Cursed to Golf im Test: Unterwerft euch dem Golf-Fegefeuer in diesem Rogue-Lite

Test Lukas Egner Sascha Lohmüller
Cursed to Golf im Test: Unterwerft euch dem Golf-Fegefeuer in diesem Rogue-Lite
Quelle: Thunderful Publishing

In Cursed to Golf schlüpft ihr in die Rolle eines verfluchten Golfers, der sich irgendwie einen Weg durch das Fegefeuer des 18-Loch-Kurses bahnen muss. Trotz der absurden Prämisse ist dabei ein höllisch gutes Rogue-Lite herausgekommen, das aber nichts für frustempfindliche Spieler ist.

Gerade noch bahnt sich der junge Golf-Champion den Weg zum finalen Loch. Das internationale Golf-Turnier verspricht Ruhm und Reichtum. Und der kleine Knirps mit dem Golfschläger in der Hand hat es bislang mit allen Profis aufnehmen können. Mit schwitzigen Händen steht er vor dem 18. und somit finalen Loch. Er setzt gerade zum Putt (finaler Schlag) an, als ihn aus heiterem Himmel der Blitz trifft. Und kurz darauf erscheint auch noch ein gruseliges Gespenst, eingekleidet in ein Schotten-Outfit, das den armen Knirps im Golf-Jenseits begrüßt.

Von nun an liegt es an uns Spielern, den Knirps wieder aus diesem nie enden wollenden Fegefeuer zu befreien. Was wir dafür machen müssen? Eigentlich nur eine Partie Golf spielen und alle 18 Löcher abschließen. Das klingt nicht so schwierig, Cursed to Golf für PC, PS5, PS4, Nintendo Switch, Xbox Series und Xbox One, das am 18. August 2022 erschienen ist, hat es durch seine Rogue-Lite-Mechaniken aber in sich. Im Test findet ihr heraus, ob sich das Geld für das teuflische Golf-Turnier lohnt oder das Spiel viel eher in der Hölle schmoren sollte.

Das Fegefeuer hat es in sich

Zuerst den Driver anlegen, im 120°-Winkel die Flugbahn bestimmen und dann schlagen: Der Ball landet gerade noch im Fairway, fast hätten wir ihn irgendwie aus dem Rough befreien müssen. Jetzt heißt es, mit dem Wedge den kleinen Rest bis zum Loch zu bewältigen. Auch hier gilt wieder: ansetzen, den richtigen Winkel erwischen und schlagen. Wir kommen uns wie die Pixel-Version von Tiger Woods vor, als wir den Golfball endlich im Loch versenken.
In unserer Zeit mit Cursed to Golf haben wir so gut wie alle Ausdrücke, Arten von Schlägern und Golfplatzarten, die es in der gerne als Zeitvertreib für Reiche verschrienen Sportart gibt, kennengelernt. Schließlich sind wir verdammt dazu, im Reich des Teufels Golf zu spielen. Und das hat es in sich: Cursed to Golf ist bockschwer! Ihr müsst 18 Löcher in der infernalen Variante des beliebten Rasensports bewältigen, jedes einzelne schwerer als das andere.
Der Schotte, Wächter über den ersten von vier Golf-Parcours begrüßt uns nach unserem Sturz in die Hölle.<br> &nbsp; Quelle: PC Games Der Schotte, Wächter über den ersten von vier Golf-Parcours begrüßt uns nach unserem Sturz in die Hölle.
 
Nach vier "normalen" Levels treten wir vor jeder neuen Welt gegen einen der Bossgegner an, die es alle in sich haben. Sie sind nicht nur kreativ gestaltet und sind als Abschluss einer Welt das klare Highlight. Nein, sie haben auch alle ihre eigenen Kniffe, können das Level verschieben und umgestalten oder uns das Leben mit Flüchen - verzeiht das Wortspiel - zur Hölle machen.

Und das Beste - oder Schlimmste, je nach Perspektive - kommt natürlich zum Schluss: Wenn wir mal keine Rest-Schläge mehr übrig haben, sterben wir. Allerdings werden wir nicht an den Anfang des Levels zurückgesetzt. Das wäre ja zu einfach. Nein, wir fangen noch mal von vorn an. Ganz von vorn. Dadurch lässt sich Cursed to Golf klar im Genre der Rogue-Lites verorten. Im Genre der verdammt guten und kreativen Side-Scrolling-Golf-Rogue-Lites mit Fegefeuer-Thematik.

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