I n der letzten Ausgabe (OPM 10/2005) haben wir euch die Story dieses Ego-Shooters schon vorgestellt: Cowboy Cross wird zum Halbvampir. Als solcher reitet, rennt und rollt er durch Wüsten, Städte und Höhlen. Außerdem ballert er mit einem halben Dutzend fetter Wummen Tausende von Dämonen in Stücke. Ob die Einschätzung "vier von fünf Sternen" gerechtfertigt war?
Vampirpower
Egal ob mit Shotgun, Scharfschützengewehr, Schnellfeuercolt oder Armbrust: In über 20 abwechslungsreichen Szenarios jagt ihr den Obervampir Lazarus quer durch alle Western-Klischees -- Canyon-Keilereien, Saloon-Schießereien und Fort-Verteidigung inklusive. Ihr könnt aber auch eure Vampirfähigkeiten einsetzen, die ihr nach und nach erwerbt. Jeder gekillte Gegner, vom muffigen Sensen-Skelett über das schwabbelige Schmerbauch-Schwebemonster bis hin zum Zombie-Scharfschützen hinterlässt nämlich Blutwolken, die eine Powerleiste füllen.
Aktiviert ihr diese, freut sich der coole Mr. Cross einige Sekunden lang an durchschlagskräftigen Silberkugeln, schickt Blitze auf seine Gegnerschaft herab oder wird unverletzlich. Wer diese Blutsauger-Gaben klug und zum richtigen Zeitpunkt einsetzt, erleichtert sich die teils chaotisch frustigen Shootout-Orgien, die euch des Öfteren am Fortkommen hindern.
Denn "Darkwatch" konzentriert sich vor allem auf eines: Action. Fein austariert wechseln die Anforderungen an Hand und Hirn: Wilde Nahkämpfe, gezielte Sniper-Angriffe, verzweifeltes Abwehren anstürmender Horden und eine tolle atmosphärische Western-Comic-Grafik, die aber öfter mal ins Stocken gerät. Höchst beeindruckend ist dabei die Physik der Explosionen, die in der Nähe herumstehende Knochenmänner meterhoch in die Luft schleudert! Fein auch, dass euch in der zweiten Spielhälfte die Typen des "Darkwatch"-Clans zur Seite stehen und ihr so im Team für (Grabes-)Ruhe sorgt. Da kommt filmreife "Gut gegen Böse"-Schlachtenatmosphäre auf! ?CB
