Death Stranding 2: On The Beach - Das Sci-Fi-Abenteuer von Kojima trifft nicht jeden Geschmack - und das mit Absicht

Test Vivien Ziermann
Death Stranding 2: On The Beach - Das Sci-Fi-Abenteuer von Kojima trifft nicht jeden Geschmack - und das mit Absicht
Quelle: Kojima Productions / Sony

Der zweite Teil von Kojimas Sci-Fi-Meisterwerk ist endlich da und verspricht eine emotionale Story, mehr Action und natürlich postapokalyptische Liefermissionen. Aber wird es diesmal ein Spiel für alle oder spalten sich die Fans erneut?

Auch in Death Stranding 2 steigen unsere Botenklasse und die Verlinkungsstärke der einzelnen Terminals mit jedem erledigten Auftrag. Für jede neue Verlinkungsstufe schalten wir neue Baupläne, eine höhere chirale Bandbreite und besser bestückte Materiallager frei. Weitere Aufträge der Terminals anzunehmen, lohnt sich also.

Später gibt es auch verschiedene Schnellreisefunktionen, die uns das Spielen erleichtern sollen. So können wir entweder "Springen", wobei wir über den Strand von einem Ort zum nächsten reisen. Dabei können wir allerdings weder Fracht noch Fahrzeuge mitnehmen.

Oder wir reisen mit der MDV Magellan über die Teerströme zu den verbundenen Terminals. So können wir Fracht und Fahrzeuge mitnehmen. Das Schnellreisen funktioniert beeindruckend schnell und praktisch ohne Ladezeiten. Ärgerlich ist jedoch, dass bei späteren Aufträgen, die uns wieder zurück ans andere Ende der Map führen, die Magellan plötzlich aus unerfindlichen Gründen nicht reisen kann. So fühlt sich die Spielzeit teilweise künstlich gestreckt an.

Naturgewalten, Wetter und Wildnis

Neben beeindruckenden Landschaften ist besonders das Schauspiel der verschiedenen Wetterphänomene ein besonderes Highlight in Death Stranding. Durch die Entstehung des Plattentors kommt es immer wieder zu Torbeben in verschiedenen Stärken. Diese führen zu Schäden an Konstruktionen, zu Gerölllawinen und Einstürzen oder machen es schwer, das Gleichgewicht zu halten.

Natürlich dürfen wir auch den Zeitregen nicht außer Acht lassen, der alles, was er berührt, rapide altern lässt. Doch nicht nur den Schaden, den der Regen an Fracht und Fahrzeugen hinterlässt, müssen wir beachten, starker Regen führt außerdem zu Überflutungen und zu einem Anstieg der Flüsse. Dadurch können normalerweise ruhige Flüsse zu reißenden Strömen werden, was es beinahe unmöglich macht, sie zu passieren.

Das Plattentor in Mexiko in Death Stranding 2. Quelle: PC Games Und auch beim Bau von Brücken oder anderen Konstruktionen, die nah am Wasser gelegen sind, muss ein potenzieller Anstieg des Wasserspiegels berücksichtigt werden. Ansonsten können wir uns früher oder später von der Konstruktion verabschieden.

Anders als im ersten Teil gibt es in Death Stranding 2 außerdem einen dynamischen Tag-und-Nacht-Wechsel, der organisch ins Spiel integriert wurde. So dürfen einige Lieferungen keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden, weshalb sie besser bei Nacht ausgeführt werden sollten. Auch unentdecktes Schleichen ist nachts deutlich einfacher. Allerdings erhöht die eingeschränkte Sicht bei Dunkelheit die Wahrscheinlichkeit, dass wir stolpern und bei Lieferungen zu Fuß auf der Nase landen.

Außerdem sind die beeindruckenden Landschaften inzwischen nicht mehr ausgestorben. Zum einen wuseln Chiral-Kreaturen in unterschiedlichen Formen und Größen durch die Welt, von denen uns die meisten durchaus gefährlich werden können. Auch die kleinsten unter ihnen werden lebensbedrohlich, sobald sie im Schwarm angreifen.

Zum anderen begegnen wir in Australien auch einigen Tieren, die noch aus der Zeit vor dem gestrandeten Tod stammen, wie beispielsweise Kängurus oder Tasmanische Teufel. Finden wir ein solches Tier auf unseren Reisen, können wir es einfangen und zum Tierheim bringen. Dort gibt es ein geschütztes Reservat, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die verschiedenen Arten aus der Zeit vor dem gestrandeten Tod zu retten.

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