Civilization 6: Rise and Fall Vorschau - Die ersten 150 Runden gespielt
Special 53,99 €
Kurz vor dem Release von Civilization 6: Rise and Fall konnten wir 150 Runden lang in die Erweiterung hinein spielen. In der Vorschau lest ihr von unseren Erlebnissen mit den neuen Features. Wie wir gerade so einem Dunklen Zeitalter entkommen sind, eine Allianz mit Georgien eingehen und in einem internationalen Notfall einen Stadtstaat zu Hilfe kommen.
Es sind nur noch wenige Wochen bis mit Rise and Fall die erste große Erweiterung für Civilization 6 (jetzt kaufen / 53,99 € ) erscheint. Nachdem das Spiel in den vergangenen Monaten seit Release bereits mit zahlreichen Updates und DLCs stetig verbessert und ausgebaut wurde, soll nun der nächste Evolutionsschritt erfolgen. Die angekündigten Neuerungen versprechen interessante neue Spielverläufe und spannende Situationen bei der Reise durch die historischen Zeitalter.
Um uns selbst ein erstes Bild von denen neuen Features zu verschaffen, hatten wir nun die Gelegenheit mit einer Vorschau-Version des Spiels die ersten 150 Runden in Civ 6: Rise and Fall zu beschreiten. Uns standen fünf der acht geplanten neuen Zivilisationen sowie Chandragupta, der neue alternative Anführer von Indien, zur Auswahl. Wir erstellen uns ein kleines Spiel und entscheiden uns für die Cree unter ihrem Anführer Poundmaker. Mit seinem Fokus auf Handelswege wollen wir eine gute Beziehung zu unseren Nachbarn aufbauen und einen der friedlichen Siege anstreben.
Als KI-Gegner stehen uns mit Georgien, Korea und Holland drei weitere der neuen Völker gegenüber. Besonders mit den Niederländern sollten wir uns gut verstehen, wenn wir Handelswege mit ihren Städten einrichten. Königin Wilhelmina mag nämlich Zivilisationen, die mit ihrem Volk Handel treiben. Direkt nach dem Start der Partie fallen uns zunächst nur leichte Veränderungen am Interface auf. Einige neue Buttons und Anzeigen deuten auf die zusätzlichen Features hin, das Stadtbanner unserer ersten Siedlung sieht leicht verändert aus. Ansonsten bleibt zunächst alles beim Alten.
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Chronik der Ereignisse
Wir starten mit einem Krieger und einem Siedler. Wir gründen die erste Stadt und beginnen die Umgebung zu erkunden. Schnell entdecken wir Bernstein, eine der drei neuen Ressourcen, die es auf den Karten zu finden gibt. Richtig spannend wird es als wir unser Pantheon als Grundlage einer späteren Religionsgründung wählen. Damit lösen wir nämlich den ersten historischen Moment für unsere Zivilisation aus. Bedeutende Ereignisse in der Geschichte eines Volkes werden vom Spiel jetzt nämlich registriert und in einen hübsch gestalteten Zeitstrahl eingetragen.
Quelle: PC Games
Wir entdecken ein Pantheon und lösen damit das erste historische Ereignis unserer Zivilisation aus.
Das dient jedoch nicht nur der Aufzeichnung eurer Entwicklungsgeschichte. Jedes historische Ereignis bringt euch zusätzlich sogenannte Zeitalterpunkte ein. Diese werden gesammelt und bestimmen beim nächsten Zeitalterwechsel, ob eure Zivilisation in ein dunkles, normales oder goldenes Zeitalter eintritt. Noch befinden wir uns aber in der Antike und haben kaum Kenntnis von der Welt. Doch nur wenig später ereilt uns der nächste historische Moment. Wir treffen auf Königin Tamar von Georgien, die uns zunächst nicht sonderlich freundlich begrüßt.
Nach diesen ersten beiden Meilensteinen in der Geschichte unserer Cree wagen wir einen ersten Blick auf das neue Fenster über den Zeitalterfortschritt. Hier sehen wir genau aufgeschlüsselt, wann das nächste Zeitalter zu erwarten ist, wie wir uns im aktuellen Zeitalter schlagen und welche Punktzahl wir erreichen müssen, um ein dunkles Zeitalter zu verhindern oder gar ein goldenes Zeitalter auszulösen. Je mehr historische Ereignisse uns gelingen, umso größer ist also die Chance, dass unser Volk guten Zeiten entgegen sehen kann.
Quelle: PC Games
Unsere Stadt Maskotew ist loyal, wird aber von den benachbarten Holländern beeinflusst (organge Pfeile). Wir wirken dem mit einem Gouverneur entgegen.
