Daemon X Machina: Ausführliche Vorschau des Exklusivspiels für Nintendo Switch
Special
Bis der futuristische Action-Titel Daemon X Machina im Sommer 2019 für die Nintendo Switch erscheint, wollen die Entwickler noch Feintuning betreiben. Zu diesem Zweck wurde eine Demo mit Prototyp-Missionen veröffentlicht, die wir uns ganz genau angeschaut haben. Erfahrt in dieser Preview, was das Spiel zu bieten hat und welche Schwachstellen wir ausmachen konnten. Außerdem wagen wir einen Blick auf den Release im Sommer und welche Änderungen bis dahin noch realistisch sind.
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Stellt euch vor, morgen kracht der Mond auf unseren Planeten Erde. Was denkt ihr, würde daraufhin passieren? Ganz klar, die vom Menschen geschaffene künstliche Intelligenz würde Maschinen und Waffensysteme übernehmen und in den Kampf gegen die Menschen ziehen. Logisch, oder? In Daemon X Machina (jetzt kaufen 40,40 € ) auf jeden Fall! Nach der Kollision des Mondes mit dem fiktiven Planeten des Spiels hetzt eine spezielle Energie nämlich die KI gegen die Menschheit auf. Die Outers stellen sich den außer Kontrollen geratenen Robotern, Panzern, Geschützen und anderen intelligenten Waffen mutig in den Weg und verteidigen wichtige Standpunkte, ihr schlüpft dabei selbst in die Rolle eines Outers. Weil Menschen aber den mächtigen Gegnern kaum etwas entgegen zu setzen haben und vor allem viel zu anfällig für Angriffe sind, schwingt ihr euch in einen angriffsstarken Mecha-Roboter, Arsenal genannt. Diese robotischen Anzüge verfügen neben einer soliden Panzerung über zahlreiche Waffen sowie Flugfähigkeiten, sodass ihr zumindest eine Chance im Kampf gegen die unzähligen feindlich gesinnten Maschinen habt.
Charaktererstellung
Euer Abenteuer startet und endet stets im Hangar, wo ihr verschieden Dinge tun könnt, beispielsweise das Aussehen eurer Spielfigur, also des Outers anzupassen. Die Möglichkeiten gehen zwar nicht so sehr ins Detail wie einem Sims-Game, ihr habt aber dennoch zahlreiche Variablen in der Hand. So kreiert ihr eure Figur durch die freie Auswahl aus verschiedenen Gesichtsformen, Haarformen und -farben, Narben, Kosmetik und weiteren Kategorien. Außerdem sucht ihr euch unter Frau und Mann ein Geschlecht aus und könnt euren Kampfanzug farblich anpassen, nicht zu verwechseln mit dem Arsenal, der ja im Grunde auch ein (überdimensionaler) Kampfanzug ist.
Missionen und Kämpfe
Vom Hangar aus sucht ihr euch zudem Missionen aus, nehmt sie an und stürzt euch ins Gefecht; der Hangar ist daher sozusagen eure Gefechtszentrale, um es einmal mit eine militärischen Begriff zu bezeichnen. Das ist durchaus angebracht, denn mit militärischer Effizienz und Planung geht ihr auch die Missionen an. So geht euer Auftraggeber in einem Briefing vor jedem Einsatz zunächst die wichtigsten Punkte mit euch durch und ordnet die Auftragsziele an, bei Erfolg werdet ihr nach Abschluss der Mission mit Credits belohnt, die ihr wiederum in Arsenal und Outer investieren könnt, dazu später noch mehr.
Bei den Prototyp-Missionen der Demo von Daemon X Machina stürzt ihr euch dann immer mit computergesteuerten kooperativen Mitspielern ins Gefecht, beim fertigen Spiel ist das im lokalen Koop auch mit menschlichen Mitstreitern möglich. Nachdem ihr in der ersten Prototyp-Mission zunächst die Steuerung und grundsätzliche Funktionsweise des Spiels sowie der Gefechte vermittelt bekommt, wendet ihr euer nun erlerntes Wissen in drei weiteren Missionen an. Diese zeigen das Kern-Gameplay des fertigen Spiels und geben euch zugleich schon einen ganz guten Eindruck dessen, was euch später an Missionsvielfalt wohl erwarten wird. Eure Mission besteht beispielweise aus dem Ausschalten bestimmter Gegner, der Verteidigung eines besonders wichtigen Gebäudes, dem Säubern eines Areals oder der Zerstörung eines gigantischen Boss-Gegners.
Quelle: PC Games
Das fertige Spiel wird mehrere gigantische und besonders widerstandsfähige Boss-Gegner beinhalten, einen davon gibt es auch schon in der Demo zu sehen.
