Das Schwarze Auge - Drakensang: Test/Review

Test Simon Fistrich

Lust auf ein klassisches, episches und dazu ziemlich gutes Rollenspiel?Drakensang ist eine gelungene Rückbesinnung auf alte Abenteurerwerte!

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Test: Drakensang Test: Drakensang Die enorme Komplexität des Rollenspiels merkt ihr bereits bei der Charaktererstellung. Aus satten zwanzig Klassen könnt ihr euren Recken erstellen. Die fallen aber dank des strengen Lizenz-Korsetts allesamt konservativ aus: Diverse Krieger-, Schurken- und Magierklassen stehen auf dem Programm. Jede Klasse hat ihre vorbestimmten Vor- und Nachteile. Mithilfe des Expertenmodus‘ dürft ihr euch alternativ eure Traumkombination erschaffen, indem ihr eine begrenzte Zahl an Talentpunkten auf verschiedene Fähigkeiten verteilt.

Der Begriff Experte ist kein Witz: Einsteiger erblassen angesichts des Zahlen- und Tabellenwusts, der sich einem erst im Verlauf des Spiels langsam erschließt. Das Aussehen eures Charakters dürft ihr hingegen nicht frei beeinflussen, sondern müsst mit den vorgefertigten Figuren ins Abenteuer ziehen.

Aventurien, wir kommen!

Test: Drakensang Test: Drakensang Von Anfang an präsentiert sich die Fantasy-Welt Aventurien von ihrer Schokoladenseite. Malerische, saftig-grüne Wiesen, rauschende Bäche, umherfliegende Schmetterlinge, Tannen, Fichten, Fachwerkhäuser, ein dezentes Flöten- und Streicherquartett als Untermalung – Aventurien ist der Urlaubstraum jedes gestressten deutschen Stadtmenschen! Allerdings wirkt die kunterbunte, farbenfrohe Welt auf Dauer ein wenig steril und künstlich. Ein paar erwachsene Gruselmomente oder eine Prise Erotik (wie etwa in Gothic) hätten dem Ganzen mehr Pfiff geben. Schön: Selbst auf mittelmäßigen PCs läuft das Geschehen sehr flüssig.

Test: Drakensang Test: Drakensang Euren Helden steuert ihr wahlweise mit WASD- oder Maus-Steuerung durch zwölf große Gebiete. Schon nach wenigen Schritten trefft ihr auf die ersten Nichtspieler-Charaktere, die natürlich zahlreiche Aufgaben für abenteuerlustige Passanten parat haben. Die vermitteln sie euch in sehr gut geschriebenen, aber etwas geschwätzigen Dialogen. Die dummerweise nur zum Teil synchronisiert sind – kein Problem für Baldur’s Gate-Veteranen, aber im Jahr 2008 wünschen wir uns eine bessere Präsentation der soliden, aber nicht weltbewegenden Story, die dazu nur sehr langsam in Fahrt kommt.

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