Castlevania Rondo of Blood - Retro - Der erste Auftritt von Richter Belmont
Special
Um uns auf Castlevania Nocturne einzustimmen, werfen wir einen Blick auf das erste Abenteuer von Richter Belmont. Die Netflixserie basiert nämlich auf einem über 30 Jahre alten Spiel! Wie sich Rondo of Blood heute anfühlt und welche Version die beste ist, klären wir in diesem Retro-Special.
Durch die verschiedenen Ausgänge in den Leveln ändert sich auch der Bosskampf. Wer also bei mehreren Playthroughs immer nur einen Weg geht, wird manche Bosse schlicht verpassen. Glücklicherweise gibt es jedoch erstmals in bei der Castlevania-Reihe in Rondo of Blood eine Levelauswahl, die ermöglicht, vergangene Level erneut zu spielen, um den zweiten Ausgang und somit den zweiten Boss zu finden. Auch hier macht sich der hohe Schwierigkeitsgrad bemerkbar, doch alle Bosse sind mit der richtigen Strategie besiegbar. Dafür ist es hilfreich, die Kampfmuster der Bosse zu erkennen. Beispiel gefällig?
Der Endkampf mit Dracula scheint auf den ersten Blick nahezu unmöglich: Der Vampirfürst teleportiert sich für jeden Angriff an einen anderen Standpunkt. Er schießt entweder eine Salve an Feuerbällen oder zwei magma-ähnliche Kugeln auf Richter und ein Gegenangriff scheint bei der Wand aus Projektilen kaum möglich. Wer allerdings ständig in Bewegung bleibt, auf den Lichtstrahl bei Draculas Teleport achtet und darauf reagiert, welche Hand der Blutsauger ausstreckt, kann einen Treffer mit einem gut platzierten Sprung vermeiden. Hier bietet sich auch die Gelegenheit für einen Gegenangriff mit der Peitsche.
Quelle: PC Games
Da der Angriff mit den drei Feuerbällen praktisch genauso funktioniert wie im ersten Castlevania für NES, fühlen sich alte Hasen hier fast wie zu Hause. Auch die zweite Phase lässt sich mithilfe von Subweapons recht schnell bezwingen. Vor allem der Item Crash ist hier äußerst hilfreich, da sich der große Körper von Draculas Bestienform leicht mehrfach treffen lässt.
Doch nicht nur Richter ist in Rondo of Blood spielbar: Sobald er im zweiten Level die junge Vampirjägerin Maria Renard rettet, kann auch sie als spielbarer Charakter ausgewählt werden. Ihr Kampfstil unterscheidet sich hierbei stark von dem jungen Belmont, da sie statt einer Peitsche mit beschworenen Tieren angreifen kann. Ihre Agilität ist der von Richter ebenfalls überlegen.
Quelle: PC Games
Mit einem Doppelsprung und der Fähigkeit, über den Boden rutschen oder rollen zu können, ist ihre Geschwindigkeit sehr hoch. Da sie bei ihrem Standardangriff ebenfalls in Bewegung bleiben kann und nicht wie Richter auf der Stelle stehen bleibt, macht das Spielen mit ihr die Herausforderungen mancher Level leichter.
Die Musik in Rondo of Blood bietet einen überwältigend guten Mix aus bekannten, neu aufgesetzten Castlevania-Tracks. Neben Action-Platforming ist die Reihe nämlich auch für erstklassige, musikalische Begleitung der Level bekannt. Zu hören sind Klassiker wie Vampire Killer, Bloody Tears oder Beginning, doch auch neue Stücke, die zu überzeugen wissen. Dazu zählen Divine Bloodlines, Dancing in Phantasmic Hell oder Dance of Illusions.
Zu den Highlights gehören hier aber auch Opus 13 und Picture of a Ghost Ship. Die Sound-Qualität ist dank des damaligen Releases im CD-Rom-Format und der PC-Engine-Konsole auch sehr gut. Mit dem dadurch hohen verfügbaren Speicherplatz für die Musik ist sie um einiges besser gealtert als bei anderen Titeln der Reihe, deren Sound-Qualität unter der Hardware, für die sie erschienen, gerne mal leiden musste. Ja, es geht um dich, Harmony of Dissonance.
Obwohl das Spiel einen hohen Schwierigkeitsgrad besitzt, vergeht einem dennoch nicht die Lust. Da die Kämpfe in der Regel fair sind und so gut wie immer klar ist, was man in einer Situation besser hätte tun sollen, bleibt das Frustlevel recht niedrig. Davon ausgeschlossen ist lediglich das Bonuslevel, das man erst nach Besiegen von Dracula in der Levelauswahl betreten kann. Den ein oder anderen Game Over muss man also verkraften können. Auch die eben erwähnte Musik regt dazu an, sich von Niederlagen nicht entmutigen zu lassen, weil man so den Soundtrack des aktuellen Levels noch ein bisschen länger genießen darf.
