Bungie möchte die Strikes in Destiny: König der Besessenen spielerisch aufmöbeln. Wie die neue Design-Philosophie aussieht, davon konnten sich Zuschauer anhand des gestrigen Live-Streams ein eigenes Bild machen. Bosskämpfe sollen Hüter nun mehr Taktik abverlangen. Wir fassen die Erkenntnisse zusammen.
Gestern Abend gab es neue Einblicke in Destiny: König der Besessenen. Mittels Live-Streams konnten Zuschauer der Präsentation eines brandneuen Strikes folgen. Während sich eine dreiköpfige Gruppe von Spielern durch die Koop-Mission kämpfte, gab Bungie interessante Details zur neuen Design-Philosophie preis.
Die Kernidee des Teams ist es, die Strikes insgesamt abwechslungsreicher zu gestalten. Erreiche wolle man dies in Destiny: König der Besessenen mit Zufallskomponenten. Bei den Durchgängen sollen Spieler auf verschiedene Situationen treffen, das Auftreten von Fallen und Gegnern soll etwa variieren. Eine Kostprobe dessen gab Bungie während des Live-Streams jedoch nicht.
Destiny: König der Besessenen - Mehr Dynamik, mehr Spaß bei Bosskämpfen
Quelle: Bungie
Verstecken funktioniert nicht: Valus Mau'ual agiert äußert aggressiv und rennt auf Spieler zu. Wer nicht aufpasst, bekommt seine Faust zu spüren.
Die größte Neuerung betrifft jedoch die Boss-Kämpfe am Ende eines jeden Strikes. In der gestrigen Live-Demo bekamen es die Destiny-Spieler mit zwei Kommandeuren der Kabale zutun. Zunächst ließ sich jedoch nur ein Feldherr blicken: Valus Mau'ual hatte einen Jetpack umgeschnallt und stürzte sich mit einer Faustattacke auf die Gruppe, während reguläre Kabal-Soldaten in die Arena strömten. Mit Verlust von rund ein Viertel seiner Lebensenergie suchte er das Weite und ließ seinen Partner Valus Tlu'urn auf das Schlachtfeld.
Der schoss mit einem Mörser gigantische Projektile. Der Einschlagsort der Granaten wurde Spielern angezeigt, damit sie sich rechtzeitig aus der Gefahrenzone manövrieren konnten. Als seine Lebenspunkte auf unter 50 Prozent sanken, kam es zum Kampf gegen beide Boss gleichzeitig. Valus Tlu'urn konnte zudem eine Art Schutzkuppel ausfahren, der die Hüter augenscheinlich dazu zwang, sich ihm zu nähern, um Schaden anzurichten.
Quelle: Bungie
Der zweite Kabal-Kommandeur, Valus Tlu'urn, feuert mit einem gewaltigen Mörser auf dem Rücken Granaten ab, die großflächig Schaden anrichten.
Durch die unterschiedlichen Stadien des Kampfes entstand mehr Dynamik, als es in den bisherigen Destiny-Strikes der Fall war. Die Zeiten, in denen Bosse nichts weiter als "Kugelschwämme" sind, die man hinter einer Deckung verschanzt bekämpft, sollen mit Destiny: König der Besessenen der Vergangenheit angehören. Das gezeigte Material stimmt uns zuversichtlich: Im demonstrierten Strike auf dem Grabschiff gab es wenig Verschnaufpausen, alle Teammitglieder waren ständig in Bewegung. Mit Erscheinen beider Bosse auf dem Schlachtfeld kam zusätzlich Hektik rein.
Destiny: König der Besessenen - Und sonst?
Quelle: Bungie
Der Faktor Zufall soll in den neuen Strikes eine wichtige Rolle spielen. Bei jedem Spielstart sollen etwa Gegneraufkommen variieren. Wie viel Abwechslung es am Ende geben wird, können wir derzeit aber noch nicht beurteilen.
Ein zusätzlicher Anreiz, die Strikes mehrfach zu spielen, sollen Ausrüstungsgegenstände sein. Bosse erhalten spezifische Items (wir spekulieren auf Waffen, Rüstungen, Artefakte), die nur sie als Beute fallen lassen können. Eine ähnliche Loot-Mechanik kennen Spieler bereits von den Raids in Destiny. Insgesamt vier neue Strikes und drei aus dem Hauptspiel überarbeitete Varianten beinhaltet die Erweiterung. Zu den Story-Missionen hat sich Bungie im gestrigen Live-Stream nicht geäußert. Eine Liste der wesentlichen Neuerungen von Destiny: König der Besessenen haben wir unter dem Link für euch zusammengestellt. Neueinsteigern und Rückkehrern legen wir die Lektüre unseres umfassenden Destiny-Guides nahe.
