Civilization 6: Was sich seit Release getan hat - Updates & DLCs im Überblick
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Bevor Civilization 6 mit der Erweiterung Rise and Fall umfangreich ausgebaut wird, lohnt sich ein Blick auf die zurückliegende Zeit seit dem Release. Mit diversen großen Updates und DLCs haben die Entwickler im zurückliegenden Jahr viel am Spiel getan. Wir geben euch einen Überblick über alle kostenlosen Patches und die kostenpflichtigen Add-ons.
Seit der Veröffentlichung von Civilization 6 (jetzt kaufen / 53,99 € ) im Oktober 2016 ist inzwischen mehr als ein Jahr vergangen. Nun steht mit Rise and Fall die Veröffentlichung der ersten großen Erweiterung vor der Haustür. Doch in den vergangen Monaten war das Team von Firaxis nicht untätig und hat sich nicht nur auf die Entwicklung des Add-ons konzentriert. Mit einigen großen Updates wurde an diversen Spielmechaniken gefeilt. Außerdem hat das Team mit einer Reihe von kostenpflichtigen DLCs neue Inhalte wie Völker und Szenarien bereitgestellt. Nachfolgend geben wir euch eine Übersicht darüber, was sich seit dem Release alles getan hat. Welche kostenlosen Verbesserungen auf Neueinsteiger warten und welche Zusatzinhalte ihr euch bei Interesse kaufen könnt.
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Herbstpatch 2016
Los ging es bereits einen Monat nach der Veröffentlichung mit dem Herbstpatch 2016. Mit diesem Update führte Firaxis die Unterstützung von DirectX12 ein, die es nicht mehr in die Releasefassung geschafft hatte. Mit "Kavallerie und Kanonaden" wurde das erste Mehrspieler-Szenario
Quelle: 2K Games / Firaxis
Civilization 6: Was sich seit Release getan hat. (8)
eingeführt, in dem die Spieler mit reduzierten Einheitenkosten 50 Runden lang darum kämpfen das größte Gebiet der Karte zu beherrschen. Neu hinzugefügt wurden außerdem ausbalancierte Karte für vier und sechs Spieler.
Darüber hinaus haben die Entwickler aber natürlich auch diverse Anpassungen an der Balance, Feintuning und Fehlerbehebungen vorgenommen. So wurde an der KI geschraubt, die nun besser die eingestellten Siegbedingungen verfolgt. Hinzu kommen Verbesserungen an der Benutzeroberfläche und dem Sound. Im Mehrspieler-Modus wurde das Spielerlimit auf zwölf angehoben. Kleinere Änderungen nahm das Team auch an der Darstellung vor. So haben Gebäude auf Schneefeldern, nur auch Schnee auf den Dächern liegen.
Alle Neuerungen und Änderungen lest ihr in den offiziellen Patch Notes zum Herbstupdate 2016.
Winterpatch 2016
Schon einen Monat später ging es im Dezember weiter mit dem nächsten großen Update. Auch mit dem Winterpatch 2016 führten die Entwickler neue Features ein. Dazu gehört eine Karte der Erde auf Standard-Größe und ein neues Menü für Szenarios. So sollen Einzelspieler schneller in die speziellen Partien starten können. Außerdem wurde die "Bereitschaft" für Militäreinheiten eingeführt. Damit bleiben die betreffenden Kämpfer untätig, bis sich ihnen ein Feind nähert.
Den größten Teil des Updates machten aber wieder zahlreiche Fehlerbehebungen und Änderungen an der Balance aus. So wurden die Produktionskosten für Wunder angepasst, die Kosten für Forschungen und zivilen Ausrichtungen erhöht sowie Anpassungen am Kriegstreiber-Wert vorgenommen. Auch der KI hat sich das Team wieder angenommen. So wurde das Verhalten der Computergegner bei der Aushandlung von Transfers und der Handhabung vor Versprechen verbessert. Auch der Umgang mit Großen Persönlichkeiten und Rohstoffen wurde verbessert.
Alle Neuerungen und Änderungen lest ihr in den offiziellen Patch Notes zum Winterupdate 2016.
