Company of Heroes 3 in der Vorschau: Mit dem Afrikakorps durch die Wüste

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Company of Heroes 3 in der Vorschau: Mit dem Afrikakorps durch die Wüste
Quelle: Sega

Einige Monate vor Release hatten wir die Gelegenheit auf Einladung von Relic Entertainment und SEGA die aktuelle Version von Company of Heroes 3 anzuspielen. Dabei konnten wir erstmals auch eine Schlacht im Nordafrika-Feldzug schlagen und uns mit den Truppen des deutschen Afrikakorps vertraut machen.

Fast zehn Jahre liegt der Release von Company of Heroes 2 zurück. Die Entwickler von Relic Entertainment haben es jedoch nicht eilig mit der Veröffentlichung eines Nachfolgers. Erst im Oktober wurde der eigentlich für dieses Jahr angesetzte Termin für Company of Heroes 3 auf den 23. Februar 2023 verschoben. Sorgfältige Arbeit ist für das Team eine wichtige Säule der Entwicklung. Das leben die Macher inzwischen bereits seit fünf Jahren vor. Als die Arbeit am Spiel 2017 begann, verfolgte man von Anfang an eine "Player's First"-Strategie. Über einen noch im selben Jahr gegründeten Community-Rat waren die Fans schon früh in die Prozesse der Entwicklung eingebunden, mehr als 50.000 Spieler wurden zur Zukunft der Marke befragt.

Diese enge Zusammenarbeit führte im Sommer 2021 zur ersten spielbaren Pre-Alpha. Unsere Eindrücke davon lest ihr in der Vorschau von damals. Seitdem ist ein weiteres Jahr Feinschliff dazugekommen. Um uns einige Monate vor Release auf den aktuellen Stand zu bringen, haben uns die Entwickler von Relic und Publisher Sega zu einem Vorschau-Event eingeladen, bei dem wir Stunden mit Company of Heroes 3 (jetzt kaufen 22,30 € / 18,93 € ) verbrachten. Neben der bereits bekannten dynamischen Italien-Kampagne warfen wir dabei erstmals einen Blick auf die Nordafrika-Kampagne.

Mehr von allem

Bevor wir jedoch selbst Hand anlegen, lauschen wir einer Präsentation von Executive Producer Steve Mele und Relic-Vice-President David Littman. Ihnen ist es im Vorfeld unter anderem wichtig, deutlich zu machen, dass sich die lange Entwicklungszeit positiv auf den Umfang des gesamten Spiels ausgewirkt hat. Company of Heroes 3 soll das größte Basisspiel der Reihe bieten. So wird es diesmal zwei Kampagnen geben, die eine Spielzeit von mehr als 40 Stunden umfassen. Mit 52 Karten wird das Angebot des Vorgängers mehr als verdoppelt. Durch die Vermehrung der spielbaren Fraktionen von zwei auf vier erhöht sich zudem die Zahl der Einheiten auf erstaunliche 120. In Company of Heroes 2 gab es nur 42! Company of Heroes 3 in der Vorschau. (7) Quelle: Sega Company of Heroes 3 in der Vorschau. (7)

Die Entwickler machen aber nicht nur alles größer. Vielmehr orientieren sie sich an einer Design-Philosophie des legendären Sid Meier. Und der hat einmal gesagt, dass eine Fortsetzung zu 33 Prozent aus etablierten Systemen, zu 33 Prozent aus verbesserten Features und zu 33 Prozent aus brandneuen Mechaniken bestehen sollte. Die neuen Ideen in Company of Heroes 3 umfassen unter anderem eine taktische Pause, die es erlaubt, ohne Zeitdruck Kommandos zu erteilen. Neu ist auch, dass Infanteristen jetzt auf einem Panzer mitfahren können. Die Stahlkolosse haben zudem ein detaillierteres Rüstungssystem, das neben den bekannten Unterschieden zwischen Heck- und Frontpanzerung auch Treffer an der Seite berücksichtigt.

Neu ist zudem die Integration der Italien-Kampagne in eine rundenbasierte Strategiekarte. Wie aus Spielen wie Total War gewohnt, bewegen wir zunächst unsere Einheiten auf einer großen Landkarte, fordern Verstärkungen an und treffen wichtige Entscheidungen über unsere Vorgehensweise. So machen etwa die britischen und amerikanischen Befehlshaber immer wieder unterschiedliche Vorschläge für kommende Ziele und die Entschlüsse des Spielers wirken sich auf die Beziehungen zu den Nationen aus. Kommt es zum Aufeinandertreffen zweier Armeen, geht es in den gewohnten Echtzeitkampf.

Durch die Wüste

Da wir uns bereits in der letzten Vorschau mit der dynamischen Italien-Kampagne beschäftigt haben, konzentrieren wir uns diesmal auf den Nordafrika-Feldzug. Hierbei handelt es sich um eine klassische Kampagne, die einer linearen Erzählung folgt. Als Spieler übernimmt man im Jahre 1942 das Kommando über das deutsche Afrikakorps und erhält Befehle von Erwin Rommel. Die Geschichte wird in cineastischen Zwischensequenzen erzählt, von denen wir leider nichts zeigen dürfen, da diese noch nicht fertiggestellt sind.

In der Handlung geht es neben dem Afrikakorps auch um die Erlebnisse eines jüdischen Berbers und die Auswirkungen der deutschen Besatzung von Benghazi auf dessen Familie. Dadurch wollen die Entwickler die Geschichte rund um berühmte Schlachten wie die Belagerung von Tobruk und der Kampf um El-Alamein mit menschlichen Schicksalen des Nordafrika-Feldzuges kombinieren, von denen man sonst nichts erfährt. Auch spielerisch wird sich die Nordafrika-Kampagne von der Italien-Kampagne unterscheiden. Die weitläufigen Wüstenlandschaften ermöglichen mobilere und stärker auf Panzer zugeschnittene Taktiken als das hügelige Italien.

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