Death Stranding 2: On The Beach - Das Sci-Fi-Abenteuer von Kojima trifft nicht jeden Geschmack - und das mit Absicht

Test Vivien Ziermann
Death Stranding 2: On The Beach - Das Sci-Fi-Abenteuer von Kojima trifft nicht jeden Geschmack - und das mit Absicht
Quelle: Kojima Productions / Sony

Der zweite Teil von Kojimas Sci-Fi-Meisterwerk ist endlich da und verspricht eine emotionale Story, mehr Action und natürlich postapokalyptische Liefermissionen. Aber wird es diesmal ein Spiel für alle oder spalten sich die Fans erneut?

Kampf oder Tarnung?

Da es sich bei Death Stranding nicht um den oftmals scherzhaft genannten DHL-Simulator, sondern um ein Action-Spiel handelt, stehen natürlich auch Kämpfe auf der Tagesordnung. Und hier haben die Entwickler im Vergleich zum Vorgänger noch einmal ordentlich nachgelegt. Die Varianten der Gegner sind vielfältiger, die Auswahl an Waffen höher und das Gameplay im Allgemeinen deutlich runder.

Das Spiel lässt uns meist die Wahl, ob wir uns offensiv gegen unsere Gegner stellen wollen oder systematisch einen nach dem anderen heimlich ausschalten. Im offenen Kampf können wir zudem zwischen Schusswaffen, Granaten oder Nahkampfwaffen wählen und das Kämpfen so an unseren eigenen Spielstil und die verschiedenen Gegnertypen anpassen.

Auch beim Schleichen stehen uns unterschiedliche Möglichkeiten offen. Aus nächster Nähe können wir, wie schon aus Teil eins bekannt, unsere Gegner überwältigen, mit dem Packseil fesseln und außer Gefecht setzen. Sollten wir einmal nicht nah genug an einen Gegner herankommen, können wir ihn mit einer Bola-Gun für kurze Zeit fesseln, um ihn anschließend auszuschalten. Oder wir nutzen schallgedämpfte Waffen, um die Feinde lautlos zu erledigen.

Natürlich können wir auch versuchen, uns völlig ohne Kampf in eine gegnerische Basis zu schleichen und das Zielobjekt herauszuschmuggeln. Das erfordert allerdings jede Menge Geduld und ist nicht bei jedem Auftrag möglich. In dem Fall kommt es ganz auf das Ziel und das entsprechende Missionsdesign an.

Die Ausnahme bilden hier zum einen Kämpfe gegen gestrandete Dinge (GDs). Zwar lassen diese sich durch geschicktes Schleichen umgehen, aber Schleichangriffe funktionieren hier nicht. Sollten wir uns also in einen Kampf mit GDs begeben, hilft nur der Griff zu den Waffen.

Eine Gruppe von 4 Gegnern steht hinter ihrem Anführer aus Death Stranding 2. Quelle: PC Games Auch die vereinzelten Bossgegner lassen sich natürlich nicht durch einen Schleichangriff erledigen. Diese Kämpfe haben es wirklich in sich. Hier ist es wichtig, dass wir im Vorfeld die richtigen Waffen für den entsprechenden Gegnertyp wählen und diese klug einsetzen, denn unsere Munition ist begrenzt.

Auf normalem Schwierigkeitsgrad sind die Bosskämpfe fordernd, aber nie unfair. Dazu kommt das umwerfende Gegnerdesign der verschiedenen Bosse von gruseligen GDs über düstere Mechs. Wer jedoch überhaupt nicht kämpfen möchte und nur an der Story interessiert ist, kann in den Optionen den Story-Modus wählen und so auch die Bosskämpfe überspringen.

Ein Meisterwerk mit Makeln

Wie schon sein Vorgänger ist auch Death Stranding 2 visuell ein absolutes Meisterwerk. Egal ob Landschaften, Wetter, Tiere oder Menschen, die komplette Darstellung ist fast schon fotorealistisch. Die Ausblicke von Berggipfeln, Blicke in ein grünes Tal mitten in der Steinwüste des postapokalyptischen Australiens, selbst die düsteren Bereiche mit hoher GD-Aktivität lassen uns kurz innehalten, um die Ansicht zu genießen.

Bildergalerie

Die aufwendigen Videosequenzen sind perfekt inszeniert. Und die eingesetzten Schauspieler liefern eine überzeugende Darstellung und sowohl die deutsche als auch die englische Vertonung sind gut gelungen. Cineastisch liefert Kojima in der hohen Qualität, die Spieler bereits von seinen Werken kennen und lieben. Zudem läuft das Spiel in seiner hohen Qualität kontinuierlich flüssig. Beim Spielen auf der PS5 sind uns keine Bugs, Ruckler oder Grafikfehler aufgefallen.

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