Cronos: The New Dawn im Test: Fordernde Kämpfe, begrenztes Inventar und Ressourcen und die Essenz der Menschheit

Test Vivien Ziermann
Cronos: The New Dawn im Test: Fordernde Kämpfe, begrenztes Inventar und Ressourcen und die Essenz der Menschheit
Quelle: Bloober Team

Die Entwickler des Silent Hill 2 Remakes sind zurück und wollen mit ihrem neuen Horror-Hit die Fans begeistern. Ob Cronos: The New Dawn an diesen Erfolg anknüpfen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Fordernde Kämpfe und begrenzte Ressourcen verlangen gute Vorbereitung

Um uns gegen die infizierten Kreaturen zu verteidigen, bekommen wir zunächst nur einen Revolver mit einigen Kugeln zur Verfügung gestellt. Damit können wir uns wahlweise mit normalen oder aufgeladenen Schüssen zur Wehr setzen. Zu Beginn des Spiels macht die Waffe allerdings verhältnismäßig wenig Schaden, weshalb wir die ohnehin stark begrenzte Munition stets gut im Auge behalten müssen.

Im Laufe der Geschichte finden wir allerdings weitere Waffen, um unser Arsenal zu erweitern, sowie Fackeln und Brandbomben, um unsere Gegner in Brand zu stecken. Außerdem lassen sich alle Waffen und Ausrüstungen an Werkbänken verbessern, die überall im Spiel zu finden sind. Damit können wir nicht nur den Schaden und die Magazinkapazität der Waffen erhöhen, sondern auch unsere Verteidigung verbessern und mehr Inventarplätze freischalten.

Im Kampf können wir flüssig zwischen bis zu vier ausgerüsteten Waffen wechseln und damit auf unsere Gegner einballern, solange die Munition reicht. Fackeln und Brandbomben können die Kreaturen für kurze Zeit betäuben, sodass uns etwas mehr Zeit bleibt, um nachzuladen, zu heilen oder uns in eine bessere Position zu begeben.

Zudem sind die Fackeln äußerst nützlich, um herumliegende Kadaver zu verbrennen. Geschieht dies nicht, ist es möglich, dass sich andere Kreaturen mit den Toten verschmelzen und so zu einem größeren, schnelleren und vor allem gefährlicheren Gegner mutieren, der deutlich schwerer zu bewältigen ist. Außerdem übernehmen sie alle Eigenschaften der Toten, mit denen sie verschmelzen, wie beispielsweise die Fähigkeit, Säure zu spucken.

Der Reisende aus Cronos steht vor einem zerstörten Hochaus, in dem sich ein Zeitriss befindet. Quelle: PC Games In den Gebäuden der Stadt können wir wertvollen Loot finden oder sogar Zeitrisse. Allerdings lauern dort auch jede Menge Gefahren. Die Kämpfe sind herausfordernd, aber fair gestaltet, und auch die vereinzelten Bossgegner in jedem Gebiet sind mit einem angenehmen Schwierigkeitsgrad zu bewältigen. Zwar kommt es vor, dass mehr als ein Versuch gebraucht wird, doch können wir uns beim zweiten Mal mit unserem stark begrenzten Inventar besser auf das vorbereiten, was kommt.

Allerdings nehmen besonders die Kämpfe gegen die kleinen Gegner einen viel zu großen Anteil im Spiel ein, sodass es sich weniger nach Horror-Survival als nach einem Horror-Shooter anfühlt. Nach jeder zweiten Abzweigung heißt es draufhalten und losballern. Auch wenn die Ressourcen sehr knapp bemessen sind, verringern die vielen actiongeladenen Kämpfe die Beklommenheit und Horror-Atmosphäre und führen zu einer gewissen Apathie.

Zumal sich das Kämpfen auf Schießen, besser positionieren und erneut schießen beschränkt. Das bietet wenig Abwechslung und ist während der Erkundung auf Dauer eher ermüdend. Zwar haben wir auch die Möglichkeit, uns im Nahkampf mit Schlägen oder Tritten zu verteidigen, da diese Aktionen aber sehr wenig Schaden anrichten, sollten sie lediglich als letzter Ausweg dienen.

Essenzen der Menschheit

Als Mitarbeiter des Kollektivs ist es unser oberstes Ziel, unserer Bestimmung zu folgen. Demnach begeben wir uns in der Postapokalypse auf die Suche nach Zeitrissen, um wichtige Menschen aus der Vergangenheit zu finden, ihre Essenz aufzunehmen und sie als einen Teil der Kollektive aufsteigen zu lassen. Zudem haben diese Personen wichtige Informationen über den Ausbruch und Verlauf des Wandels.

Schnell haben wir ein weiteres Ziel: dem Ursprung dieser mysteriösen Krankheit auf den Grund zu gehen. Dazu führen wir Gespräche mit den gesammelten Essenzen, die uns nicht nur interessante Fakten, sondern auch die nächste Zielperson verraten und uns auf unserer Reise durch die Postapokalypse begleiten.

  1. Seite 1 Cronos: The New Dawn im Test: Ist den Machern des Silent Hill 2 Remakes erneut ein Horror-Hit gelungen?
  2. Seite 2 Cronos: The New Dawn im Test: Beeindruckende Atmosphäre durch das Spiel mit Licht und Dunkelheit
  3. Seite 3 Cronos: The New Dawn im Test: Fordernde Kämpfe, begrenztes Inventar und Ressourcen und die Essenz der Menschheit
  4. Seite 4 Cronos: The New Dawn im Test: Technik und Sounddesign, Fazit und Wertung
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