Conan Exiles in der Vorschau: Neues Kampfsystem, neue Gebiete

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Conan Exiles in der Vorschau: Neues Kampfsystem, neue Gebiete
Quelle: Funcom

Endlich Schluss mit ödem Mausgeklicke: Die Macher von Conan Exiles überarbeiten kurz vor dem finalen Release des Spiels das Kampfsystem komplett. Wir haben die Entwickler in Oslo besucht und dabei auch einen Blick auf die beiden neuen Gebiete geworfen und uns die Purge-Mechanik erklären lassen. Außerdem blicken wir zurück, was sich in den letzten Monaten im Survival-MMO so alles getan hat.

Seit wir einen letzten ausführlichen Blick auf Conan Exiles (jetzt kaufen / 35,99 € ) warfen, ist schon jede Menge Zeit ins Land gezogen und unzählige Ausgestoßene haben sich in den rauen Landen eine neue Heimat gesucht - oder sind an der erstbesten Hyäne an irgendeinem Wasserloch verendet. Damals, zum Early-Access-Start Ende Januar 2017, war das actionreiche Crafting- und Survival-MMO zwar äußerst vielversprechend, aber auch noch arm an Inhalten und in vielerlei Hinsicht unfertig - ein typischer Early-Access-Titel eben. Diese Phase neigt sich nun jedoch dem Ende zu, denn am 8. Mai 2018 soll es soweit sein: Conan Exiles erscheint offiziell in der hoffentlich komplett fertigen Version. Und das nicht nur für PC und Xbox One, auf denen das Spiel bereits in der Pre-Release-Fassung erhältlich ist, sondern auch für PS4. Grund genug, noch einmal die Entwicklungen der letzten Monate Revue passieren zu lassen und den Entwicklern bei einem Besuch in Oslo hinsichtlich der letzten noch fehlenden Features auf den Zahn zu fühlen.

Winterurlaub

Die wohl wichtigste Neuerung seit dem Early-Access-Start dürfte die Frozen-North-Expansion gewesen sein. Dieses kostenlose Update erweiterte die Spielwelt um ein nordisch angehauchtes Tundra- und Schnee-Gebiet, das sich vor allem an hochstufige Spieler richtet, aufgrund des raren Sternenmetalls aber die beschwerliche Reise wert ist. Hier trefft ihr anders als in den Wüsten- und Oasen-Gegenden des Urspiels nicht auf Krokodile, Elefanten, Riesenskorpione und Spinnen, sondern eben auf Untote und Eisriesen. Zudem ist der gefrorene Norden nicht gerade klein: Um ganze 100 % vergrößerte sich die besiedel- und erkundbare Spielwelt mit dem Add-on.
Menschenaffen wie diese Gorillas bevölkern einen großen Teil des Sumpf-Dschungel-Gebietes und stellen mittelstufige Spieler im Duo schon mal vor größere Probleme. Wahrscheinlich trefft ihr auch im neuen Dungeon auf die haarigen Entferntverwandten. Quelle: Funcom Menschenaffen wie diese Gorillas bevölkern einen großen Teil des Sumpf-Dschungel-Gebietes und stellen mittelstufige Spieler im Duo schon mal vor größere Probleme. Wahrscheinlich trefft ihr auch im neuen Dungeon auf die haarigen Entferntverwandten.

