Delta Force: Angriff auf Battlefield und Call of Duty - In dieser Kampagne knallt es ordentlich!
Special
Trotz schwacher Steam-Bewertungen kann Black Hawk Down, die Kampagne von Delta Force, größtenteils überzeugen, - bleibt aber ein wackeliger Drahtseilakt.
Wären diese Tode aufgrund der Feind-KI nicht manchmal ziemlich unfair, fände ich die Herausforderung an sich ziemlich genial. Im realen Einsatz wussten die Soldaten schließlich auch nicht, was sie dort genau erwartet. Die bedrohliche Atmosphäre, die das Spiel versprüht, fängt die Gefahr deswegen sehr gut ein.
Absolut filmreif
Die komplette Inszenierung ist durchaus gelungen. Schon die ersten Sekunden, wenn ich mich im Helikopter über die Dächer der Stadt fliegen lasse, Raketen aus Raketenwerfern um mich herum vorbeizischen und überall Dinge explodieren, sorgen für einen gewaltigen Adrenalinschub. In den Gebäuden darf ich keinen falschen Schritt machen, denn der könnte mein letzter sein. Da verschanzen sich Scharfschützen auf gegenüberliegenden Dächern, Feinde lauern in Häuserecken und manchmal fallen mir auch Gegner in den Rücken.
Quelle: Team Jade
Hin und wieder zeigt die KI dabei ihre Stärken. Doch die NPCs haben auch noch ordentliche Aussetzer auf Lager, wenn sie mir unter anderem zum wiederholten Male direkt vor die Flinte laufen. Aber okay, das macht die Aufgabe für mich dann zumindest für kurze Zeit einfacher.
Nach bestimmten Abschnitten bekomme ich immer wieder kurze Verschnaufpausen, in denen ich den Charakter wechseln, mich neu ausrüsten und mir packende Zwischensequenzen reinziehen kann. Ach ja, und eine Bewertung sowie Statistiken nach jeder kurzen Mission erhalte ich mit meiner Truppe ebenfalls. Aufgrund der Unreal Engine 5 sehen die Cutscenes und das komplette Spiel auch extrem schick aus. Den bisherigen Multiplayer gibt's schließlich nur mit der Unreal Engine 4 und der Unterschied fällt deutlich auf.
Kurz und nicht wirklich schmerzlos
Obwohl die Kampagne nicht länger als zwei Stunden dauert, - zumindest, solange ich mit einem guten Team unterwegs bin, - bringt Black Hawk Down eine anständige Prise Abwechslung mit. Da kämpfe ich gegen die somalische Miliz unter anderem in Häuserschluchten und in Gebäuden. Ein paar Minuten später beschütze ich einen Konvoi als Schütze auf einem Fahrzeug, danach sitze ich in einem Hubschrauber und feuere von oben auf die Gegner. Auch eine Mission in der Dunkelheit hat ihren Weg ins Spiel gefunden. Das bringt trotz der kurzen Spielzeit viel Abwechslung in den Shooter und sorgt für permanente, lineare Action wie in Spielen der Call-of-Duty-Reihe.
Ich weiß nicht, wohin die Pläne der Entwickler gehen, aber ich könnte mir in Zukunft mehr von diesen Minigeschichten vorstellen. Das müssen nicht einmal reale Storys sein, es kommt da viel mehr auf Inszenierung und Atmosphäre an. Solange mich die Action packt und mir coole Missionen vorgesetzt werden, ist mir das ganze Drumherum völlig egal.
