Es gibt neue Hoffnung am Heist-Shooter-Himmel. Den of Wolves entführt uns dafür nach Midway City. Wir bekamen erste Einblicke!
Das schwedische Studio 10 Chambers fiel in der Vergangenheit vor allem wegen seines beliebten Koop-Shooters GTFO auf. Das Survival-Horror-Spiel ist definitiv nichts für Casual-Spieler, denn der Titel verlangt einem als Spieler alles ab. Gemeinsam landet man mit bis zu drei anderen Insassen in einem Gefängnis und muss sich seinen Weg nach draußen bahnen. Unterwegs versperren gruselig anmutende Feinde den Weg. Genaue Absprachen untereinander und präzise Abstimmungen sind der Weg zum Ziel, und abgesehen von Teamwork, lehrt das Spiel zusätzlich, mit Niederlagen umzugehen - denn diese stehen an der Tagesordnung.
Kopf hinter dem Entwicklerstudio ist Ulf Andersson, der sich vor einigen Jahren mit den Heist-Shootern Payday und Payday 2 einen Namen gemacht hat. Er setzte sich nach der Payday-Entwicklung mit einigen Entwicklern aus früheren Tagen zusammen und gründete das neue Studio 10 Chambers. Und nach dem Ausflug in den Survival-Horror geht es nun zurück in Heist-Gefilde.
We meet at Midway!
Mit Den of Wolves kündigten die Schweden im Rahmen der Game Awards 2023 einen neuen Koop-Heist-Shooter an. Bisher konzentrierten sich die Heist-Games der Entwickler auf klassische Banküberfälle. Jetzt geht es ab in ein Sci-Fi-Szenario, das verspricht, die Zukunft etwas anders zu interpretieren, als wir es gewohnt sind.
Nach über zwei Jahren Pre-Produktion gibt es bisher nur wenige Informationen zum Spiel, doch die klingen schon mal vielversprechend, auch, wenn die Heist-Elemente erst einmal nicht allzu innovativ erscheinen. Laut Aussagen der Entwickler soll Den of Wolves das Beste aus Payday und GTFO in einem Spiel zusammenfassen.
Quelle: 10 Chambers
Den of Wolves entführt uns in die Stadt Midway City. Doch im Gegensatz zur Realität, in der es sich beim Ort dieses Namens um ein Kaff in Kalifornien handelt, ist Midway City im Sci-Fi-Setting des Spiels die Hauptstadt des Kapitalismus und angesiedelt auf den realen Midwayinseln. Die Globalisierung nahm immer weiter zu und so wurde das eigentlich abgelegene Atoll im Pazifik zum Schmelztiegel von Kulturen, Nationen und Wirtschaft.
Trotz Sci-Fi-Setting im Cyberpunk -Stil ist die Zukunft im Jahr 2093 nicht allzu weit von unserem Lebensstil entfernt. Im Gegensatz zu so manch anderen Spielen und Filmen möchten 10 Chambers eine "realistische Zukunft" gestalten und ihre Vorstellung vom "Kapitalismus in seiner Endstufe" und die Folgen von KI darstellen.
Heists für jeden Spieler
Spielerisch soll Den of Wolves sowohl Casuals als auch Hardcore-Spieler abholen. Über die Ereignisse im Spiel wurde bisher nicht viel gesagt, nur dass die Story sehr direkt und ernst sein soll. Der Spaß und die Comedy entstehen erst durch die Spieler, Zusammenarbeit und Kommunikation sind der Schlüssel zum Erfolg - ähnlich wie in Payday und GTFO.
Einigen müssen sich die Team-Mitglieder aber nicht unbedingt. Das kommt wohl vielen Spielern entgegen, die lieber eine schnelle Runde mit zufälligen Verbündeten spielen möchten.
Quelle: 10 Chambers
Auch die Kampagne setzt eher auf alles kann, nichts muss. Sie gleicht einer Entdeckungstour und jeder Spieler kann selbst entscheiden, wie es weitergeht. Die Megastadt generiert sich zum Start, basierend auf einem Seed, zufällig selbst. Keine Runde ist also wie die vorhergegangene.
Das Grundprinzip ist aber immer gleich: Zuerst erledigt man Vorbereitungs-Missionen, die der Heist-Planung dienen und dann startet der eigentliche Überfall. Auf dem Weg dorthin passieren die Story-Aspekte. Kabale, Zusammenschlüsse und Kriminalität stehen in Midway City an der Tagesordnung. Welchen Weg wir gehen und was wir von den einzelnen Aspekten erfahren, hängt von den eigenen Entscheidungen ab.
So spannend das Setting auch klingen mag, so schwierig ist die Vorstellung, wie das Spiel am Ende wirklich aussehen wird. Einen Release-Zeitraum gibt es bisher nicht, und auch der Reveal-Trailer verrät nicht viel.
Was können wir also erwarten?
Die Idee hinter der Location und dem Thema ist interessant, besonders, weil Midway eine historisch bedeutsame Region ist, in modernen Geschichten sonst aber selten behandelt wird. Die Hauptstadt der kapitalistischen Welt inmitten des Pazifiks anzusiedeln, lässt Cyberpunk-Sci-Fi und eine mögliche, echte Zukunft aufeinandertreffen.
Bildergalerie
Wie wir es bereits von GTFO gewohnt sind, wird auch Den of Wolves fortwährend DLCs spendiert bekommen, die die Welt des Abenteuers erweitern. Zu möglichen Ingame-Käufen äußerten sich die Entwickler bisher nur ausweichend. Denkbar sei eine Implementierung laut den Machern, es würden dann aber sinnvolle Käufe sein, die zur Verfügung stehen würden.
Pay2Win-Elemente sollen definitiv kein Teil des Spiels sein. Den of Wolves kommt für den PC via Steam Early Access und erscheint später auch auf Konsole. Wann es so weit ist, bleibt abzuwarten. Wir halten euch aber natürlich auf dem Laufenden. Transparenzhinweis: Die Reisekosten wurden von 10 Chambers übernommen.
