Dead Space gespielt: Schöne Schlachtplatte - Hands-on-Preview + Video

Special Katharina Pache
Dead Space gespielt: Schöne Schlachtplatte - Hands-on-Preview + Video
Quelle: Electronic Arts

Wir waren in London. Aber nur, um weiterzureisen in die Tiefen des Weltalls! Wir haben das Dead Space Remake stundenlang gespielt, und wie uns das gefallen hat, lest ihr in der Vorschau!

Alles kommt zurück. Schlaghosen, bauchfrei, Schnurrbärte, vielleicht bald sogar die Dauerwelle. Nach zwei Jahren Pause finden inzwischen außerdem wieder Events statt, in diesem Fall für ein Spiel, das ebenfalls schon mal da war - Dead Space! Allerdings, so wird es in der Präsentation gleich zu Anfang betont, handelt es sich bei der Rückkehr von Isaac Clarke um ein Remake, nicht um ein Remaster. Bedeutet: Statt alten Bausteinen frische Farbe zu verpassen, wird Dead Space für das Jahr 2023 aus fabrikneuen Teilen gefertigt, als Motor dient die Frostbite Engine. Wir haben das Ergebnis nicht nur gesehen, sondern gespielt, und zwar mehrere Stunden von Anfang des Abenteuers an bis zum Ende des dritten Kapitels. Was wir erlebt haben? Viel. Was wir überlebt haben? Noch viel mehr!

Am Anfang war die Furcht

Um Dead Space (jetzt kaufen ) zu erklären, müssen wir einen Abstecher ins Jahr 2008 machen. Da gab es noch kein Demon's Souls, Guitar Hero war ein großes Ding und so ziemlich jeder spielte GTA 4. Zwar hatte Resident Evil gerade den Weg in Richtung Action eingeschlagen (und bekommt auch bald ein Remake), aber klassischer Horror war zu dieser Zeit keine Ausnahmeerscheinung in der Spielelandschaft: ein indizierter Sega-Titel, Alone in the Dark und Silent Hill ließen Spielern das Blut in den Adern gefrieren. Dead Space war trotzdem etwas Besonderes, weil Neues.

Das Setting auf einem riesigen Raumschiff war unverbraucht, genauso frisch fühlten sich die Waffen an, die auf Werkzeugen basieren, allen voran der ikonische Plasma Cutter. Und obschon es übernatürliche Psycho-Horror-Elemente in der Welt von Dead Space gibt, verbreiten doch die Necromorphs den größten Teil des Schreckens auf dem nur scheinbar verlassenen Schiff USG Ishimura. Dabei handelt es sich um die grässlich entstellten Leichen ehemaliger Passagiere, verdreht, mutiert und reduziert zu instinktgetriebenen Bestien, die durch Luftschächte kriechen, im Vakuum überleben und auch verstümmelt noch versuchen, Isaac in Stücke zu reißen. Neben der haarsträubenden Action gibt es immer wieder ruhige Momente, in denen Puzzles gelöst werden wollen. Jedenfalls so ruhig wie ein Moment eben sein kann, mit der ständigen Angst im Nacken, dass jeden Moment ein Necromorph aus der Wand brechen könnte.

Dead Space lieferte etwas ab, von dem Spieler lange nicht wussten, dass sie es wollen und brauchen: einen Sci-Fi-Survival-Horror-Shooter. So toll die Kritiken aber auch ausfielen - und sie waren erstklassig - so überschaubar war der Erfolg des Spiels. Dennoch blieb Electronic Arts dran, Visceral Games (das Studio wurde 2017 von EA geschlossen) durften mit Dead Space 2 eine Fortsetzung programmieren, die drei Jahre später erschien und nicht nur Kritikerlob einheimste, sondern auch mehr Aufmerksamkeit erhielt. Nur: rentiert hat sich auch Teil 2 nicht. Es folgten Spin-offs, Comics, Romane und mit Dead Space 3 schon früh der vorläufige Todesstoß. Zu action-lastig, zu weit weg von den Wurzeln, so das Urteil von Spielern und Redakteuren.

Original vs. Remake - Szenenbeispiel

Dead Space (2008) Dead Space (2023)

Nun also möchte EA zu alten Stärken zurück, kombiniert mit einer zeitgemäßen Optik und anderen, leichten Verbesserungen. Ob das Remake eine Reaktion auf Callisto Protocol ist, der geistige Nachfolger von Dead Space, der noch vor Weihnachten 2022 erscheinen soll? Zum ersten Mal vom neuen, alten Dead Space hörte die Öffentlichkeit jedenfalls erst über ein halbes Jahr nach der Ankündigung des Konkurrenzspiels. Aber wie lange EA wirklich schon an der Neufassung werkelt, ist nicht bekannt.

Die Quadratur des Kreises

Solltet ihr Dead Space im Jahr 2008 gespielt haben, stellt sich euch vermutlich die gleiche Frage wie uns: Was soll man am Originalabenteuer denn verbessern? Tatsächlich ist Dead Space exzellent gealtert, wovon wir uns beim Event selbst überzeugen konnten, denn es war ebenfalls auf dem Rechner installiert und bereit zum Begutachten. Und es sind wirklich die Feinheiten, die nur im direkten Vergleich auffallen, mal abgesehen von der deutlich schöneren Grafik im Remake (der Preis dafür sind auf dem PC übrigens happige Mindestanforderungen). So bewegte sich Isaac damals langsamer und schwerfälliger, passend dazu waren auch die Necromorphs nicht ganz so flott auf den Beinen - oder Stummeln, je nach Gattung. Einzelne Rätsel wurden leicht angepasst, aber das Erbgut bleibt intakt, das Remake ist keine Ballerbude wie Halo, Call of Duty oder, nun ja, Dead Space 3.

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