Total Loyal
Nach der Gründung unserer zweiten Stadt weißt uns das Spiel darauf hin, dass wir nun auch auf die Loyalität unserer Bürger achten müssen. Jede Stadt hat einen eigenen Loyalitätswert, der von verschiedenen Faktoren wie bestimmten Gebäuden und Ereignissen bestimmt wird. Außerdem beeinflussen sich umliegende Städte gegenseitig, ähnlich den Strömungen, die auch zwischen Religionen gibt. Besonders bei Grenzstädten in unmittelbarer Nähe zu Städten einer anderen Zivilisation gilt es die Loyalität der eigenen Leute im Auge zu behalten.
Wenden sich diese nämlich ab, könnte es zu Revolten kommen. In der Folge kann es passieren, dass die betreffende Stadt zum Gegner überläuft, oder zu einer unabhängigen Stadt wird. In unserer Partie ist das jedoch noch kein Problem, da unser Siedlungsgebiet bisher noch recht isoliert ist. Ein paar weitere Runden ziehen ins Land und schließlich kündigt sich das Ende der Antike an. Wir haben noch nicht genügend Zeitalterpunkte zusammen, um ein dunkles Zeitalter zu verhindern. Zehn Runden haben wir noch Zeit, daran etwas zu ändern.
Der Gouverneur hat's schwör
Zum Glück treffen wir schon in der nächsten Runde auf die Niederländer, was uns unserem Ziel einen Schritt näher bringt. Außerdem bekommen wir
Quelle: PC Games
Bis zu sieben verschiedene Gouverneure stehen zur Auswahl. Jeder lässt sich in mehreren Stufen upgraden. Die hier gezeigte Amani ist besonders gut für den Einsatz in einem Stadtstaat geeignet.
die Ausrichtung "Frühes Reich", die es uns erlaubt einen Gouverneur zu ernennen. Bis zu sieben dieser besonderen Charaktere stehen euch mit Rise and Fall zur Verfügung. Jeder von ihnen verfügt über spezielle Fähigkeiten. Je nach euren Zielen solltet ihr also genau überlegen, wo ihr welchen Gouverneur einsetzt.
Wir entscheiden uns zunächst für Amani, die Diplomatin. Als einziger der Gouverneure kann sie auch einem Stadtstaaten zugeteilt werden. Das nutzen wir, um unsere Beziehungen und unseren Einfluss auf einen Stadtstaat an unserer nördlichen Grenze zu erweitern. Über die Ausrichtungen, die im Verlauf des Spiels erforscht werden, erhaltet ihr immer wieder sogenannte Gouverneur-Titel. Diese können entweder genutzt werden, um einen weiteren Staatsvertreter einzusetzen, oder die Fähigkeiten eines Bestehenden in bis zu sechs Stufen auszubauen.
Während sich unserer erste Gouverneurin in ihrem neuen Umfeld noch einrichtet, errichtet einer unserer Handwerker ein Mekewap, eine einzigartige Geländefeldspezialisierung der Cree. Damit lösen wir wieder einen historischen Moment aus, der uns die nötigen Punkte beschert, um das drohende dunkle Zeitalter abzuwenden. In unserer Hauptstadt haben wir derweil die Gelegenheit den neuen Bezirk des Regierungsplatzes zu errichten. Im Verlauf des Spiels bekommen wir immer wieder die Gelegenheit eines von mehreren Regierungsgebäuden darauf zu bauen. Für welches wir uns entscheiden, hängt von unseren Zielen ab.
Ein neues Zeitalter beginnt
Nach 41 Runden ist es schließlich soweit. Die Welt schreitet von der Antike in die Klassik voran. Mit 15 Zeitalterpunkten haben wir das Dunkle Zeitalter gerade so verhindert. Wäre uns das nicht gelungen, hätten wir für die Dauer des neuen Zeitalters mit Mali auf Bevölkerungswachstum und Produktivität leben müssen. Umgekehrt wäre unser Reich natürlich noch besser aufgeblüht, hätten wir es in ein goldenes Zeitalter geschafft. Damit die
Quelle: PC Games
Nach dem Wechsel in ein neues Zeitalter könnt ihr eine Widmung auswählen, die euch zusätzliche Boni bei bestimmten Fortschritten gewährt.
Chancen darauf steigen, dürfen wir uns beim Zeitalterwechsel auswählen, welchem Bereich unserer Gesellschaft wir diese neue Ära widmen wollen.
Dadurch eröffnet sich die Chance zusätzliche Zeitalterpunkte durch bestimmte Spielerfolge zu erringen - sei es durch das Auslösen eines Heureka-Moments, den Bau eines Spezialbezirks oder der Verbreitung der eigenen Religion. Wer in ein dunkles Zeitalter fällt, kann sich sogar gleich mehrere Widmungen aussuchen. Das soll helfen aus der schweren Zeit wieder heraus zu kommen.
