Welcher Partei sollen Spielefans bei der Bundestagswahl ihre Stimme geben? Wir haben den großen Parteien Zocker-Fragen gestellt. Den Anfang macht die CDU - hier die Antworten!
Eines ist klar: Wählen ist wichtig! Deswegen präsentieren wir euch pünktlich zur Bundestagswahl 2009 unser Wahl-Special Cynamite wählt! Wir haben den renommierten deutschen Parteien einen Fragenkatalog zukommen lassen, der sich mit den Themen beschäftigt, die uns interessieren: Videospiele, Internet, Zensur - Was haben die großen Parteien zu diesem Themenfeld zu sagen?
Wir haben den zehn Fragen umfassenden Katalog an die Vertreter der Parteien gesendet: CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke und die im Internet geradezu unübersehbare Piratenpartei haben die Fragen erhalten. Außerdem haben wir den Parteien darüber hinaus noch einzelne, spezielle Fragen zukommen lassen, die über die zehn Fragen hinausgehen.
Quelle: http://www.cdu.de
Heute starten wir unser Wahl-Special mit den Antworten der Christlich-Demokratischen Union:
1. Ist Ihre Partei der Meinung, dass man Videospiele selbst gespielt haben muss, um sie einschätzen zu können?
CDU: Kinder brauchen Aufmerksamkeit. Eltern müssen auf ihre Kinder eingehen – das gilt insbesondere auch für den Umgang mit Medien. Deshalb sollen Jugendliche, Eltern und Lehrer noch stärker über Angebote elektronischer Medien und deren Handhabung informiert sowie ebenfalls für Risiken und Gefahren sensibilisiert werden. Die Alterskennzeichnung von Computerspielen gibt Eltern sinnvolle Hinweise. Zuständig dafür ist die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Von negativen Folgen besonders gefährdet sind Jugendliche, die mit dem Einfluss von Medien in ihren Familien alleine gelassen werden, also die Schwächsten in unserer Gesellschaft.
2. Ist der deutsche Jugendschutz ausreichend?
CDU: Jung zu sein bedeutet, vieles erkunden und ausprobieren zu können. Das ist meistenteils spannend, manchmal aber auch gefährlich. Feste Leitplanken sind wichtig. Deshalb muss der Jugendschutz konsequent angewendet werden. Nur so kann er Kinder und Jugendliche bei der Erkundung elektronischer Medien wirksam vor nachteiligen Auswirkungen auf ihre Entwicklung schützen. Der Jugendschutz muss durch eine frühzeitige und altersgerechte Medienerziehung ergänzt werden.
3. Was sagt Ihre Partei zum Thema Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Videospielen?
4. Was hält Ihre Partei von der Petition gegen ein Verbot von Action-Computerspielen?
5. Wo beginnen für Sie so genannte "Killerspiele"?
CDU: Kinder und Jugendliche müssen möglichst frühzeitig lernen, mit elektronischen Medien sowie mit ihren Chancen und Risiken umzugehen. Rechtliche Regelungen müssen Grenzen aufzeigen, Verbote allein genügen jedoch nicht. Gewaltbeherrschte Spiele, die Mord- und Metzelszenen detailliert darstellen und verherrlichen sowie zu Gewalttätigkeit anstacheln, gehören nicht in die Hände von Kindern. Deshalb sind eine bessere Alterskennzeichnung und eine Klarstellung der Kriterien für eine Altersfreigabe ab 18 Jahren richtig. Bereits heute bietet das Strafrecht Regelungen für das Verbot eines Gewalt verherrlichenden Computerspiels. Killerspiele sind für Jugendliche sowieso verboten. Entscheidend ist, dass die Einhaltung dieser klaren Gesetze kontrolliert wird. Auch der Handel steht in der Pflicht, seiner gesetzlichen Verantwortung gerecht zu werden.
6. Einige unserer Leser sind volljährig und fühlen sich bevormundet, wenn Spiele extra für den deutschen Markt verändert werden müssen – manchmal soweit, dass die ursprüngliche Handlung verloren geht. Wie steht Ihre Partei zu diesem Problem?
CDU: Wer ausländische Autos in Deutschland verkaufen möchte, muss sich auch an die geltenden Grenzwerte halten. Die Regelungen für Computerspiele sind klar. Wer mehr Spieler und damit vor allem auch jüngere Spieler erreichen möchte, muss mit höheren Anforderungen rechnen. Darüber hinaus ist es nicht die Aufgabe der Politik, Menschen vorzuschreiben, welche Computer- und Videospiele sie spielen.
Auf der nächsten Seite geht's weiter!