Um diese Ziele zu erreichen, müsst ihr kämpfen. Der Arsenal verfügt zu diesem Zweck über die Fähigkeit zu fliegen und zu boosten, dabei müsst ihr auf euren Energieverbrauch achten, die Energie für diese Fähigkeiten regeneriert aber automatisch. Für die Lebensenergie gilt das jedoch nicht, denn diese könnt ihr nur an bestimmten Stellen wieder aufladen. Die Standardwaffe verfügt über unbegrenzte Munition, schießt aber nach einer gewissen Zeit des Dauerfeuers immer langsamer, Raketen hingegen habt ihr grundsätzlich nur begrenzt zur Verfügung; sind sie verbraucht, müsst ihr erst wieder neue einsammeln. Glücklicherweise hinterlassen zerstörte Gegner gelegentlich Raketen sowie auch andere nützliche Gegenstände wie Munition.
Zusätzlich könnt ihr herumliegende Gegenstände wie Autos oder Fässer aufheben und als Wurfgeschoss nutzen. Solange ihr euch im Arsenal befindet, steckt ihr bis zur verbrauchten Lebensenergie einiges an Schaden ein, verlasst ihr den Mecha-Roboter und streift als Outer umher, geht ihr wesentlich schneller KO. Gegner müsst ihr übrigens nicht exakt treffen, um Schaden zuzufügen, neben den automatisch zielenden Raketen genügt es auch bei den anderen Waffen, lediglich in die Nähe der Widersacher zu schießen. Ein weißer Quader umrahmt die Gegner und wird rot, sobald die automatische Anvisierung der Waffe das Gegenüber erfasst hat. Schießt ihr nun, trefft ihr automatisch.
Chaotische Zustände
Die automatische Anvisierung mag zunächst etwas zu sehr hilfreich erscheinen, aber keine Sorge: Daemon X Machina ist trotzdem anspruchsvoll. Wo nämlich diese Automatik das Gameplay erleichtert, wird es durch das Chaos in den Gefechten wieder mehr als wettgemacht. Die Gegner sind nicht nur zahlreich, einige von ihnen sind auch besonders stark, schnell oder groß und ständig taucht eine neue Welle von feindlich gesinnten Maschinen am anderen Ende des zu verteidigenden oder zu säubernden Areals auf. Ganz zu schweigen vom schon in der Demo sehr anspruchsvollen Boss-Gegner der vierten Prototyp-Mission, der den Anspruch der Boss-Gegner im fertigen Spiel schon erahnen lässt.
Quelle: PC Games
Zu Spielbeginn und jederzeit im Labor des Hangars habt ihr die Möglichkeit, eure Spielfigur optisch nach euren Wünschen anzupassen, zum Beispiel die Haarfarbe.
Zu Hektik und einer gewissen Unübersichtlichkeit der Gefechte trägt auch die rockige, schnelle Musik bei, die euch unterbewusst beim Spielen antreibt und wohl den Adrenalin-Grundpegel schon mal erhöht, während die vielen schießwütigen Gegner ihn weiter in die Höhe treiben. In diesem Chaos müsst ihr unbedingt einen kühlen Kopf bewahren, in Kommunikation mit euren Team-Kollegen bleiben und eure Missionsziele stets im Auge behalten und effizient verfolgen. Nur so meistert ihr die Kämpfe mit Bravour und erhaltet am Ende die wohlverdiente Credit-Belohnung.
Das Labor
Die Credits sind nicht nur hart verdient, sie sind auch sehr nützlich. Im Hangar nämlich investiert ihr das Spielgeld im Labor in Outer und Arsenal in Form von Verbesserungen durch Operationen. Das verändert bei manchen Aufbesserungen das Aussehen eurer Spielfigur und steigert beispielsweise Kategorien wie Geschwindigkeit, Ausdauer oder Kampfkraft - alles also wirklich nützlich für die Gefechte! Was ihr mit den Credits abgesehen davon im fertigen Spiel noch so anstellen könnt, ist derzeit noch nicht klar, denn in der Demo-Version des Spiels beschränken sich die Möglichkeiten auf das Labor. Aber auch schon dort könnt ihr einiges an Geld loswerden. Im finalen Daemon X Machina, davon gehen wir aus, investiert ihr die Credits bestimmt auch in weitere Arsenals.
