Child of Eden im Test. Kommt nach Eden: Die künstliche Intelligenz braucht Hilfe, um das zauberhafte Mädchen Lumi zu retten. In unserem Test erfahrt ihr, wie viel Spaß die Virenjagd macht!
Child of Eden stellt sich unserem Test. Hacker sind bekanntlich überall. Sony, Bethesda, Nintendo - die Cyber-Kriminellen nutzen Schlupflöcher und Virenattacken, um Unternehmen zu schaden. Was das mit Child of Eden zu tun hat? Eine Menge, denn wenn man der Story des Musik-Shooters Glauben schenkt, schafft es die Menschheit auch in den nächsten Jahren nicht, dem Heer der Schadprogramme Herr zu werden.
In nicht allzu ferner Zukunft beherbergt die paradiesische künstliche Intelligenz Eden nämlich das Mädchen Lumi, das ebenfalls nur virtuell existiert, aber mit Hilfe von Erinnerungen, Emotionen und Gedanken echter Menschen programmiert wurde. Kaum erwacht das unbedarfte Mädel in Eden, fallen auch schon die Viren über sie her. Das könnt ihr doch nicht zulassen!
Das hat uns an Child of Eden gefallen:
Simples Spielprinzip mit großer Wirkung
Ähnlich wie bei Rez HD, das ebenfalls von Tetsuya Mizuguchi erschaffen wurde, schwebt ihr als Fadenkreuz durch eine phantastische Levelarchitektur. Zwei Schüsse stehen zu eurer Auswahl: die zielsuchenden Raketen und eine Art Schnellfeuerwaffe. Haltet ihr den Raketen-Knopf gedrückt, markiert ihr bis zu acht Punkte oder Gegner. Lasst ihr den Button mit dem Takt der Musik los, bekommt ihr einen Punktebonus. Das "Maschinengewehr" hingegen nutzt ihr, um gegnerische Geschosse zu stoppen, bevor sie eurer Lebensenergie schaden. Bewegen müsst ihr euch übrigens nicht, ihr fahrt auf unsichtbaren Schienen durch den spielgewordenen Trip. Der Clou an Child of Eden sind die Soundeffekte und Melodien, die ertönen, wenn ihr auf die beeindruckende Kulisse oder die Feinde ballert. So ist jeder Ausflug in das virtuelle Paradies anders als zuvor, und dennoch ist die Steuerung extrem eingängig und blitzschnell erlernt.
Paradiesische Grafikpracht
Jedes der fünf Level, auch "Archive" genannt, präsentiert ein bestimmtes Thema. Da gibt es eine fluoreszierende Unterwasserwelt inklusive Fischschwärmen, Walen und Quallen, oder ein futuristisch Technik-Landschaft mit schnaufenden Dampfloks und flitzenden Sportwägen. Die Grafik passt nicht nur durchweg zum jeweiligen Thema des Archives, sondern beeindruckt mit glitzernden Partikelwolken, pulsierenden Lichteffekten und bunter Detailverliebtheit. Obendrauf spielt ihr Filter frei, die den optischen Eindruck ändern und so zu weiteren Durchläufen anregen.
Virtuelle Haustiere
Quelle: Ubisoft
Um Child of Eden zu spielen nutzt ihr einen Standard-Controller oder Kinect.
Zwar ist Child of Eden mit gerade einmal fünf Levels (lest dazu mehr in der Contra-Sektion auf der nächsten Seite) nicht sonderlich umfangreich, aber immerhin belohnt euch der Musik-Shooter nach jedem erfolgreich abgeschlossenen Level mit einem Haustier oder Gegenstand für den virtuellen Garten. Im Auswahlbildschirm der Unterwasserwelt könnt ihr so um Beispiel einen majestätischen Rochen umherschweben lassen. Zusammen mit freispielbaren Bildern und Filtern sorgen diese Boni dafür, dass Child of Eden auch nach dem ersten Durchspielen weiter in euren Laufwerken rotieren wird.
Knackiger Schwierigkeitsgrad - für alle, die möchten
Im Vergleich zur Preview-Fassung wurde der Schwierigkeitsgrad etwas angehoben. Dadurch wurden etwas langweiligere Passagen ausgemerzt, durch fehlende Checkpoints und sehr lange Level sorgt das aber für die ein oder anderen Niederlage. Zum Glück gibt es auch einen freien Modus, in dem alle, die keine Lust auf Stress und Bildschirmtode haben, die paradiesische Welt von Eden völlig ungezwungen erkunden können. Steht euch dann wieder die Lust nach einer Herausforderung, schaltet ihr einfach einen Schwierigkeitsgrad höher.
