Das Schwarze Auge - Drakensang: Test/Review

Test Simon Fistrich

Lust auf ein klassisches, episches und dazu ziemlich gutes Rollenspiel?Drakensang ist eine gelungene Rückbesinnung auf alte Abenteurerwerte!

Test: Drakensang Test: Drakensang Treffen sich zwei Rollenspielveteranen in einer Schenke. Sagt der eine: „Ach, die gute alte Zeit! Erinnerst du dich daran, wie wir damals noch nächtelang Dialogtexte lasen?“ „Oh ja“, sagt der andere, und sein Blick gleitet träumerisch in die Ferne. „Und beim Stufenanstieg stundenlang über der Verteilung von Talentpunkten brüteten!“ „Ja“, seufzt der eine, „heute glauben die Leute, das wilde Geklicke während nächtlicher Raid-Ausflüge in World of Warcraft und kaum getarnte Fantasy-Ego-Shooter wie Dark Messiah wären echtes Rollenspiel!“ Der andere nickt traurig. Anschließend ersäufen sie ihren Kummer bis zum Umfallen in frisch gebrautem Met.

Komplex von Anfang an

Haltet ein, liebe Veteranen! Denn hier kommt ein echtes Schwergewicht von einem Rollenspiel und bewahrt euch vor dem Absturz in die Gosse! Drakensang, entwickelt vom Berliner Studio Radon Labs, ist ein – im positiven wie auch negativem Sinne – PC-Rollenspiel der klassischen Machart.

Story, Spielwelt und Kampfsystem basieren auf Das Schwarze Auge, bei dem es sich nicht etwa um den nordafrikanischen Bruder von Sauron handelt, sondern um eines der erfolgreichsten Pen&Paper-Rollenspiele in Deutschland. Das komplizierte Regelwerk, kurz DSA bezeichnet, befeuert seit Jahrzehnten die Kopfabenteuer Hunderter Hobbygruppen, inspiriert Dutzende Romane und bis dato drei Computerspiele.

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