Apropos Erkunden: Für all jene unter euch, die Kämpfen und Siedeln nicht allzu viel abgewinnen können, bieten sich seit geraumer Zeit deutlich mehr Beschäftigungsmöglichkeiten als noch zu Beginn. Beispielsweise findet ihr überall in der Welt nun Landschaftsmarker, die bei Erstkontakt einen satten Erfahrungsbonus abwerfen. Wer also flink zu Fuß unterwegs ist, kann seinen Charakter auch recht zügig dadurch hochzüchten, indem er einfach die weitläufige Spielwelt erkundet. Eine zweite Neuerung hilft dabei ebenfalls: Dank eines Freeclimbing-Systems stellen Abhänge, Ruinen, Felsen, kleinere Hügel und dergleichen nun kein unüberwindbares Hindernis mehr dar. Eure Ausdauer setzt der Kraxelei allerdings ihre Grenzen, so dass das Ganze nie ausartet. Wer Zelda: Breath of the Wild gespielt hat, weiß ungefähr, wie er sich das Klettersystem vorzustellen hat. Keine zufällige Ähnlichkeit übrigens - wie uns die Entwickler verrieten, spielten sie tatsächlich eines Tages im Büro das neue Zelda und waren sofort der Meinung: "Hey, dieses Klettern müssen wir sofort auch bei uns einbauen." Auf jeden Fall ist die so hinzugewonnene Bewegungsfreiheit ein wahrer Segen - sofern euer Exilant nicht in einem der seltenen Fälle anfängt, auf einem kieselsteingroßen Felsen herumzurutschen statt einfach drüber zu laufen.

Eine der besten Änderungen der letzten Monate war das Klettersystem, das an Zelda: Breath of the Wild erinnert – nie war das Erkunden der Spielwelt bequemer.  Quelle: Funcom Eine der besten Änderungen der letzten Monate war das Klettersystem, das an Zelda: Breath of the Wild erinnert – nie war das Erkunden der Spielwelt bequemer. 

Frisches Futter für Handwerker

Auch auf das zweite große Standbein von Conan Exiles - das Crafting - hat das Klettersystem eine enorme Auswirkung. Reichte es früher auf PvP-Servern noch, einfach auf einem großen Felsen oder an einer anderen schwer zugänglichen Stelle zu siedeln und dann Treppen oder Brücken hinter sich einzureißen, um eine fast uneinnehmbare Festung zu errichten, so müsst ihr nun auch wackere Bergsteiger berücksichtigen, die sich womöglich über irgendeine Felswand Zutritt verschaffen. Um dem entgegenzuwirken, stellt ihr daher nun auch handliche Stacheln her, mit denen ihr die Ränder eurer Basis vor allzu eifrigen Klettermaxen schützt. Überhaupt sind seit Early-Access-Start noch jede Menge weitere Rezepte hinzugekommen, sowohl für Gebäude selber als auch für die Innenausstattung oder die Ausrüstung eures Helden. Mittlerweile steht der Zähler bei rund 900 Rezepten - Tendenz steigend.

Bei dieser Gelegenheit verrieten uns die Entwickler dann auch gleich, dass das lange gewünschte und schon länger angekündete Landwirtschaftssystem nun seinen Weg ins Spiel finden wird. Ob wir dabei richtige Felder bewirtschaften und Bäume pflanzen dürfen, oder uns eher auf ausgesuchte Kübelpflanzen beschränken, muss sich allerdings noch zeigen. Tierhaltung ist allerdings wohl nicht möglich und - soviel sei an dieser Stelle schon mal verraten - die eigentlich für den Release geplanten Reittiere wurden von den Entwicklern mittlerweile ersatzlos gestrichen. Schade drum.

Von Waffen und Taktik

Doch genug von der Vergangenheit und Gegenwart - kommen wir zu den Inhalten, die bis zum Release noch implementiert werden sollen und die wir in Oslo bei den Entwicklern erstmalig selbst austesten durften. Bevor wir uns jedoch mit den beiden neuen Gebieten - ein Vulkan und eine Dschungel-Sumpf-Landschaft - befassen konnten, spendierten die Macher von Funcom jedem Anwesenden einen Auffrischungskurs: als nackter Stufe-1-Charakter im altbekannten Anfangsgebiet. Halb so schlimm allerdings, denn dank beschleunigtem Erfahrungspunktegewinn konnten wir uns so mit den allerneuesten Rezepten auseinandersetzen und uns schonmal im Gefecht gegen vergleichsweise harmlose Hyänen und Krokodile mit dem neuen Kampfsystem vertraut machen.

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