Kluge Technik
Technisch schaut die Demo von Daemon X Machina ziemlich hübsch aus, das dürfte also mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für das fertige Spiel gelten. Der Cel-Shading-Look der Spielwelt erinnert in gewissem Maße an The Legend of Zelda: Breath of the Wild, wenn auch die futuristische Thematik natürlich eine gänzlich andere ist. Es scheint, als wäre Cel-Shading eine gut geeignete Möglichkeit, über die Hardware-Limitationen der Hybrid-Konsole hinaus eine ansprechende Grafik auf den Bildschirm zu zaubern. Auch die Bildwiederholrate der Demo gibt keinen offensichtlichen Grund zur Beanstandung und liegt augenscheinlich konstant bei etwa 30 Bildern pro Sekunde. Natürlich wären 60 FPS schöner, angesichts der vielen Action des Spielgeschehens bei den Gefechten gehen aber auch 30 Bilder pro Sekunden wirklich in Ordnung.
Und bevor die Frage aufkommt oder unbeantwortet bleibt: Daemon X Machina nutzt recht intensiv Unschärfeeffekte in der Umgebung und im Hintergrund, um die niedriger aufgelösten Objekte in der Entfernung etwas zu vertuschen. Das ist eine durchaus gute Methode, um Rechenleistung bei Objekten zu sparen, die ohnehin nicht im Fokus des spielerischen Auges liegen und somit die Bildwiederholrate konstant zu halten. Auch diese Gemeinsamkeit teilt sich Daemon X Machina also mit Zelda: Breath of the Wild, wo diese Technik ebenso zahlreichen Einsatz findet. Mit Marvelous! und First Studio werkeln zwar ganz andere Teams am vom in unseren Breitengraden von Nintendo vertriebenen Actionspiel, möglicherweise haben sich die Entwickler aber vom großen Switch-Release-Game Breath of the Wild inspirieren lassen, was die technische Umsetzung eines dreidimensionalen Spiels mit weitläufigen Arealen auf der Hybrid-Konsole angeht.
Quelle: PC Games
Herumliegende Objekte wie Autos oder Fässer dienen euch im Gefecht als wirkungsstarkes Wurfgeschoss. Besonders nützlich, wenn die Munition alle ist.
Demo speziale
Was gibt es sonst noch Spannendes zu Daemon X Machina in seiner Demo-Fassung zu sagen? Nun, zunächst einmal sei an dieser Stelle noch ausdrücklich erwähnt, dass all das Vorangegangene auf den Spieleindrücken der Demo mit ihren vier Prototyp-Missionen beruht. Producer Kenichiro Tsukuda, bekannt für seine Armored-Core -Serie, hat bei der Vorstellung in der letzten Nintendo Direct vom Februar die Spieler sogar um Feedback zur Demo gebeten, um das Spiel bis zum Release im Sommer 2019 noch weiter zu optimieren. Einige Spieler der Demo-Version erhalten zu diesem Zweck eine E-Mail mit einer kurzen Umfrage.
Das ist einerseits interessant, denn viel Zeit bleibt den Entwicklern ja bis zum Release nicht mehr wirklich, um anhand des Spieler-Feedbacks wirklich grundlegend etwas an der Spielmechanik zu ändern. Immerhin zeigt die Demo, dass sich das Spiel schon in einem beinahe veröffentlichbaren Zustand befindet. Andererseits ist es aber natürlich erfreulich, dass die Spielerschaft ernstgenommen und eingebunden wird. Und vor allem können sich deshalb auch einfach noch Aspekte des Spiels bis zum finalen Release ändern, wenn wohl auch nicht mehr substantiell, ohne eine weitere Verschiebung zu riskieren. Immerhin sollte Daemon X Machina ursprünglich bereits im Frühjahr 2019 erscheinen, nun wurde der Release bereits um eine Jahreszeit nach hinten verschoben.
Quelle: PC Games
Den weißen Quader um einen Gegner herum müsst ihr anvisieren und treffen, um den Widersacher zu erwischen. Genaueres Zielen ist nicht notwendig.
Vielleicht also schrauben die Entwickler noch etwas an der automatischen Anvisierung oder feintunen den Energieverbrauch beim Boosten, die grundsätzlichen Möglichkeiten des Spiels sehen wir dank der Demo aber bereits vor uns. Und was wir bisher zu Gesicht bekommen, finden wir gut, sodass wir derzeit keine ernsthaften Gedanken hegen, dass Daemon X Machina ein schlechtes Spiels werden könnte. In jedem Fall bedient das Spiel auf der Switch einen recht eng zugespitzten Subgenre-Bereich, der auf der Hybrid-Konsole bisher nicht wirklich vertreten ist. Und allein für diese Leistung kann man Daemon X Machina auf Grundlage der Demo durchaus schon mal eine kleine Hand voll Vorschusslorbeeren gönnen.
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