Die Echtzeit-Strategie ist tot, es lebe der Kriegs-Shooter! Eidos wechselt das Genre und bereichert es gleich noch um ein paar frische Ideen.
N ovember 1942: Gerade geht die Sonne auf über dem idyllischen norwegischen Fjord. Man hört nichts als die Wellen, die leise ans Ufer schlagen. Doch plötzlich hallen ohrenbetäubende Schüsse von den Felswänden wider. Die Kugeln stammen aus euren Waffen! Ihr versucht, die Verteidigungslinie der Wehrmacht zu durchbrechen, um deren Atomprogramm zu stoppen.
So innovativ dieses Setting ist, so altbekannt sind die anderen WW-II-Schauplätze, an die euch "Strike Force" führt: Frankreich und Stalingrad.
Perspektivenwechsel
Ihr agiert im Trio: Der Spion erdrosselt Gegner von hinten mit einem Draht. Hat er einen Offizier ausgeschaltet, zieht er dessen Uniform an und infiltriert so die feindliche Basis. Der Green Beret dagegen nimmt die Feinde mit seinen zwei MP-Rohren unter Beschuss. Wollt ihr aus sicherer Entfernung agieren, wählt ihr den Scharfschützen. Wenn's brenzlig wird, hält der kurz die Luft an und verlangsamt so das Geschehen.
O.k., mehrere spielbare Charaktere gab's schon in anderen Shootern. Hier schaltet ihr jedoch während des Einsatzes zwischen ihnen hin und her. Meist bilden der Green Beret und der Scharfschütze ein Duo. So ballert ihr euch bei der Ankunft im norwegischen Fjord mit der Schrotflinte des Green Beret durchs deutsche Sperrfeuer. Dann wechselt ihr zum Scharfschützen und sucht euch eine höher gelegene Position. Dabei gibt es nur ein Problem: Der inaktive Kollege bleibt exakt dort, wo ihr ihn abgestellt habt. Deckung suchen oder wenigstens mal in die Knie gehen - Fehlanzeige!
Optisches MittelmaSS
Die Grafik weckt Erinnerungen an PSone-Zeiten. Die Hintergründe sind so farbarm, dass ihr eure Gegner oft zu spät erkennt - ärgerlich, wenn ihr gerade nicht entdeckt werden dürft. Zudem erschwert permanentes Ruckeln das Zielen. Mit nur drei Modi (Deathmatch, Team-Deathmatch und Sabotage) gibt's für Mehrspieler-Freunde wenige Gründe, zu den Waffen zu greifen. AZ
