Darksiders 3 in der gamescom-Vorschau: Alte Stärken treffen auf altbackene Animationen
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Auf der gamescom 2018 in Köln durften wir selbstverständlich auch einen Blick auf Darksiders 3 werfen. In unserer Vorschau verraten wir euch, warum THQ Nordics Action-Adventure für PC, PS4 und Xbox One einen guten, aber keinen überragenden Eindruck hinterließ.
Auf Krieg und Tod folgt Wut, denn in Darksiders 3 (jetzt kaufen 24,80 € / 35,99 € )üübernehmen wir diesmal die Rolle der rothaarigen Fury, die sich auf die Reise begibt, die sieben Todsünden wieder einzufangen. Laut dem Entwicklerteam von Gunfire Games soll sich Fury aber nicht nur äußerlich von ihren Brüdern der apokalyptischen Reiter abheben. Brüderlein Krieg wollte im ersten Darksiders herausfinden, warum der Kampf zwischen Himmel und Hölle auf der Erde tobt, obwohl die sieben Siegel der Apokalypse nicht gebrochen wurden, und wurde sogar selbst beschuldigt, dafür verantwortlich zu sein. In Darksiders 2 war Tod der Protagonist und obendrein ein ziemliches Ekel. Allerdings steht er loyal zu seinem Bruder und möchte dessen Unschuld beweisen. Fury hingegen glaubt dem Feurigen Rat und denkt, dass Krieg eine Dummheit begangen hat, die sie nun eben ausbaden muss, indem sie die Todsünden aufspürt.
Zurück in die Menschenwelt
In der uns vorgespielten Demo soll Fury Neid aufspüren und zieht dafür durch ein Gebiet, das sehr ans erste Darksiders erinnert. Sie ist in einer einst von Menschen gebauten Großstadt unserer Welt unterwegs. An die einstige Zivilisation hier erinnern aber nur noch die Ruinen der Hochhäuser und zugewucherte Highways. Zwischen rostigen Autowracks wanken Mutanten und Monster umher, die Fury grazil mit ihrer Peitsche und Magie-Angriffen erledigt - oder sie weicht auch mal erst mit der rechten Schultertaste aus und erlegt ihren Gegner dann. Vor allem wenn eine größere Gruppe angreift, sollte sie in Bewegung bleiben, da die Gestalten ordentlich austeilen. Fury selbst nutzte während der Demo hauptsächlich eine Kombination aus schnellen und starken Attacken - soweit so gewöhnlich.
Ein wenig spektakulärer sieht da schon der Bosskampf gegen Neid aus. Dies liegt aber hauptsächlich am wunderbar widerlichen Charakter-Design des Gegners. Das Hexen-ähnliche Vieh mit einem mit spitzen Zähnen besetzten Schnabel möchte natürlich nicht eingefangen werden, sondern beschießt Fury mit blauer Energie, die mal zu Strahlen gebündelt wird und mal in einem Kreis von ihr ausgeht. Die verschiedenen Angriffsmuster sind also leider ziemlich gewöhnlich, das hat man so schon in zig Action-Spiel gesehen. Als Neid in die Luft steigt und Fury nun springen und klettern muss, um zu ihrem Opfer zu gelangen, fällt auch auf, dass man diese Art Kampf schon deutlich besser erlebt hat, denn die Animationen von Fury sind hier unglaublich hölzern. Zudem scheint es auch ziemlich wenig Bewegungsabläufe zu geben. So sehen wir immer wieder die gleiche Animation, wie Fury hochspringt, im Sprung eine Vorwärtsrolle macht und dann landet oder nach der Kante der Plattform greift. Vollkommen egal, ob diese wirklich so weit oben ist oder Fury eigentlich schon mit einem Hopser danach greifen könnte - die Rolle muss ausgeführt werden. Das hört sich zwar nicht so schlimm an, ist in einem Titel, wo das Movement so essenziell ist, aber enorm undynamisch und schlichtweg altbacken.
Bildergalerie
Gelungener Spielaufbau
Auch der Grafikstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Teilweise überzeugt Darksiders 3 mit schönen Lichteffekten und toller Weitsicht, manchmal wirkte der das Spiel aber auch wie ein undetaillierter Cel-Shading-Titel der letzten Konsolengeneration. Dafür überzeugt der Action-Ausflug jedoch mit dem Aufbau der Spielwelt.
Quelle: THQ Nordic
Darksiders 3 Gamescom-Vorschau (3)
Laut Gunfire Games wollen sie hier eine Mischung aus Darksiders 1 und 2 bieten. Während der Weg im ersten Teil immer recht offensichtlich war, wurde die Karte in Part 2 weitläufiger, obwohl in der Welt nicht viel los war. Darksiders 3 bietet eine zusammenhängende große Spielwelt, welche von den Spielern als ein einziger großer Dungeon verstanden werden soll. Eine Mini-Map gibt es nicht, nur eine Entfernungsanzeige deutet grob den Weg. Gunfire Games haben hierfür die Spielwelt so gestaltet, dass man Missionsziele schon aus der Ferne erkennen kann und man sich dann den geeigneten Weg dorthin suchen muss. Man kann verschiedene Pfade zum Ziel finden, die auch unterschiedliche Fähigkeiten voraussetzen, welche ihr auf diesem Weg natürlich lernt. "Das erste Darksiders war ganz klar von The Legend of Zelda inspiriert, Darksiders 3 hingegen orientiert sich mehr an Metroid.", erklärt man uns. Man führt uns vor, wie Fury in neue Gebiete vordringt und zu bestimmten Zielen läuft, der Weg dorthin wirkt logisch, die Spielwelt authentisch und durchdacht.
