Castlevania Rondo of Blood - Retro - Der erste Auftritt von Richter Belmont
Special
Um uns auf Castlevania Nocturne einzustimmen, werfen wir einen Blick auf das erste Abenteuer von Richter Belmont. Die Netflixserie basiert nämlich auf einem über 30 Jahre alten Spiel! Wie sich Rondo of Blood heute anfühlt und welche Version die beste ist, klären wir in diesem Retro-Special.
Kurz nach dem äußerst atmosphärischen Prolog erreicht Richter den ersten Level des Spiels. Hier besucht er die zerstörte Stadt, in der Annette entführt wurde. Das Aussehen dieser Stadt ist stark an die Stadt aus Castlevania 2: Simon's Quest angelehnt, das 1987 für das NES erschien. Was neuen Spielern nicht auffallen muss, sorgt bei Fans der älteren Spiele für Nostalgie. Den versteckten Weg findet hier allerdings nicht jeder.
Das zweite Level erinnert praktisch an das erste Level im ersten Castlevania, da auch hier der Weg durch den Schlossgarten in die Eingangshalle führt. Auch wie im Original wird das Level vom Track Vampire Killer begleitet und sorgt für eine Atmosphäre, wie es sie nur bei Castlevania gibt.
Doch das sind noch nicht alle Referenzen an das erste Spiel der Reihe. Im sechsten Level durchläuft man einen Boss-Rush mit Obermotzen, die im ersten Castlevania ihr Debut feierten. Hier fordert man nämlich die Riesenfledermaus, Medusa, die Mumie und Frankensteins Monster aka The Creature heraus. Diese dürfen hier in der originalen Chronologie bekämpft werden, bis zum Schluss der dunkle Priester und Monsterbeschwörer Shaft in den Genuss unserer Peitsche kommen darf.
Quelle: PC Games
Der Level im Uhrturm ist in der Castlevania-Reihe ein Klassiker. Hier gibt es unzählige Ketten, Zahnräder und das Ziel, die Turmspitze zu erreichen. Zudem kann hier Annette gerettet werden, indem man einem Vogel den Schlüssel zur Zelle klaut. Dieser nimmt den Slot des Subweapons ein, was den Level bis zu diesem Punkt herausfordernder macht. Da der Schlüssel nicht zum Angreifen eingesetzt werden kann, muss Richter sich hier mit der Peitsche durchschlagen. Weil die nur horizontal treffen kann und die Gegner hier aus allen Richtungen kommen, macht es diesen vertikalen Uhrturm-Level umso härter.
Ein Highlight ist der Level auf dem Geisterschiff. Das ständige Hin- und Herschaukeln sowie der Aufbau des Schiffs sorgen in Kombination mit einzigartigen Gegnern und der atmosphärischen Musik für ein unvergleichliches Erlebnis. Wer den Schiffsbauch erreicht, kann hier auch den Schiffsmotor zerstören und mit einem Extraleben belohnt werden. Sobald wir das Gemälde des Kapitäns angreifen, versucht dieser, uns ebenfalls in den Bilderrahmen zu sperren. Der Bosskampf gegen den Tod auf der Spitze des Masts ist nicht weniger erinnerungswürdig.
Quelle: PC Games
Richter kann seine Peitsche zwar nur in eine Richtung schwingen, während Simon Belmont in Super Castlevania 4 im Jahr 1991 aus acht verschiedenen Winkeln angreifen konnte, doch dafür bietet der blau gekleidete Vampirjäger andere Qualitäten: Richters Fähigkeiten in Rondo of Blood sind den Belmonts aus früheren Titeln nämlich überlegen.
Zunächst hat er mehr Kontrolle über seine Bewegung in der Luft. Was unbedeutend klingt, ist eine gern gesehene Änderung im Vergleich zu anderen Castlevania-Teilen, bei denen oft ein Sprung entweder nur auf der Stelle oder komplett nach vorne möglich war. Ein Nachjustieren in der Luft war in frühen Ablegern der Reihe also nicht möglich. Diese Änderung in Rondo of Blood ermöglicht genaueres Platzieren von Richter auch nach einem Sprung, was bei einem Platformer wie diesem äußerst hilfreich ist.
Doch damit noch nicht genug: Durch doppeltes Drücken des Sprungknopfes führt Richter einen Rückwärtssalto aus, der ihm ein wenig mehr Höhe und Sprungweite nach hinten verleiht. Der Nutzen dieser Fähigkeit ist zwar begrenzt und der Move damit eher visuell ansprechend, aber dennoch ein nettes Gimmick. Zu guter Letzt beherrscht Richter als erster Belmont der Reihe den sogenannten Item Crash: Hierbei nutzt er einen großen Teil seiner Herzen in Kombination mit einer Subweapon für einen starken Flächenangriff. Diese Fähigkeit ist nicht nur eine seiner nützlichsten, sondern auch eine seiner ikonischsten.
Quelle: PC Games
Die Bosskämpfe sind oft herausfordernd, aber immer spaßig und kreativ. Allein die Atmosphäre vor Kampfbeginn wird jedes Mal aufs Neue großartig gesetzt. Während auch hier einige bekannte Gesichter der Reihe wie Carmilla, der Tod oder die Riesenfledermaus dabei sind, kommen auch einige Neuzugänge wie der Werwolf, Dullahan oder der Minotaurus dazu. Diese tauchen auch in weiteren Castlevania-Spielen auf, aber sind hier zum ersten Mal als Bossgegner vertreten.
