Der hochgelobte Christopher-Nolan-Film Inception ist endlich in den deutschen Kinos - kann der Film den hohen Erwartungen standhalten? Unsere Expertenrunde klärt euch auf!
Andreas Szedlak:
Mit dem genialen Trailer und der Hype-Wertung auf IMDB hatten mir DiCaprio und Co. bereits einen Gedanken ins Hirn gepflanzt: "Dieser Film muss etwas ganz Besonderes sein!" Und tatsächlich: Nolans Traumreise überzeugt von der ersten Minute an durch ein enormes Tempo, das einen förmlich in den Kinostuhl presst.
Die außergewöhnliche und komplexe Story kitzelt immer wieder an den grauen Zellen. Wer nicht ständig mitdenkt, hat nur halb so viel Freude am Film. Zumal die Action-Szenen zwar toll inszeniert sind und ob der Bildgewalt für aufgerissene Augen sorgen. Der Ausgang der Schießereien und Verfolgungsjagden ist allerdings stets vorhersehbar, worunter die Spannung merklich leidet - aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.
Am Ende des herausragenden Traumabenteuers bleiben einige Fragen offen und die Sehnsucht nach einem erklärenden zweiten Teil war bei mir selten so groß wie hier. Christopher Nolan bekommt von mir ein ganz dickes Lob für Inception und alle Cynamite-Leser erhalten die eindeutige Empfehlung: Denkt nicht mal im Traum daran, dieses Meisterwerk zu verpassen!
Empfehlung: Anschauen
Trotz der IMDB-Traumwertung von derzeit 9,2/10 habe ich versucht, mit einer realistischen Erwartungshaltung ins Kino zu gehen. Nach Memento, Prestige und The Dark Knight meine ich, Christopher Nolans Stärken sehr gut zu kennen, aber auch seine Schwächen.
Nolan ist ein Meister, wenn es um Verwirrspiele, die Vermischung von Traumwelt und Realität geht. Die leisen Momente bringen andere Regisseure aber emotionaler auf die Leinwand. Damit ist auch schon die größte Schwäche genannt. Das Erzähltempo von Inception ist trotz einer Länge von 148 Minuten sehr hoch.
Die eine oder andere Action-Sequenz hätte ich mir deutlich kürzer gewünscht und dafür mehr über die Hintergründe und Motive der Charaktere abseits der Hauptfigur Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) erfahren, vor allem von Ariadne (Ellen Page).
Bei Story und Bildgewalt läuft Christopher Nolan, der auch das Drehbuch verfasst hat, jedoch zu Höchstform auf. Inception ist intelligenter und spannender als die meisten Hollywood-Streifen der letzten 10 Jahre. Es fällt nicht so leicht, bei den verschiedenen Traumphasen den Überblick zu behalten und das Ende des Films lässt den Zuschauer mit einigen Fragen das Kino verlassen - auch das ist man von Hollywood seit Jahren nicht mehr gewohnt. Mich hat Inception fasziniert und war die 7,90 Euro auf jeden Fall wert.
Empfehlung: Anschauen
Seite 5: Luise und Dominic verraten, was sie von Inception halten!
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