Corsair Cove in der Vorschau: Klasse City-Builder, schlechtes Piraten-Spiel?
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Corsair Cove hat mich mit dem City-Builder-Aspekt voll überzeugt, bei den Schiffen sieht das aber etwas anders aus.
Jedes Schiff benötigt eine Crew und einen Kapitän. Hat man die gesammelt, sticht man - überraschenderweise völlig ohne Zitronen - in See, um mit anderen Mächten zu verhandeln, Quests abzuschließen und gegnerische Schiffe zu versenken.
Hier kommt das zweite System ins Spiel, denn neben einem City-Builder möchte Corsair Cove auch noch eine Art Strategiespiel mit rundenbasierten Kämpfen sein. Fordert man ein Schiff zum Kampf heraus, öffnet sich ein separates Interface mit einem hübsch animierten Hintergrundbild.
In diesem Artikel
Corsair Cove ist nicht nur ein City-Builder, sondern auch ein Strategiespiel
Die Schiffe haben drei verschiedene Ressourcen: Lebenspunkte, Besatzung und Vorräte. Im Kampf wählt man dann verschiedene Fähigkeiten aus. Man verursacht etwa Schaden an den Lebenspunkten und schützt gleichzeitig seine Besatzung. Wie viel Schaden man genau verursacht, wird jedes Mal ausgewürfelt und die Anzahl der eigenen Würfel lässt sich ebenfalls durch bestimmte Fähigkeiten erhöhen.
Quelle: PC Games
Die rundenbasierten Kämpfe des Spiels konnten mich in der Demo noch nicht überzeugen.
Die Kapitänin Scarlet hat etwa einen besonderen Skill, durch den sie für den Rest des Kampfes einen weiteren Würfel erhält. Je nachdem, welches Ziel man gerade verfolgt, sollte man dafür also auch den passenden Seefahrer losschicken.
Neben den Schlachten auf offenem Meer oder bestimmten Events kommt das System übrigens auch bei der Hauptkampagne zum Einsatz. Um das Spiel zu gewinnen, muss man vier größere Queststränge abschließen. Da legt man etwa auf einer Insel an, um ein kostbares Schmuckstück zu finden, was ebenfalls über das Combat-UI passiert. Das gleiche Würfelprinzip wird also nicht nur für Kämpfe genutzt, sondern auch für Fortschritt in Expeditionsereignissen.
An den Kämpfen aus Corsair Cove könnten die Entwickler noch schrauben
Ich bin mit dem System leider nicht allzu warm geworden. Viel strategische Tiefe steckte in der Demo nämlich nicht drin, und obwohl die Hintergrundbilder durchaus schick sind, reißen sie einen irgendwie aus der Welt heraus. Im Vergleich zum Aufbau-Part fällt die Seefahrt in der Demo also spürbar ab. Sie liefert zwar Abwechslung, wirkt aber deutlich stärker abstrahiert als der restliche Aufbau-Part.
Arrrrg schade ist auch, dass man die Schiffe nicht wirklich selbst kontrollieren kann. Stattdessen steuern die lediglich bestimmte Event-Orte, andere Inseln, einen nahegelegenen Hafen oder natürlich feindliche Schiffe an. Man kann also nicht einfach auf Erkundungstour gehen - gerade bei einem Piratenspiel hätte ich mir mehr freie Erkundung auf See gewünscht.
Nach ein paar Stunden war die Demo auch schon vorbei. Der vollständige Release soll noch wesentlich mehr Quests, eine größere Karte, allerlei weitere Gebäude und viele andere Dinge beinhalten. City-Builder-Fans dürfte das auf jeden Fall freuen, da der Umfang der Demo für mich bereits groß genug war, um gegen Ende völlig die Kontrolle über meine kleine Siedlung zu verlieren.
Lediglich dem Schiffssystem stehe ich im Moment noch zwiegespalten gegenüber. Das Kampfsystem ist zwar eine recht drollige Idee, der Fokus des Spiels liegt jedoch ganz klar auf dem Aufbau-Aspekt. Die Schiffskämpfe wirken bisher eher wie eine kleine Dreingabe.
Ich kann mir daher gut vorstellen, dass es irgendwann ein wenig nervig wird, ständig in die Combat-Passagen geworfen zu werden; zumindest in der Demoversion war das aber noch nicht der Fall. Wenn ihr Corsair Cove selbst ausprobieren wollt, dann könnt ihr euch die Demo des Spiels ab dem 28. Mai 2026 auf Steam herunterladen. Für den Release sagen wir schon einmal wie das Pferd zum grasigen Snack: Ah, Heu - und gute Fahrt!
