Was sich bereits vor König der Besessenen getan hat

Special Max Falkenstern
Was sich bereits vor König der Besessenen getan hat
Quelle: Bungie

Alles neu in Destiny: In Vorbereitung auf den Release von König der Besessenen veröffentlichte Bungie einen fast 18 Gigabyte großen Patch. Was sich alles seit Veröffentlichung des riesigen Updates getan hat, klären wir im nachfolgenden Special.

Destiny goes 2.0! Ein Jahr nach Veröffentlichung des Hauptspiels bringt Bungie ein Update auf den Weg, das den Weg für die Erweiterung König der Besessenen ebnet und zahlreiche Neuerungen bereithält. Der knapp 18 Gigabyte große Patch, den alle Spieler zwingend herunterladen müssen, krempelt die Ökonomie im Destiny-Universum gewaltig um und bringt neue Features, von denen alle - also auch Nicht-Käufer (!) des neuen Addons - profitieren. Was sich getan hat, wollen wir euch nachfolgend in Vorbereitung auf den Release von Destiny: König der Besessenen im Artikel und Video skizzieren. Den vollständigen Changelog findet ihr auf Bungies Webseite. Fragen und Anmerkungen an uns richtet ihr bitte über die Kommentarfunktion.

Destiny: Level-System vereinfacht - Klassischer Stufenaufstieg

Nach Installation des Destiny 2.0 Updates ist eure Charakterstufe nicht länger mehr an die getragenen Ausrüstungsgegenstände gebunden. Stattdessen steigt ihr ganz klassisch im Level auf, indem ihr Erfahrungspunkte sammelt. Die aktuelle Maximalstufe liegt bei 34 (Destiny Vanilla, Dunkelheit Lauert und Haus der Wölfe). Mit König der Besessenen könnt ihr euren Hüter sogar bis Level 40 bringen.

Das Lichtattribut verschwindet indes nicht komplett aus dem Destiny-Universum. Er errechnet sich künftig aus dem Durchschnitt des Angriffs- und Verteidiungswerts eurer Ausrüstung. Je höher das Lichtattribut, umso mehr Schaden könnt ihr austeilen beziehungsweise einstecken. Zum Spielen einzelner Missionen und Herausforderungen gibt Bungie einen bestimmten Lichtwert als Empfehlung heraus.

Die Attribute Intellekt, Disziplin und Stärke, die sich auf die Abklingzeit einzelner Fähigkeiten auswirken, hat Bungie nicht gestrichen. Stattdessen wurden die Auswirkungen besser veranschaulicht. Anstatt in kryptischen Prozentangaben gibt Destiny die Cooldown-Reduktion nun in Sekunden an. Alle drei Attribute lassen sich in mehreren Stufen durch das Anlegen von Ausrüstung verbessern.

Prinzipiell gilt: Ihr könnt in Destiny ab sofort immer die maximale Charakterstufe erreichen - und zwar unabhängig von der anlegten Ausrüstung.

Destiny: Quests, Quests und nochmal Quests

Bungie stellt mit Destiny 2.0 erstmals richtige Quest-Reihen vor. Von einzelnen NPCs im Turm könnt ihr nun Aufgaben annehmen, die im neu hinzugekommenen Quest-Bildschirm fein säuberlich sortiert werden. Auf Wunsch könnt ihr euch den Fortschritt ausgewählter Quests und Beutezüge anzeigen lassen, indem ihr den Geist hervorholt.

Die Änderungen am Quest-System erfolgen rückwirkend, folglich gibt es nun für sämtliche Inhalte des Hauptspiels und der beiden Addons Dunkelheit Lauert und Haus der Wölfe entsprechende Quest-Reihen. Falls ihr die komplette Story bereits vor dem Update abgeschlossen habt, könnt ihr sämtliche Aktivitäten aber erneut absolvieren und euch im Zuge dessen eure Belohnungen holen. Sucht dazu das Quest-Archiv in der Halle der Hüter auf.

Auch den Beutezügen nimmt sich Bungie mit dem neuen Update an. Ab sofort dürft ihr bis zu 16 Beutezüge gleichzeitig aufnehmen und euch für den erfolgreichen Abschluss dieser eure Belohnung bequem vom Spielmenü aus abholen. Eine Rückkehr zum Aufseher Xander 99-40 ist nicht länger erforderlich.

Kurz und knapp: "Echte" Quest-Reihen feiern Einzug in Destiny. Die Aktivitäten erhaltet ihr bei den NPCs im Turm. Außerdem könnt ihr nun mehr Beutezüge gleichzeitig akzeptieren und diese direkt abschließen.
Endlich Platz: Mit dem neuen Destiny Patch haben Spieler endlich mehr Stauraum für ihre Ausrüstungsgegenstände. Quelle: buffed Endlich Platz: Mit dem neuen Destiny Patch haben Spieler endlich mehr Stauraum für ihre Ausrüstungsgegenstände.

Destiny: Marken für alle, Allianzen mit Fraktionen

Die Vorhut- und Schmelztiegel-Marken ersetzt Bungie durch Legendäre Marken. Diese verdient ihr euch unter anderem durch den Abschluss von Quests, PvP-Matches und täglichen beziehungsweise wöchentlichen heroischen Aktivitäten. Legendäre Marken sind ferner nicht länger an einen Charakter gebunden, sondern werden mit allen im Account hinterlegten Hütern geteilt. Allerdings könnt ihr maximal 200 Legendäre Marken gleichzeitig besitzen. Eventuell vor dem Destiny 2.0 Update vorhandene Vorhut- und Schmelztiegel-Marken werden übrigens als Empfehlungen im Inventar hinterlegt und lassen sich gegen Reputation bei der jeweiligen Fraktion eintauschen.

