Die special edition bringt nun einige Extras und auch die englische Synchronfassung mit
Hayao Miyazakis "Chihiros Reise ins Zauberland" entführt den Betrachter zwei Stunden in die mythische und fesselnde Welt japanischer Götter und Magier. Der 63-jährige Regisseur ist selbst schon fast eine mythische Figur der japanischen Animationswelt. Nach dem Zeichentrick-Hit "Prinzessin Mononoke" avancierte "Chihiros Reise" zur erfolgreichsten japanischen Produktion, es folgten zahlreiche Auszeichnungen, darunter der "Oscar" für den besten animierten Spielfilm und der "Goldene Bär 2002".
Das Mädchen Chihiro wird in der fantastischen und ideenreichen Produktion in eine alternative Realität gestürzt. In der Zauberwelt Aburaya muss sie sich in einer Wellnessfarm für Gottheiten daran machen, ihre Eltern zu retten. Sowohl Figuren als auch Umgebung wurden einzigartig und detailverliebt gestaltet.
Das Bonusmaterial der Special Edition offeriert die Punkte "Entstehung" und "Synchronisation". Unter "Entstehung" findet sich zunächst ein interessantes, ca. 47-minütiges Making of. Die japanische TV-Reportage zeigt Produktionsablauf und Arbeitsweise des Animationsstudios Ghibli und liefert einige Infos zu den realen Vorbildern für die Charaktere und die Zauberwelt.
In "Pressekonferenz mit Hayao Miyazaki" spricht der Regisseur über seine Intentionen und Einflüsse. Unter anderem führt er den französischen Comiczeichner Moebius und den japanischen Meisterzeichner Osamu Tezuka als Vorbilder an (ca. 6,5 Min.). Ebenfalls aufschlussreich sind die Texttafeln mit Miyazakis Bio- und Filmografie. Wenig ergiebig gestaltet sich dagegen der Punkt "Studio Ghibli -- Bei der Arbeit" (ca. 2,5 Min.).
"Synchronisation" beschränkt sich auf Nina Hagen als Sprecherin der deutschen Stimme der Hexen-Zwillinge. Ein ca. 5-minütiges Feature wirft einen Blick auf ihre Arbeit im Synchronstudio. Zudem äußert sich die Punk-Lady in einem etwa 10-minütigen Interview in ihrer typisch schrillen Art zu ihrer Interpretation der "Chihiro"-Story und -Charaktere. SB