Polen und Wikinger
Zusammen mit dem Winterpatch 2016 veröffentlichten die Entwickler die ersten beiden Zusatzpakete. Das Poland Civilization & Scenario Pack führte unseren östlichen Nachbarn unter der Regentschaft von Königin Hedwig ein. Als einzigartige Einheit schicken die Polen ihre berühmten Flügelhusaren in
Quelle: PC Games
Hedwig führt Polen.
die Schlacht. Die speziellen Fähigkeiten des Volkes und der Anführerin sorgen vor allem für kulturelle Flexibilität und besser Glaubensausbreitung. Zum Paket gehört außerdem das Szenario Hedwigs Vermächtnis, in dem ihr innerhalb von 60 Runden Polen, Prag und Wien vor Eroberern wie den Teutonen und Ottomanen beschützen müsst.
Als zweiter DLC erschien am gleichen Tag auch das Vikings Scenario Pack. Wie der Name bereits andeutet, drehte es sich hier vor allem um ein packendes Szenario rund um die Wikinger-Zeit. In hundert Runden von 787 bis 1087 n. Chr. müsst ihr als Harald von Norwegen, König Canute der Dänen oder Olof Skotkonung von Schweden beweisen, wer der beste Wikinger des Mittelalters ist. Ihr fallt mit euren Kriegern in England und Frankreich ein und segelt nach Westen auf der Suche nach dem berüchtigten Vinland. Eine neue Zivilisation ist im DLC nicht enthalten, da Norwegen unter König Harald bereits Teil des Hauptspiels war.
Australischer Sommerpatch 2016
Im Februar setzten die Entwickler ihr Bestreben fort, Civilization 6 stetig weiter zu entwickeln. Zu den großen Neuerungen dieses Updates gehörten die lang geforderten Mehrspieler-Teams. Gruppen, die sich mit dem neuen Feature gemeinsam in die Schlacht stürzen, erhalten Boni auf Forschungsvorteile und arbeiten im Spiel wie eine geschlossene Gemeinschaft auf das Siegziel hin. Darüber hinaus veröffentlichte Firaxis mit diesem Patch endlich auch die Mod-Tools, die zu Release noch nicht zur Verfügung standen. Damit wurde Civ 6 auch wieder an den Steam-Workshop angeschlossen.
Im Bereich der Verbesserungen wurden unter anderem Änderungen am Technologiebaum vorgenommen. Mit zusätzlichen Voraussetzungen für einige Forschungen soll zu schnelles voranschreiten durch die verschiedenen Zeitalter verhindert werden. Bei der KI wurde die Fähigkeit eine stehende Armee zu unterhalten verbessert. Auch wirtschaftlich haben sich künstlichen Gegner verbessert. Auch einige Fehler wie die zu kleine Sichtweite von Kampfjets und eine falsche berechneter Tourismuswert von Nationalparks wurde behoben.
Alle Neuerungen und Änderungen lest ihr in den offiziellen Patch Notes zum Australischer Sommerpatch 2017.
Down Under
Pünktlich zum australischen Sommerpatch 2017 stand der nächste DLC in den Startlöchern, in dem sich natürlich alles um das Volk von Down Under drehte. Das Australia Civilization & Scenario Pack
Quelle: Firaxis
John Curtain, Premierminister von Australien.
enthielt natürlich Australien als Zivilisation, mit einzigartigen Fähigkeiten wie der Gebietserweiterung baum Bau von Weideland. Angeführt werden die stolzen Aussies von Premierminister John Curtin. Mit der Outback-Station errichten die Männer und Frauen vom fünften Kontinent spezielle Feldmodernisierungen, die Boni auf angrenzende Weiden gibt und hilft das karge Land Australiens nutzbar zu machen.
Mit Outback Tycoon gibt es auch wieder das passende Szenario im DLC. Euer Ziel ist es darin innerhalb von 60 Runden Australien zu erkunden, eine Kolonie aufzubauen und die natürlichen Rohstoffe in Profit zu verwandeln. Es handelt sich hierbei um ein rein wirtschaftliches Szenario ohne jegliches Militär. Es gewinnt am Ende die Fraktion, die den meisten Gold-Verdienst pro Runde produziert. Abgerundet wird das Paket mit dem Naturwunder Uluru, auch als Ayers Rock bekannt, das euch auch in reguläre Spiele begegnen kann.
