Conan Exiles in der Vorschau: Kampfsystem und neue Gebiete

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Conan Exiles in der Vorschau: Kampfsystem und neue Gebiete
Quelle: Funcom

Endlich Schluss mit ödem Mausgeklicke: Die Macher von Conan Exiles überarbeiten kurz vor dem finalen Release des Spiels das Kampfsystem komplett. Wir haben die Entwickler in Oslo besucht und dabei auch einen Blick auf die beiden neuen Gebiete geworfen und uns die Purge-Mechanik erklären lassen. Außerdem blicken wir zurück, was sich in den letzten Monaten im Survival-MMO so alles getan hat.

Das basiert nun auf Kombos und erinnert an die Dark Souls-Reihe. Mit der linken Maustaste löst ihr eine leichte Attacke aus, mit der rechten eine schwere, geblockt und ausgewichen wird per Tastendruck. All das geht jedoch zu Lasten eurer Ausdauer, so dass ihr nicht wild auf euren Gegner zustürmen solltet, sondern taktisch vorgehen müsst. In der Praxis spielte sich dieses neue Kampfsystem auch schon sehr flott, wenn auch hin und wieder durch die nach wie vor nicht optimale Kollisonsabfrage etwas hakelig. Hinzu kommt, dass verschiedene Waffengattungen auch mit unterschiedlichen Spezial-Boni versehen sind. Wer etwa zwei Dolche nutzt, verpasst dem Gegner einen stapelbaren Blutungseffekt und trippelt als Ausweich-Manöver nicht nur einen Schritt nach hinten, sondern vollführt gleich einen schicken Rückwärtssalto. Dafür richtet eine normale Attacke deutlich weniger Schaden an als etwa ein Schlag mit einem Zweihand-Hammer. Der wiederum bringt die Gegner nicht zum Bluten, aber stößt sie eventuell zu Boden. Und Blocken kann natürlich nur der effektiv, der eine Einhandwaffe samt Schild führt.

Dadurch lassen sich die Kämpfe nun auch viel einfacher an persönliche Vorlieben anpassen. Am Balancing müssen die Entwickler derweil bis zum Release noch schrauben: Gerade zu Spielbeginn ist der Blutungseffekt eines Dolch-Angriffs lächerlich stark. Ein, zwei Schläge langen meist schon, um sein Gegenüber ausbluten zu lassen - ein Todesurteil, solang man noch keine Heiltränke brauen kann. Alles in allem kann sich das neue Kampfsystem aber sehen lassen, gerade im Vergleich zu den Dauerklick-Orgien des alten Systems ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Conan Exiles Quelle: Funcom Das neue kombobasierte Kampfsystem erinnert an Dark Souls, ohne natürlich dessen taktische Tiefe zu erreichen. Wir werden die Dauerklick-Orgien nicht vermissen. Derketo ist der sechste Avatar, der seinen Weg ins Spiel findet. Die Göttin der Lust ist halb Frau, halb Untoter und kann mit ihrem Pesthauch Verbündete heilen und Gegner schädigen. Quelle: Funcom Derketo ist der sechste Avatar, der seinen Weg ins Spiel findet. Die Göttin der Lust ist halb Frau, halb Untoter und kann mit ihrem Pesthauch Verbündete heilen und Gegner schädigen.

Avatar, Teil 6

Der zweite Teil unserer Anspiel-Session führte uns dann in eines der neuen Gebiete: den Sumpf. Hier stand erst einmal eine ausgiebige Belagerungsschlacht gegen ein zweites Team an. Daran hat sich logischerweise nicht allzu viel geändert. Das Abfeuern von Katapulten, das Werfen von Bomben und das ausdauernde Suchen einer Schwachstelle im Mauerwerk des Gegners ist nach wie vor ein Heidenspaß. Die Duelle gegen andere Spieler aber steuern sich aufgrund der bereits erwähnten eigenwilligen Kollisionsabfrage und des nicht immer fluffigen Net-Codes auch trotz des neuen Kampfsystems nach wie vor irgendwie unrund. Es ist zwar äußerst befriedigend, einen Gegner durch geschicktes Blocken oder Ausweichen auszukontern und letztendlich zu besiegen, wenn dann jedoch kurz darauf aus dem Nirgendwo jemand in unseren Rücken ruckelt und uns mit zwei Schlägen hinrichtet, ist das eher semi-schön. Wie dem auch sei: Im Zuge der Belagerung konnten wir auch einen Blick auf den neuen Avatar werfen. Wie schon die fünf bisher bekannten Götter Mitra, Set, Chrom, Yog und Ymir ist auch Derketo eine alte Bekannte im Conan-Universum. Die Göttin der Lust und Dienerin von Set besteht zu einer Hälfte aus einem hübschen Frauenkörper, zur anderen aus verwesendem Untoten. Und wie alle Avatare macht sie aus Basen in Sekundenschnelle Rollsplit. Ihre Spezialattacke ist eine Art Pesthauch, der Gegner schädigt, Verbündete jedoch heilt - praktisch wie eindrucksvoll.

