Darkwatch

Test

Im Wilden Westen ist die Hölle los. Jagen Sie als Revolverheld den Vampirfürsten durch die staubige Prärie Nordamerikas.

A ls Videospieler schlüpft man ja in die unterschiedlichsten Rollen. Ob Freiheitskämpfer, Söldner, Geheimagent oder Gladiator -- es gibt faktisch nichts, was man in der Spielewelt nicht schon einmal sein durfte. Doch irgendwann haben die Entwickler alle coolen Jobs durch. Und was machen Sie dann? Genau! Sie erfinden kurzerhand einen neuen -- so geschehen in "Darkwatch". Als schwer bewaffneter Vampir-Outlaw machen Sie hier den Wilden Westen unsicher.

Story: 1876, irgendwo in Nordamerika: Beim Überfall auf einen Zug will Jericho Cross groß absahnen. Statt aber Bargeld einzuheimsen, lässt der Outlaw versehentlich den eingekerkerten Obervampir Lazarus frei. Und damit nicht genug. Jericho wird durch einen Biss selbst zum Blutsauger. Jetzt bleibt dem Gesetzlosen nur noch eine Möglichkeit: Er muss seinen Fehler korrigieren, indem er alle Kreaturen der Nacht jagt. Zu Hilfe kommt ihm dabei eine mysteriöse Organisation namens Darkwatch.

Spiel: Aus der Ego-Perspektive jagen Sie Höllenkreaturen durch klassische Wildwest-Szenarios: Staubige Wüsten, verwinkelte Höhlen, belagerte Forts und kaum bewohnte Kleinstädte mit ihren typischen Saloons dienen als Kulissen für die 20 abwechslungsreichen Levels. Um der monströsen Bedrohung Herr zu werden, greifen Sie auf ein umfangreiches Waffenarsenal zurück. Da aber Armbrust, Schrotflinte und Dynamitstangen auf Dauer nicht ausreichen, müssen Ihre besonderen Talente herhalten. Sie schießen mit Silberkugeln um sich, setzen Blitzattacken ein oder machen sich kurzzeitig unverwundbar. All diese Fähigkeiten erwerben Sie im Laufe der spannend erzählten Wildwest-Geschichte.

Abwechslung bringen die Reiteinlagen in die bleihaltige Dauerballerei. Auf dem Rücken eines Pferdes treten Sie aus erhöhter Position gegen ebenfalls reitende Skelett-Cowboys an. Allerdings sind solche Eskapaden weit weniger interessant, als sie zunächst klingen.

Fazit: So ungewöhnlich die Kombination aus Western und Vampir-Horror auch scheint -- als Hintergrund für einen Ego-Shooter ist sie super geeignet. "Darkwatch" punktet vor allem mit toller Optik, coolen Shootouts und ausgefallenen Special-Moves. Hätte man sich bei den Reiteinlagen noch mehr Mühe gegeben und zudem die Gegnerpalette erweitert, wären wir noch etwas euphorischer gewesen. So aber bleibt das vorliegende Spiel ein kurzweiliges Ego-Shooter-Erlebnis ohne großartigen Wiederspielwert.FE

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