Frühjahrspatch 2017
Ende März folgte dann der reguläre Frühjahrspatch. Dieser bot diesmal keine generellen Neuerungen wie Features, Karten oder ähnlichem. Dafür konzentrierten sich die Entwickler auf weitere wichtige Anpassungen und Bugfixes. Im Fokus stand dabei besonders der Kriegstreiber-Status, der Spieler verliehen wird, die besonders grausam gegen ihre Mitzivilisationen vorgehen. So wurden die Sanktionen innerhalb diplomatischer Beziehungen angepasst. Außerdem wurde die Bevölkerungsstärke einer Stadt in die Berechnung der negativen Auswirkungen mit einbezogen.
Bei der Verbesserung der Balance stand vor allem der Hafen im Mittelpunkt. Dieser bietet nun einen signifikanten Nachbarschaftsbonus, wenn er sich an einem Stadtzentrum befindet. Diese Änderungen zog weitere Anpassungen unter anderem bei Australien und dem britischen Royal Navy Dockyard nach sich. Die KI wurde im Umgang mit mehreren Angriffseinheiten verbessert und ihr Drang danach beschädigte Distrikte zu reparieren wurde erhöht. Die Sieg-/Niederlage-Bildschirme am Ende einer Partie wurden mit zusätzlichen Informationen ausgestattet, damit der Spieler besser erkennen kann, warum er verloren hat.
Alle Neuerungen und Änderungen lest ihr in den offiziellen Patch Notes zum Frühjahrspatch 2017.
Alexander der Große
Das Frühjahrsupdate brachte gleich zwei neue Zivilisation im Doppelpack-DLC mit sich. Alexander der Große als Anführer von Makedonien und Kyros als Herrscher über Persien. Der berühmte
Quelle: 2K Games
Alexander der Große von Makedonien.
Alexander kann mit seinem Volk deutlich länger Krieg führen, da die Kriegsmüdigkeit deutlich geringer ausfällt. Als Spezialeinheit setzt er den Hypapist ein, eine bessere Version des klassischen Schwertkämpfers. Die Perser verfügen dagegen unter anderem über die Fähigkeit "Der Fall Babylons", mit der sich die negativen Auswirkungen eines Überraschungskrieges in Grenzen halten lassen. Die berühmten Krummsäbelkämpfer stellen die Spezialeinheit Persiens.
Passen zu den beiden Völkern gibt es auch wieder ein neues Szenario. In "Alexanders Eroberungen" müsst mit dem makedonischen Heerführer im Wettlauf gegen die Zeit weite Teile der bekannten Welt erobern. Je höher der Schwierigkeitsgrad, umso weniger Runden stehen euch dafür zur Verfügung. Zusätzlich sind im DLC mit dem Mausoleum von Halikarnassos, eines der sieben Weltwunder der Antike, und Apadana, der Audienzhalle von Persepolis, zwei neue Wunderbauten enthalten.
Sommerpatch 2017
Auch im Juli 2017 veröffentlichten Sommerpatch ging es weniger um neue Features, als um sinnvolle Verbesserungen des Spiels. So wurden ein paar Anpassungen an der Kartengenerierung vorgenommen, wodurch Aluminium nun immer auf Ebenen erscheint, mehr Seen erschaffen werden und Fehler bei der Erstellung von Flüssen auf Inselkarten behoben wurde. Auch dem Benutzerinterface haben sich die Entwickler diesmal verstärkt gewidmet. Im Bericht über die Stadtstaaten kann nun über einen neuen Tab die Beziehungen Kleinstaaten zu anderen Zivilisationen eingesehen werden.
Die Auswahl der Handelsroute wurde vereinfacht, in dem automatisch die zuvor bediente Strecke ausgewählt ist. Außerdem wird deutlicher auf Angriffsmöglichkeiten von Städten und Lagerbezirken hingewiesen. Natürlich blieb die KI auch mit diesem Update ein stetes Feld für Verbesserungen. So wurde ihre Fähigkeit im Umgang mit Luftangriffen, die Stadtplanung und die Nutzung von Stadtstaaten verbessert. Weitere Anpassungen erstreckten sich vom Mehrspieler-Modus, über Detail-Änderungen bei einigen Zivilisationen, bis hin zu allgemeinen Tweeks.
Alle Neuerungen und Änderungen lest ihr in den offiziellen Patch Notes zum Sommerpatch 2017.
