Cocoon im Test: Auf Weltenreise mit dem Limbo-Schöpfer

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Cocoon im Test: Auf Weltenreise mit dem Limbo-Schöpfer
Quelle: Annapurna Interactive

Cocoon, das neue Puzzle-Abenteuer vom Schöpfer der Indie-Meisterwerke Inside und Limbo, nimmt den Spieler mit auf eine magische Reise voller surrealer, verspielter Welten. Im Test klären wir, ob sich der Ausflug auch lohnt.

Zu Beginn von Cocoon zieht man eine Kugel auf einer Art Schiene von einem Ende zum anderen. Am Ende von Cocoon platziert man Kugeln, die ein begehbares Taschenuniversum beinhalten, in der richtigen Reihenfolge innerhalb anderer solcher Kugeln, um eine Tür zu öffnen. Dazwischen bereist man ein paar wunderschön gestaltete Welten und löst Puzzles, indem man Schalter aktiviert, Plattformen bewegt und Brücken ausfährt. Diese Plattformen sind jedoch nicht einfach nur Plattformen, sondern in vielen Fällen Käfer oder andere magisch wirkende Kreaturen, die Cocoon einen ganz eigenen, surrealen Charme verleihen. Konzepte, die man aus der realen Welt zur Genüge kennt, werden in Cocoon transformiert und in etwas Abstraktes verwandelt. Obwohl das Spiel ziemlich linear mit wenigen versteckten Pfaden ist, fühlt es sich trotzdem wie ein Abenteuer voller Geheimnisse an, die Welt von Cocoon zu durchstreifen.

Mit einer Taste durch den Kosmos

In Cocoon (jetzt kaufen 9,69 € ) verlässt man sich lediglich auf einen Analogstick und einen einzelnen Button. Fans von Jeppe Carlsen, Schöpfer von Limbo und Inside, werden sich also auch in seinem neuesten Projekt direkt wohlfühlen. Als 3D-Puzzler findet sich der Spaß in Cocoon natürlich darin, die verschiedenen Hindernisse zu überwinden. Durch die recht simple Steuerung sind Lösungen für Probleme meist jedoch sehr offensichtlich. Schließlich kann der geflügelte humanoide Protagonist nur begrenzt mit der Welt um sich herum interagieren. Sieht man daher eine Kugel mitten in der Wildnis liegen, kann man gar nicht anders, als sie hochzuheben, zu verschieben, oder was auch immer die Spielfigur auf Knopfdruck eben mit ihr anstellt.

Der Protagonist aus Cocoon steht vor einer Kugel mit einem Taschenuniversum. Quelle: Annapurna Interactive Sobald man weiter im Spiel voranschreitet, werden die Puzzles zumindest ein wenig anspruchsvoller. Recht bald wird man von einer Plattform aus der anfänglichen Wüstenwelt katapultiert und findet sich in einer kalten, mechanisch wirkenden Umgebung wieder. Die Welt, in der man sich gerade noch befand, existiert hier innerhalb einer orange leuchtenden Kugel, die der Protagonist per Knopfdruck auf seinen Rücken stemmt. Platziert man sie auf dafür vorgesehene Sockel, fungiert sie als eine Art Energiequelle, mit der man etwa knochige Brücken erscheinen lässt. Durch wieder andere Sockel kehrt man in die warmen Dünen des orangenen Planeten zurück. Einige Hindernisse in der einen Welt lassen sich über einen Mechanismus in der anderen aus dem Weg schaffen. Geschicktes Hin- und Herreisen wird schnell zur wichtigsten Mechanik von Cocoon.

Der Protagonist aus Cocoon zieht an einer Kugel. Quelle: Annapurna Interactive

Mit zwei Welten ist es jedoch noch nicht getan und gegen Ende des Spiels rennt man mit insgesamt vier Taschenuniversen durch die Gegend. Jeder neuen Welt wird genug Zeit gewidmet, damit man die innewohnenden Mechaniken auch wirklich versteht. Erst nachdem man sich mit den neuen Orbs wirklich wohlfühlt, werden die bisher gelernten Mechaniken miteinander verbunden. Auch, wenn man über Bosskämpfe die versteckten Eigenschaften der Kugeln erweckt, fokussiert sich das Spiel vorerst auf diesen Teilaspekt. Die orangefarbene Kugel bringt etwa andernfalls unsichtbare Wege über ihre Aura zum Vorschein.

Durch diese Fähigkeit erschließt man sich neue Pfade, erreicht dann jedoch eine Stelle, an der die grüne Kugel benötigt wird. Für interdimensionale Reisende natürlich kein Problem. Man verstaut die grüne, sumpfartige Welt ganz einfach innerhalb der orangefarbenen Kugel und holt sie wieder heraus, sobald man am Ziel angelangt ist. An anderen Stellen muss man weiter zurücklaufen, um die Lösung zu finden. Überfordert wird man aufgrund der linearen Struktur und der minimalistischen Steuerung von Cocoon jedoch nie.

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