Destroy All Humans! 2 - Reprobed in der Vorschau - Seite 2
Special
In Destroy All Humans! 2 - Reprobed begibt sich Crypto zurück auf die Erde. Welchen Eindruck das Remake macht, verrät euch unsere Vorschau.
Generell gibt es sowohl Missionen, in denen Gewalt keine Lösung ist, als auch welche, in denen sie das sehr wohl ist. Wenn es nach Crypto geht, lassen sich Probleme ohnehin schneller bewältigen, wenn er etwas ... überzeugender wird. Da müsst ihr je nach Situation beurteilen, welche Vorgehensweise sich gerade besser eignet. Insgesamt hatten wir aber deutlich mehr Spaß, wenn wir den Zap-O-Matic oder den Dislokator zum Einsatz bringen durften, als uns durch Sperrgebiete zu schleichen. Trotzdem ist es gut, dass euer Ufo eine Tarnfunktion besitzt, damit ihr nicht gleich die ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Im Laufe der ersten Stunden haben wir mehrere Landeplätze freigeschaltet, die uns einiges an Fußweg erspart haben.
Direkt teleportieren konnten wir uns zwar nicht und waren daher auf einen Platz in der Nähe unseres Ziels angewiesen, praktisch ist es aber trotzdem. Außerdem könnt ihr mit der fliegenden Untertasse in andere Gebiete reisen, Upgrades freischalten oder dem anzüglichen Alien andere Skins verpassen. Einen Blick in das Raumschiff dürft ihr allerdings nicht werfen, die Optionen sind lediglich über ein Menü auswählbar. Auch das Reisen von einem großen Gebiet ins nächste führt euch leider nicht durch den Luftraum, sondern nur über einen Ladebildschirm.
In diesem Artikel
Auf den ersten Blick scheint die spielerische Umsetzung gut gelungen zu sein. Im Gefecht lässt es sich leicht zwischen den verschiedenen Waffen und Fähigkeiten hin und her schalten, wodurch wir wirklich Gebrauch von den unterschiedlichen Optionen gemacht haben. Ein bisschen erinnert das Spielgefühl an Ratchet & Clank: Rift Apart, bei dem die kurioseste Ausrüstung zum Einsatz kam. Damit kann Destroy All Humans! 2 - Reprobed zwar nicht ganz mithalten, unseren Spaß hatten wir mit dieser Art Gameplay aber trotzdem.
Humor unter der Gürtellinie
Quelle: PC Games
Natalya unterstützt euch tatkräftig bei eurer Mission. Vor Flirtversuchen bewahrt sie das allerdings nicht.
Die Reihe ist außerdem bekannt für ihren platten und anzüglichen Humor, der im Remake ebenfalls nicht zu kurz kommt. Ob ihr die Flachwitze mögt oder dabei nur die Augen verdreht, ist letztendlich Geschmackssache. Trotzdem hat Crypto einige flotte Sprüche auf Lager, während andere ziemlich grenzwertig sind. Rumblödeln steht für ihn an der Tagesordnung.
Das Original stammt aus dem Jahr 2006 und arbeitet mit einigen Klischees und Anspielungen, die wir in einem neuen Spiel heutzutage nicht erwarten würden. Auch eure freizügige Gefährtin Natalya, die der Protagonist bei jeder sich bietenden Gelegenheit anbaggert, schafft da leider keinen Ausgleich. Das Spiel nimmt sich insgesamt selbst nicht allzu ernst, weshalb wir vieles als ironisch verbuchen und uns ein Schmunzeln hier und da nicht verkneifen konnten.
Quelle: PC Games
Ihr könnt die geheimsten Gedanken der Passanten lesen. Die sind zwar unterhaltsam, aber wollt ihr das wirklich alles wissen?
Trotzdem wirft der Titel mit wirklich schlechten Witzen um sich. Wenn wir einen Scherzanruf bei der Polizei machen und nach einem Herrn Axel Schweiß fragen, sorgt das nicht mal für ein müdes Lächeln. Unverblümte Aussagen von zugedröhnten Hippies oder die geheimsten Gedanken der Passanten, waren aber doch unterhaltsam.
Unser Fazit dazu: Muss man eben mögen. Wem die Spiele damals schon zu platt waren, der wird auch im neuen Gewand nicht anders von ihnen denken. Wenn ihr Lust auf diese Art der Unterhaltung habt, wird das Remake genau diese Erwartung erfüllen.
Keine überirdischen Veränderungen
Mit Black Forest Games ist hier das gleiche Studio am Werk, dass 2020 bereits den ersten Teil der Reihe neu aufgelegt hat. So dürft ihr euch im Sommer auf den aktuellen Konsolen und PCs in das abgedrehte Abenteuer stürzen. Die Spielwelt wurde dafür von Grund auf in der Unreal Engine 4 aufgebaut.
Von der Neuauflage profitiert deshalb vor allem die Grafik, die sich echt sehen lassen kann. Optische Wunderwerke wie bei einem Horizon Forbidden West gibt's jetzt zwar nicht, dafür überzeugt der comichafte Stil im modernen Gewand. Einen Änderungswunsch hätten wir allerdings gehabt: Wenn das Studio schon das gesamte Spiel für Crypto und die Furonen neu konstruiert hat, wären ein paar zusätzliche Charaktermodelle schön gewesen.
Wie im Original begegnet ihr bei einem Rundgang durch die Stadt an jeder Ecke den gleichen Erdlingen. Die Wahl eines Körpers fällt besonders leicht, wenn es gar nicht erst viel Auswahl gibt. Da sich das Entwicklerstudio möglichst detailgetrau an die Vorlage halten wollte, können wir diese Entscheidung aber nachvollziehen.
Im Gegensatz zum Remake des ersten Teils durften wir zwischen vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Auf der niedrigsten Stufe ist das Spiel ziemlich entspannt, weshalb ihr guten Gewissens mindestens die zweite Schwierigkeit auswählen könnt, damit es nicht allzu leicht ausfällt.
Meinung
Wenn ihr Lust darauf habt, noch einmal in die Welt voller schlechter Witze und Alien-Action einzutauchen, scheint das Remake eine gute Wahl zu sein. Optisch ist es sehr gelungen und auch die deutsche Synchro macht einiges her. Destroy All Humans! 2 - Reprobed erscheint am 30. August 2022 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S.