Kinder des Nil
Zusammen mit dem Sommerupdate verschlägt es DLC-Käufer und Season-Pass-Besitzer in die Wüste Afrikas an das Ufer des Nils. Die Ägypter unter Cleopatra sind bereits im Hauptspiel
Quelle: 2K Games
Königin Kandake Amanitore herrscht über Nubien.
enthalten, nun kommen noch die Nubier hinzu, die traditionell über die unteren Läufe des großen Stroms im heutigen Sudan und südlichen Ägypten herrschten. Angeführt wird das Volk von Königin Amanitore, die ihren Untertanen einen Produktionsbonus beim Bau von Bezirken einbringt. Auch die Nubier errichteten Pyramiden. Dieses einzigartige Gebäude liefert Glauben und zusätzliche Erträge.
Die ewige Rivalität zwischen Ägypten und Nubien steht auch im Mittelpunkt des neuen Szenarios "Gaben des Nil". Als eines der beiden Nil-Völker versucht ihr innerhalb von 125 Runden zur vorherrschenden Macht am großen Fluss zu werden. Auf einer speziellen Karte, auf der sogar der Nil mit Schiffen befahren werden kann, breitet ihr euch entlang der grünen Streifen an dessen Ufern und in Oasen aus. Wer als erstes sieben Tempel für Amun errichtet, gewinnt das Spiel.
Herbstpatch 2017
Das bislang letzte große Update im Oktober 2017 stand ganz in Zeichen einer Überarbeitung des Religionssystems. Mit mehr Glaube, neuen religiösen Gebäuden und Einheiten wie dem Krieger-Mönch wurde das System erweitert. Der Religionskampf zwischen Priestern und Missionaren wurde mit Flanken- und Unterstützungsboni stärker an das reguläre Kampfsystem angelehnt. Mit dem Guru wurde sogar ein Religionsheiler eingeführt. Komplett überarbeitet wurde die Religionslinse, die auf der Karte nun sehr detailliert erkennen lässt, wie sich die religiösen Strömungen zwischen Städten ausbreiten.
Im üblichen Update für die KI-Routinen, wurde den Computergegnern ein besseres Verständnis der Marine verpasst, wodurch sie auch häufiger diese Einheiten produziert. Außerdem soll die KI gelernt haben, sich aus Kämpfen heraus zu halten, die sie nicht gewinnen kann. Für etwas mehr Komfort sorgte die Entfernung von einem Teil der am wenigsten sinnvollen Gerüchte-Meldungen. Beim Interface wurde neben der Religionslinse auch an der Nutzbarkeit des Diplomatie-Bildschirms gearbeitet.
Alle Neuerungen und Änderungen lest ihr in den offiziellen Patch Notes zum Herbstpatch 2017.
Südostasiatische Inselwelt
Im bisher letzten DLC-Paket, das mit dem Herbstupdate erschienen ist, gab es wieder gleich zwei neue Zivilisationen. Diesmal dreht sich mit den Khmer aus dem heutigen Kambodscha unter der Führung von Jayavarman VII. sowie den Indonesiern unter der Regentschaft von Dyah Gitarja alles
Quelle: Firaxis
Dyah Gitarja führt Indonesien.
um Südostasien. Die Khmer setzten vor allem auf eine starke Landwirtschaft und starken Glauben. Als Spezialeinheit nutzen sie den Domrey, einen Kriegselefanten mit einer Balliste auf dem Rücken. Die Indonesier ziehen Vorteile aus ihrer insularen Lage und haben entsprechende Boni für Küstenstreifen und Küstenstädte. Entsprechend starker Fokus liegt für sie auch auf der Marine, die durch das Jong als spezielle Einheit verstärkt wird.
Im neuen Szenario "Pfad ins Nirwana" dreht sich alles um die religiöse Vorherrschaft in Südostasien. Die Neuerungen des Religionssystems aus dem Herbstupdate kommen hier zur vollen Blüte. Mit einer der örtlichen Mächte wie China, Indien oder eben den Khmer und Indonesien schickt ihr Missionare und Mönche aus, um euren Glauben zu verbreiten. Für 50 Runden kämpft ihr mit Priestern und Gurus um die Meinungshoheit. Wer am Ende die meisten Anhänger und Städte in seiner Religion vereinen kann, gewinnt das Szenario. Die Karte Südostasiens steht auch im regulären Spiel zur Auswahl, inklusive echter Startpunkte für die Zivilisationen.