Apropos Reputation: Um in der Gunst der Fraktionen Toter Orbit, Kriegskult der Zukunft und Neue Monarchie aufzusteigen, müsst ihr nicht länger den entsprechenden Schmuckgegenstand tragen. Stattdessen schließt ihr gegen eine Gebühr von 2500 Glimmer eine Allianz mit der jeweiligen Fraktion. Sammelt ihr durch Abschluss von Aktivitäten Rufpunkte bei der Vorhut oder dem Schmelztiegel, verdient ihr automatisch auch Reputation beim Toten Orbit, Kriegskult der Zkunft oder eben der Neuen Monarchie - eine längst überfällige Änderung!

Destiny: Mehr Stauraum für Sammler, bessere Übersicht über Shader und Embleme

Terminals wie auf dem Screenshots findet ihr ab sofort im Turm. Quelle: buffed Terminals wie auf dem Screenshots findet ihr ab sofort im Turm. Gute Neuigkeiten für Sammler: Mit Destiny 2.0 erhöht Bungie den Stauraum im Vault. In eurem Schließfach finden nun jeweils 72 Waffen und Rüstungsteile sowie 36 allgemeine Items (etwa Materialien) Platz! Außerdem stößt ihr im Turm neuerdings auf Terminals, die euch einen Überblick über sämtliche Shader und Embleme in Destiny gewähren. Bei Shadern und Emblemen, die sich noch nicht in eurem Besitz befinden, wird praktischerweise eingeblendet, wie und wo ihr euch die fehlenden Sammelobjekte beschaffen könnt. Neu sind auch die Terminals für exotische Waffen. Einmal erbeutete Schießeisen können im Tausch gegen Glimmer und Materialien beliebig oft reproduziert werden - sehr praktisch, wenn ihr beispielsweise jeden Charakter mit der Handfeuerwaffe Dorn ausrüsten möchtet!
Praktisch: Geist-Hüllen erhöhen den Lichtwert und verfügen über spezielle Perks. Quelle: Bungie Praktisch: Geist-Hüllen erhöhen den Lichtwert und verfügen über spezielle Perks.

Destiny: Geist und Accessoires mit Sinn, neuer Artefakt-Slot

Accessoires wie die Umhänge der Jäger und Reife der Warlocks tragen nun zum Lichtwert (und damit zum Schaden beziehungsweise der Verteidigung des Hüters) bei. Außerdem könnt ihr neue Geist-Hüllen erbeuten beziehungsweise beim Sprecher im Turm kaufen. Auch Geist-Hüllen verbessern neuerdings den Lichtwert, können darüber hinaus aber auch noch praktische Fähigkeiten enthalten. Der Sprecher hat etwa Geist-Hüllen im Angebot, die Ressourcen in der Spielumgebung automatisch markieren. Neu mit Destiny: König der Besessenen kommt übrigens ein Slot für Artefakte. Diese mächtigen Ausrüstungsgegenstände können Hüter aber erst mit Stufe 40 anlegen, wofür ihr das Addon zwingend benötigt.

Destiny: PvP-Maps gratis, Gnade bei unfairen Mehrspieler-Partien

Mehr Fairness: Mit der neuen Merci-Regel können einseitige PvP-Begegnungen vorzeitig enden. Quelle: Bungie Mehr Fairness: Mit der neuen Merci-Regel können einseitige PvP-Begegnungen vorzeitig enden. Auch für PvP-Fans hält Bungie frische Neuerungen bereit: König der Besessenen bietet mit Rush und Mayhem zwei neue Spielmodi. Beide Aktivitäten könnt ihr bis zum 15. September kostenlos spielen. Danach ist dafür die Erweiterung erforderlich. Außerdem sind die mit dem Haus der Wölfe-DLC neu hinzukommenen Mehrspieler-Karten Black Shield, Thieves' Den und Widow's Court nun für alle verfügbar. Auf die zeitexklusiven Inhalte für PlayStation-Nutzer des ersten Jahres haben nun übrigens auch Spieler auf der Xbox One und Xbox 360 Zugriff. Hierzu zählen etwad ie PvP-Maps Exodus Blue und Timekeeper.

Unfaire PvP-Partien können Destiny dank neuer Mercy-Regel nun auch vorzeitig enden. In diesem Fall wird das laufende Spiel in 10 Sekunden abgebrochen. Neue Spieler können sich derweil nicht länger einklinken. Sobald die Partie für beendet erklärt wurde, erhalten die Teilnehmer der Multiplayer-Begegnung eine Belohnung. Anschließend beginnt der Matchmaking-Prozess von vorn. Bungie nahm darüber hinaus weitreichende Änderungen an der Waffen-Balance vor, die auf der zuvor ausführlich erläuterten Design-Philosophie beruhen. So wurde beispielsweise der Basisschaden der Automatikgewehre angehoben. Schrotflinten sind hingegen nun weniger effektiv. Exotische Schießeisen wie Gjallarhorn und Dorn sind nach dem Destiny 2.0 Update nun ebenfalls nicht mehr so mächtig wie früher.

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