Ab in den Dschungel

Nach der Schlacht hatten wir dann endlich auch die Möglichkeit, den Sumpf auf eigene Faust zu erkunden. Das Gebiet erstreckt sich im Osten der bisher bekannten Spielwelt und dürfte ein wenig kleiner ausfallen als die Anfangswüste oder der eisige Norden. Nichtsdestotrotz gibt es hier jede Menge zu entdecken, neben einem neuen Dungeon - den wir zwar gefunden haben, aber noch nicht betreten durften - beispielsweise auch ein weiteres Piratenschiff an der Küste.

Diese insektenartigen Halbhumanoiden bevölkern den neuen Sumpf. Sie besitzen sogar eine eigene Ruinenstadt, die wir leider noch nicht erkunden konnten. Quelle: Funcom Diese insektenartigen Halbhumanoiden bevölkern den neuen Sumpf. Sie besitzen sogar eine eigene Ruinenstadt, die wir leider noch nicht erkunden konnten. Bevölkert wird der Sumpf, neben Menschen in diversen Lagern, vor allem von monströsen Reptilien, einer Rasse riesiger Gottesanbeter-Insekten und Menschenaffen. Letztere trefft ihr etwa zuhauf in der alten Ruinenstadt an, in der ihr auch den Dungeon findet. Wir tippen also einfach mal, dass es auch in den Katakomben von King Kongs und Bubbles' Verwandten wimmelt. Leveltechnisch richtet sich die Dschungellandschaft übrigens an Spieler im mittleren Stufenbereich. Mit unseren vorgefertigten 40er-Charakteren räumten wir so das Piratenschiff noch relativ mühelos leer, die Affen vor dem Dungeon stellten uns aber schon im Duo vor das ein oder andere Problem. Äußerst begrüßenswert, nachdem sich ja das Frozen-North-Add-on vor allem an höherstufige Spieler richtete.

Für ebendiese Klientel ist ja dann auch noch das zweite neue Gebiet in der Release-Fassung an Bord: der Vulkan. Selbst austesten konnten wir das wiederum im hohen Norden befindliche Areal zwar noch nicht, schauten aber einem Entwickler über die Schulter, der uns den Anfangsbereich zeigte. Der Vulkan dient als Heimat für ein Volk aus Schlangenmenschen und beherbergt neben einem weiteren Dungeon auch noch die sogenannte "Serpent Forge", an der ihr das neue, ebenfalls im Vulkan auffindbare Metall Obsidian zu Waffen und Rüstungen verarbeitet. Wer jedoch noch nicht die Maximalstufe 60 erreicht hat, braucht es hier wohl gar nicht erst versuchen, denn das Gebiet ist als neues Endgame gedacht.
Der feurige Vulkan im Norden der Spielwelt stellt die neue Endgame-Zone dar. Hier locken hochstufige Gegner, ein Dungeon und neue Crafting-Erzeugnisse.  Quelle: Funcom Der feurige Vulkan im Norden der Spielwelt stellt die neue Endgame-Zone dar. Hier locken hochstufige Gegner, ein Dungeon und neue Crafting-Erzeugnisse.  Wer seine Basis künftig in der Nähe hochstufiger Gegner errichtet, muss sich bei der Purge nicht wundern, wenn sie mal vorbeischauen. Quelle: Funcom Wer seine Basis künftig in der Nähe hochstufiger Gegner errichtet, muss sich bei der Purge nicht wundern, wenn sie mal vorbeischauen.

Vorsicht, Invasoren!

Ein letztes großes Launch-Feature hatten die Entwickler danach auch noch in petto: die schon länger herumgeisternde "Purge". Dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein großangelegter Angriff einer NPC-Armee auf eure Basis, ähnlich wie die Invasionen auf eure Garnison im letzten WoW-Add-on. Wenn euer trautes Daheim für eine Attacke auserkoren wurde, erhaltet ihr eine Nachricht und habt noch eine kurze Vorbereitungs-Phase, in der ihr eure Verteidigung organisieren könnt. Sprich: bewaffnete Sklaven verteilen, vielleicht noch einen weiteren Perimeter aus Mauern errichten und gegebenenfalls euren Clan zusammenrufen. Die Art der Angreifer hängt dabei von der Position eurer Basis ab: Wer hoch im Norden siedelt, wird im ungünstigsten Fall von übellaunigen Eisriesen attackiert, weiter im Süden reibt sich vielleicht nur ein Rudel Hyänen an eurem Gartenzaun.

So oder so: Die Purge ist vor allem für reine PvE-Spieler eine schöne neue Herausforderung, die Chance angegriffen zu werden, steigt dabei mit jeder Aktion in der Spielwelt. Wer also fleißig killt und Burgen baut, läuft eher Gefahr, zur Zielscheibe zu werden, als jemand, der eine Blockhütte hat und den ganzen Tag angelt. Und wem dieses Feature so ganz und gar nicht passt, weil er einfach nur pazifistisch vor sich hinsiedeln will, kann die Purge in den Servereinstellungen sicherlich auch wieder deaktiveren. Apropos Pazifismus: Ein letztes Mini-Feature haben wir auch noch. Falls ihr euch schon immer schlecht gefühlt habt, Sklaven für eure Dienste zu rekrutieren, könnt ihr aufatmen. Denn künftig sollen sich Bedienstete euch auch freiwillig anschließen können, etwa wenn ihr sie vor einer Gefahr rettet. Wie schön.

Meinung

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