Im fünften Conflict-Ableger gehen Sie paarweise auf Achse! Ist Denied Ops etwa ein Taktik-Shooter? Mitnichten!
Dumm und Dümmer
Ziemlich problembehaftet ist dagegen die KI. Während die Teamkollegen noch einigermaßen nachvollziehbar agieren (bis auf das gelegentliche, mitunter tödlich endende Vorstürmen), kann die Gegner-KI nur als mittelschweres Desaster bezeichnet werden. Decken etwa scheint für die Pixel-Terroristen lediglich ein abstrakter Begriff aus dem Tierreich zu sein. Dadurch verkommen sie zu reinen Schießbudenfiguren, die uns lediglich gefährlich werden, sobald sie in Überzahl sind und entsprechend schwer bewaffnet auftreten. Den Vogel aber schießt ein besonders dämlicher Scherge ab, der explodierende Fässer mit „Hier scheint alles ruhig ...“ kommentiert. Eieiei, liebe Entwickler von Pivotal, so etwas geht heutzutage besser!
Glauben Sie jetzt aber nicht, dass Conflict: Denied Ops deswegen ein Kinderspiel wäre! Im Gegenteil: Der Schwierigkeitsgrad ist dank gut gepanzerter Gegner und so mancher unfairer Stelle nicht von schlechten Eltern und sorgt für derbe Frustmomente.
Krachmacher
Für die Balancing- und KI-Mängel entschädigt immerhin die herrlich brachiale Inszenierung. Da explodieren hüben zahlreiche Benzinkanister, während drüben ganze Gebäude in Schutt und Asche zerfallen. Da wir mitunter sogar am Steuer eines Panzers sitzen, können wir es ebenfalls ordentlich krachen lassen. Grafisch wird die Zerstörungswut durchaus solide präsentiert, einen Innovationspreis verdienen die Entwickler aber nicht, denn es gibt einfach zu viele detailarme Texturen.
