Deep Rock Galactic: Rogue Core gespielt: Neuer Solo-Modus & Charakterprogression
Special
Auf der zweiten Seite unserer Vorschau zu Deep Rock Galactic: Rogue Core erklären wir den neuen Solo-Modus, die Unterschiede bei der Charakterprogression und mehr.
Beim Wächter handelt es sich um eine Unterstützer-Klasse, die den Corespawn schwere Munition um die Ohren haut und gleichzeitig in der Lage ist, die Rüstung angeschlagener Verbündeter zu reparieren. Die Falknerin schickt eine Schockdrohne in die Schlacht, die Gegner ablenkt und Verbündete wiederbelebt. Und zu guter Letzt wäre da noch die Rückspäherin, die im wahrsten Sinne des Wortes in der Lage ist, die Zeit ein Stück zurückzudrehen, und somit den Konsequenzen ihrer Handlungen entkommen kann. Alle fünf Klassen heben sich nicht nur wohltuend von den aus dem Hauptspiel bekannten ab, sondern bieten auch zahlreiche Möglichkeiten, um sich in der Teamkomposition kreativ austoben zu können.
Allein in die Minen
Deutlich präsenter ist hingegen der Solo-Modus, bei dem Einzelspieler Unterstützung von einer KI-gesteuerten Drohne bekommen. Diese ist nach aktuellem Stand (vor allem im Vergleich zum Hauptspiel) jedoch fast schon zu mächtig: Während man in Teams von zwei, drei oder vier Spielern anfangs auch bei einfacheren Missionen regelmäßig scheitert, hält die Drohne nicht nur beinahe im Alleingang größere Gegnergruppen in Schach, sondern ist auch in der Lage, den Spieler bis zu viermal pro Minengang wiederzubeleben, wenn es doch einmal eng werden sollte.
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Da sie selbst unsterblich ist, wird sie dabei im Gegensatz zu Teamkameraden nicht unterbrochen. Mehr als einmal riss sie während unserer Anspielphase so das Ruder in einer scheinbar ausweglosen Situation noch einmal herum, einzig die Bosskämpfe am Ende eines Ausflugs können im Solospiel schon einmal haarig werden. Dass auch Einzelspieler eine bessere Möglichkeit bekommen, sich in Rogue Core nach allen Regeln der Kunst auszutoben, ohne dabei auf eine Spielersuche angewiesen zu sein, ist davon unbenommen löblich.
Quelle: PC Games
Die Zwerge rüsten sich in den Minen mit dem aus, was sie finden.
Upgrades für die ganze Gruppe
Einer der größten Unterschiede zum Hauptspiel findet sich in der Charakterprogression: Während man in Deep Rock Galactic fortwährend an Ausrüstung und Skills schrauben konnte und so im Laufe der Zeit immer mächtiger wurde, handelt es sich bei Rogue Core im Kern um ein waschechtes Rogue-lite. Es gibt zwar einen Skillbaum, über den sich nach und nach permanente Upgrades freischalten lassen, den überwiegenden Anteil der Ausrüstung und Upgrades müssen die Spieler jedoch bei jedem Ausflug neu zusammensammeln, denn eine Mission beginnt man quasi "nackt". In der Spielwelt wird das so erklärt, dass keine schwere Ausrüstung durch das Energiefeld gebracht werden kann und man mit dem auskommen muss, was man findet. Praktischerweise stößt man bereits nach den ersten Metern stets auf eine kleine Basis, in der ein Grundstock von Knarren und Granaten wartet.
Quelle: PC Games
Das wertvolle Expenit ist ausschließlich in der Nähe des planetaren Kerns von Hoxxes IV zu finden.
Von Anfang an kommt dabei der Zufall ins Spiel, denn welche Ausrüstung zu haben ist, wird nicht nur vom Spiel, sondern auch mit den Mitspielern bestimmt. Jede Waffen- und Upgrade-Kiste enthält eine Handvoll Optionen, von denen sich jeder Zwerg exakt eine greifen kann - jedoch nicht gleichzeitig, sondern in zufälliger Reihenfolge. Wer zuletzt dran ist, muss mit dem auskommen, was übrigbleibt. Im Laufe jeder Mission können weitere Upgrade-Optionen entdeckt und mitunter durch Minispiele freigeschaltet werden. Ansonsten laufen die Aufträge im Gegensatz zum Hauptspiel, das ein gutes Dutzend verschiedener Missionstypen bot, immer gleich ab: Durch eine Ebene vorkämpfen, Aufzug aktivieren, Wellenangriff abwehren, nächste Ebene, auf der tiefsten ein Bosskampf. Die Abwechslung entsteht hier nicht durch das Missionsdesign, sondern durch die Jagd nach der besten Ausrüstungskombination.
Spaß am Glas
Den Kontrast zum hektischen Geschehen in den Minen bietet die Zeit auf dem Raumschiff, wo man in bester Deep-Rock-Tradition allerhand sozialen Interaktionen nachgehen kann: Eine Muckibude lädt dazu ein, die Flitzefinger-Skills in Minispielen zu testen, verschiedenste Biersorten wollen verkostet werden, und einen Dancefloor haben die Entwickler auch wieder integriert. Außerdem darf hier auch an der Optik der Zwerge geschraubt werden, denn für jede Klasse lassen sich - wie aus Deep Rock Galactic gewohnt - zahlreiche kosmetische Anpassungen freischalten. Einige Terminals und Bereiche verweisen darauf, dass später weitere Mechanismen hinzukommen werden.
Meinung
Gelungener Ableger in guter Frühform
Unterm Strich bietet Rogue Core bereits zum Start in die Early-Access-Phase ein Erlebnis, das polierter daherkommt als vieles, was heutzutage als finaler Release angeboten wird. In unserer gut 15-stündigen Testphase kam es zu keinem einzigen Absturz, und von einigen Übersetzungsfehlern mal abgesehen, auch sonst zu keinen Problemen. Am Balancing werden die Entwickler sicherlich in den kommenden Wochen und Monaten noch fleißig schrauben, und man darf mit Spannung erwarten, was für spannende Charakterklassen Ghost Ship Games zukünftig ins Spiel integrieren werden. Bleibt abschließend die Frage, ob sich der Kauf für Fans von Deep Rock Galactic lohnt.
Das lässt sich nicht ohne Weiteres beantworten, denn hier kommt es in erster Linie auf euch selbst an: Wenn ihr den Look & Feel des Hauptspiels mögt, einen frischen Ansatz ausprobieren wollt, und kein Problem damit habt, euch in jeder Mission neu ausrüsten zu müssen, legt euch das Ding zu. Die Gefechte sind flott, das kooperative Spiel ist gewohnt spaßig, und der Art-Style cool wie eh und je. Wenn ihr jedoch großen Wert auf permanenten Charakterfortschritt legt, seid ihr vermutlich mit dem ursprünglichen Deep Rock Galactic besser bedient. So oder so: Wir bleiben für euch dran!
