Welcher Partei sollen Spielefans bei der Bundestagswahl ihre Stimme geben? Wir haben den großen Parteien Zocker-Fragen gestellt. Den Anfang macht die CDU - hier die Antworten!
10. Bei unseren Lesern entsteht der Eindruck, dass es sich bei den genannten Problemen um einen Generationenkonflikt handelt. Wie sehen Sie das?
CDU: Wir können Kinder nur mit den Medien und nicht gegen die Medien erziehen. Die meisten Jugendlichen kennen sich am Computer besser aus als die Eltern. Die CDU weiß, dass Computerspiele im Alltag der meisten Kinder und Jugendlichen eine besondere Rolle einnehmen. Sie sind gleichsam zu einem Leitmedium geworden. Wir haben seit 2005 die Kultur- und Kreativwirtschaft erstmals zu einem Schwerpunkt gemacht. Dazu gehören auch Computerspiele. Wir nehmen die Hinweise der auch aus der Community ernst, ohne beim Jugendschutz nachzulassen.
Spezielle Fragen an die CDU:
11. Ist Ihrer Partei bewusst, dass für den Fall des Herstellungsverbots gewalthaltiger Videospiele ein renommierter Teil der deutschen Videospielindustrie damit droht, das Land zu verlassen? Ist ein potenzieller Verlust in solch wachstumsstarken Branchen gerade in Zeiten globaler Wirtschaftsprobleme vertretbar?
CDU: Auch Computerspiele sind Kulturgut. Die Debatte um gewaltbeherrschte Computerspiele kann nicht verdecken, dass Spielideen, Grafiken oder filmischen Elemente Ergebnis kreativen Schaffens sind. Wir haben die Kultur- und Kreativwirtschaft seit 2005 entscheidend gefördert. Deutschland bietet kreativen Unternehmen viele Chancen. Mit dem deutschen Computerspielpreis haben wir 2009 ein Zeichen für die Branche gesetzt. Klar ist auch: Schon heute sind im Strafrecht Regelungen für das Verbot eines Gewalt verherrlichenden Computerspiels gibt. Der Jugendschutz ist kein Hindernis, sondern die Grundlage, um im gesamten Medienbereich hochwertige und für die Entwicklung junger Menschen förderliche Angebote viel stärker als bisher zu unterstützen.
12. Wie kommt es, dass Paintball und ähnliche Sportarten verboten werden sollten, während Schützenvereine von der Union nicht thematisiert werden? Haben solche Verbote nicht bloß eine wahltaktische Motivation?
CDU: Wenn das Verletzen oder Töten von Menschen in einem Spiel realitätsnah simuliert wird, ist dies immer besorgniserregend. Paintball/Gotcha halten wir dennoch nicht für zwangläufig verbotswürdig. Ein Verbot ist daher nicht geplant.
13. Im Rahmen des Zugangserschwerungsgesetzes sagte ihr Parteikollege Thomas Strobl aus, man solle in Erwägung ziehen, die Internet-Sperre auch auf gewalthaltige Videospiele auszuweiten. Wie stehen Sie und ihre Partei dazu?
CDU: Für uns ist klar, dass die Sperrmaßnahmen im Rahmen des Gesetzes zur "Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen" auf kinderpornographische Internet-Seiten beschränkt bleiben.
Das komplette Regierungsprogramm der CDU findet ihr hier.
Am 27. September ist Bundestagswahl! Wir gehen wählen, und ihr?
Immer noch unschlüssig? Ein Besuch beim Wahl-O-Mat kann die Entscheidung erleichtern!
Das waren die Aussagen der CDU zu unserem Fragenkatalog zur Bundestagswahl 2009. Was haltet ihr von den Aussagen? Diskutiert in den Kommentaren!
