Wieder ein Kriegs-Shooter -- ächz! Wieder der Zweite Weltkrieg -- gähn. Halt, stopp! Strike Force startet mit einigen Ideen in die Schlacht.
E ntwickler Pyro Studios steckt die Strategieserie "Commandos" in eine neue Uniform. Auf der Soldaten-Kluft prangt nun der Titel ?Kriegs-Shooter'. Da WW-II-Fans von Stangenware aber die Nase voll haben, wurde "Strike Force" mit plakativen Abzeichen verschönert. Mit Features wie freier Charakterwahl oder vielfältigen Kampftaktiken versucht man, die Konkurrenz vom Schlachtfeld zu ballern.
STORY: Drei Jahre vor Kriegsende rollt die deutsche Angriffswelle unaufhaltsam über Europa hinweg. Mit herkömmlichen Mitteln scheint man die Wehrmachts-Armee nicht bezwingen zu können. Nun sollen bestens ausgebildete Elitesoldaten den Feind an wichtigen Stellen in Frankreich, Norwegen und Russland schwächen. Das Spezialkommando besteht aus dem Green-Beret-Soldaten Francis O'Brien, dem Spion George Brown sowie dem Scharfschützen William Hawkins.
SPIEL: Je nach Aufgabe schlüpfen Sie in die Rolle eines einzelnen Charakters oder bewältigen die Mission im Duett. Zu Beginn wehren Sie sich in einem französischen Bauernhof gegen einen deutschen Ansturm. Sie starten als Green-Beret-Recke und blasen den Deutschen aus zwei MP-Rohren Ihr Blei entgegen. Wann immer Sie die Gelegenheit haben, schalten Sie blitzschnell auf den im Haus positionierten Scharfschützen um. Mit gezielten Schüssen zerstört Hawkins die deutschen Schweinwerfer, bevor er die MG-Schützen aufs Korn nimmt.
Lautlose Infiltration zeichnet einen guten Spion aus. Brown hat daher immer einen Draht zur Hand, mit dem er Feinde von hinten strangulieren kann. Wenn es ihm gelingt, eine Offiziers-Uniform zu klauen, kann er sogar unbehelligt in deutsche Stellungen marschieren. Die vielfältigen Missionen sind unterhaltsam. Schleich-Fans kommen dabei am meisten auf ihre Kosten, denn häufig bewegen Sie sich vorsichtig durchs Gelände. Knallharte Baller-Missionen sind dagegen selten.
FAZIT: Für den neuen Einsatzort Norwegen und die Möglichkeit, zwischen den Hauptpersonen zu wechseln, muss man den Entwicklern ein Lob aussprechen. Da kommt einiges an Taktik ins Spiel. Zudem heben die vielfältigen Aufgaben "Strike Force" wohltuend von der Konkurrenz ab. Allerdings agieren die inaktiven Charaktere sowie die KI-Kollegen oft wenig selbstständig. Die Konsolenversionen ruckeln und leiden unter der niedrigen Auflösung, Gegner sind oft schwer zu erkennen. Auf dem PC siehts besser aus, Hammergrafik wird aber auch hier nicht geboten. AZ