Die nächsten Runden verlaufen relativ ruhig. Wir gründen weitere Städte, bauen Handelsbeziehungen zum nächstgelegen Stadtstaat auf und treffen mit den Koreanern auf die letzte bis dahin noch unbekannte Zivilisation. Zu Georgien haben wir unterdessen ein sehr gutes Verhältnis, weil Königin Tamar sehr von unseren Stadtmauern angetan ist. Nur die Holländer sind gar nicht gut auf uns zu sprechen, weil wir nicht mit ihnen handeln, was an bisher fehlenden Verbindungen liegt. Wir schaffen es jedoch noch friedlich bis ins Mittelalter vorzustoßen.
Quelle: PC Games
Allianzen gibt es jetzt in verschiedenen Formen. Außerdem steigen die Bündnisse mit der Zeit in der Stufe auf und geben dann noch stärkere Boni.
Zum Glück Allianz versichert
Erneut ist es uns gelungen ein dunkles Zeitalter abzuwenden, aber für goldene Zeiten hat es wieder nicht gereicht. Bei den anderen Völkern sieht das schon anders aus. Während die Holländer in ein dunkles Zeitalter verfallen sind, sieht die Zukunft von Korea und Georgien derzeit rosig aus. Weitere Runden ziehen ins Land und wir nutzen die guten Beziehungen zu Georgien, um eine Freundschaft einzugehen, die schließlich in eine Allianz münden wird.
Bei diesen Bündnissen gibt es nun verschiedene Formen, die entweder wirtschaftliche, militärische, wissenschaftliche oder geistliche Vorteile bringen. Ein Verteidigungsbündnis ist es aber in jedem Fall. Zusätzlich zu den verschiedenen Allianztypen, sammelt ihr über die Dauer eines Bündnisses auch noch Punkte. Dadurch können die Allianzen in der Stufe aufsteigen. Langfristige Beziehungen zahlen sich dann also mit noch besseren Boni aus.
Internationale Krise
Wir erreichen schließlich die Renaissance ohne weitere Zwischenfälle, abgesehen von einem kurzen Scharmützel mit den Holländern. Bis auf ein paar verlorene Einheiten auf beiden Seiten, änderte dieser Konflikt aber wenig. Spannend wurde es dann noch einmal kurz vor Schluss, als ein
Quelle: PC Games
Korea hat den Stadtstaat Kabul eingenommen und damit einen internationalen Notfall ausgelöst. Die anderen Zivilisationen können jetzt entscheiden, ob sie zur Unterstützung eilen und den Kleinstaat befreien.
internationaler Notfall auf den Plan gerufen wurde. Was war passiert? Korea hat den Stadtstaat Kabul angegriffen und eingenommen. In solchen Fällen wird ein Notfall ausgerufen. An diesem können sich alle anderen Völker beteiligen.
In unserem Fall ging es darum innerhalb von 30 Runden dem eroberten Kabul zu Hilfe zu eilen und es von den Besatzern zu befreien. Für die Zeit des Einsatzes würden alle Mitglieder dieser Koalition Frieden und offene Grenzen haben sowie ihre Sichtbarkeit teilen. Sollte die Operation erfolgreich verlaufen, gibt es für alle Teilnehmer eine Belohnung. Im Fall einer Niederlage würde der Kriegsgegner gestärkt. Es ist jedoch keine Pflicht an diesen Notfällen teilzunehmen. So passierte es, das wir zwar zugestimmt haben, unsere Verbündeten aus Georgien und die Holländer aber nicht mitgezogen sind. So blieb es an uns Kabul zu befreien.
Dazu ist es jedoch leider nicht mehr gekommen, weil die 150-Runden-Grenze unserer Vorschau-Version bereits erreicht war. Gerne hätten wir weiter gespielt und gesehen, ob es uns gelingt den Notfall erfolgreich zu lösen und wie sich unsere Cree in der weiteren Weltgeschichte noch geschlagen hätten. Immerhin wollten wir sie doch noch in ein goldenes Zeitalter führen. Aber wir haben dennoch einen sehr guten Einblick in die interessanten neuen Features von Rise and Fall erhalten. Gouverneure, historische Ereignisse, Zeitalter und Notfälle haben das Potential gehörig Abwechslung in die Partien zu bringen. All diese Systeme müssen sich jedoch erst noch über komplette Partien unter verschiedenen Voraussetzungen beweisen. Es wird spannend zu sehen sein, wie viel Variation mit den neuen Features möglich ist. Das finden wir dann im Test zu Civilization 6: Rise and Fall in wenigen Wochen heraus.
