Der hochgelobte Christopher-Nolan-Film Inception ist endlich in den deutschen Kinos - kann der Film den hohen Erwartungen standhalten? Unsere Expertenrunde klärt euch auf!
Eins steht fest: Für solche Filme wurde das Kino erschaffen. Ein Werk, das durch Bildgewalt, Story-Twists und verschiedene Handlungsebenen den Zuschauer packt, zum Nachdenken animiert und bei dem man das Gefühl hat, danach einfach darüber diskutieren zu müssen. Nicht umsonst war die gesammelte Redaktion noch eine halbe Stunde vor dem Kino gestanden, um die verschiedensten Theorien und Erklärungsversuche auszutauschen.
Schlauer wurden wir dadurch zwar nicht, aber wir fühlten uns definitiv so, wenn wir eins der doch recht zahlreichen Logiklöcher aufgedeckt haben. Denn auch wenn der Film sehr durchdacht wirkt, ein paar Sachen machen eben überhaupt keinen Sinn. Welche das sind, solltet ihr aber selbst herausfinden, denn dieser Film ist ein Muss für jeden, der beim Wort Matrix (Der erste Teil!) nicht in eine Traumwelt flüchtet. Großes Kino.
Empfehlung: Anschauen
Luise Künnemann:
Wenn ich den Namen Leonardo DiCaprio höre, findet in meinem Gehirn noch immer spontan eine Kurzschluss-Reaktion statt - das einzige, woran ich denken kann, ist die kitschige Titanic-Szene zwischen Jack und Rose im Auto … Vielleicht liegt es daran, dass ich zu wenig DiCaprio-Filme von der Sorte Departed: Unter Feinden oder Shutter Island gesehen habe. Dementsprechend waren meine Erwartungen an Inception jedenfalls nicht allzu hoch.
Ich wurde überrascht. Inception kann mich vor allem durch seine Bildgewalt beeindrucken. Ein ständiger Wechsel von Settings fesselt ebenso sehr wie die im Film behandelten Themen Traumwelten und falsche Realität. Vermutlich hat sich keine der am Film beteiligten Personen tatsächlich so viele Gedanken über mögliche Interpretationen der Story gemacht, wie wir als Zuschauer am Ende entwerfen. Oder etwa doch?
Inception lässt sich schwer beschreiben – einerseits ist die Geschichte des Films Klischee-beladen, wie wir es von Ami-Blockbustern kennen. Andererseits ist sie tiefgründig, fordernd und lässt Zuschauer mit der Frage im Kopf zurück: „Was ist eigentlich grade passiert und was um Himmels willen hat es zu bedeuten?“ Und ist das nicht eines der Merkmale, die einen guten Film ausmachen können und sollten?
Empfehlung: Anschauen
Weiter geht's mit unserem Fazit - ist Inception nun großes Kino oder Effekthascherei?
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