Meilenstein ist, sagen wir euch in unserem Test!
Das hat uns an Deus Ex: Human Revolution gefallen:
Spannende Story und außergewöhnliches Setting
Ein gutes Rollenspiel braucht eine dichte Atmosphäre und eine spannende Geschichte. Hier punktet Deus Ex: Human Revolution enorm. Von der ersten Minute an werdet ihr in eine düstere Zukunftsvision voller Verschwörungstheorien gesogen. Der Anschlag auf die Sarif Corporation ist der rote Faden, der euch von einem Lagerhaus der Firma bis nach Montreal oder Shanghai führt. Das Interesse lässt während der gesamten Handlung nicht nach, denn ihr könnt euch nie sicher sein, wer der Drahtzieher hinter dem Überfall ist. Anfangs deutet alles auf die Puritaner hin, nach den ersten Stunden relativiert sich aber dieser Verdacht.
Die Missionen
Das Grundgerüst des Spiels – die Missionen – wissen ebenfalls zu überzeugen. Sie spielen stets in unterschiedlichen Umgebungen und haben zumeist auch plötzliche Wendungen parat. Vor allem gefällt uns aber die Vielfältigkeit der Lösungswege. Um etwa ein Polizeihauptquartier in Detroit zu infiltrieren, könnt ihr euch durch ausgewählte Dialogoptionen Zugang in das Gebäude verschaffen, es durch einen versteckten Hinterausgang betreten oder es auf ein Duell zwischen euch und der gesamten Polizeibelegschaft ankommen lassen.
Das Rollenspielsystem
In Deus Ex: Human Revolution bekommt ihr durch absolvierte Missionen Punkte, die ihr für die Augmentierungen ausgebt. Wenn ihr in den Missionen die Stealth-Variante bevorzugt, macht ihr durch eine Hautverbesserung unsichtbar und verändert eure Füße so, dass ihr beinahe lautlos laufen könnt. Falls ihr lieber mehr nach versteckten Lösungswegen sucht, lohnt sich die Investition in kräftigere Beine und Arme, damit ihr meterhoch springen und tonnenschwere Gegenstände bewegen könnt. Ihr müsst euch jedoch von Anfang an sicher sein, welchen Weg ihr bevorzugt – die Punkte sind rar gesät und lassen sich nicht zurücksetzen.
