Call of Duty: Modern Warfare gespielt: Crossplay, Gratis-Maps - Multiplayer mit Überraschungen + Video
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Wir wurden von den Machern von Call of Duty: Modern Warfare nach Los Angeles eingeladen, um der Enthüllung des Multiplayer-Parts des neuen Call of Duty-Teils beizuwohnen. Dabei durften wir mehrere Stunden Hand an Modern Warfare legen und haben dabei jede Menge neue Features und einige Überraschungen entdeckt.
Wall-Runs, Supersprünge, Lasergewehre - nicht nur für die große Fangemeinde entwickelte sich der Mehrspieler-Part von Call of Duty längere Zeit in die falsche Richtung. Auch die Verantwortlichen des Serien-Gründerstudios Infinity Ward gingen selbstkritisch mit ihrer Arbeit ins Gericht und kamen zum Schluss, dass das futuristische Gameplay von Call of Duty: Ghosts und Infinite Warfare zu beliebig war und nur noch wenig mit dem Ursprung der ruhmreichen Ego-Shooter-Serie gemein hatte, wie uns Creative Director Joel Emslie beim Hands-on-Event von Call of Duty: Modern Warfare (jetzt kaufen ) in Los Angeles verriet.
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Gerade die Essenz der beliebten und erfolgreichen Modern-Warfare-Trilogie ging mit Ghosts und Infinite Warfare verloren - Realismus und Authentizität machten Platz für Science-Fiction. Mit Call of Duty: Modern Warfare geht Infinity Ward nun zurück zu genau den Wurzeln, aus denen die besten Spiele des Studios entwuchsen. Das Team um Studio-Head Pat Kelly hat die Erfolgsformel akribisch verfeinert und präsentiert den realistischsten und vielleicht auch besten Mehrspieler-Part der ruhmreichen Seriengeschichte, wie wir in L.A. feststellen durften.
Quelle: Activision/Infinity Ward
Die Grafik basiert auf einer neuen Engine. Nicht nur an der Charakterdarstellung sind die Fortschritte zu sehen.
Hinter verschlossenen Türen
Zum gesteigerten Realismusgrad von Modern Warfare tragen eine Vielzahl neuer Features und Details bei. So lassen sich Türen in den Mehrspieler-Gefechten von Modern Warfare nun auch schließen. Dadurch können euch Gegner nicht mehr so leicht in den Rücken fallen, was Camper freuen dürfte - Infinity Ward bezeichnet diese übrigens als "Positionsspieler".
Auf der anderen Seite ermöglicht euch Modern Warfare Türen auf verschiedene Weisen zu öffnen, was neue taktische Optionen bringt. Ihr könnt eine Tür leise einen Spalt aufschieben, um einen Blick in den Raum zu werfen oder eine Granate hineinzuschmeißen und Gegner zu überraschen. Wer den lauten Auftritt liebt, darf C4 an der Tür anbringen und diese aufsprengen. Der Bums und der entstehende Rauch vernebeln Feinden für einen Moment die Sinne. Natürlich könnt ihr auch wie früher mit der Tür ins Haus fallen und in den Raum sprinten.
Quelle: PC Games
Neue Features: Türen lassen sich nun schließen. Zudem dürft ihr für eine bessere Stabilität eure Waffe am Türrahmen anlehnen.
Apropos Sprint: Die MW-Macher lassen euch nun noch flotter über die Map spurten. Beim so genannten taktischen Sprint befindet sich die Waffe jedoch nicht mehr in der Hüftgegend, wodurch ihr blitzschnell in die Zielansicht wechseln könnt. Der Lauf eures Schießeisens zeigt stattdessen in die Höhe, während ihr über die Karte flitzt. Um den taktischen Sprint zu aktivieren, drückt ihr zweimal den linken Analogstick.
Die Modern Warfare-Macher wurden nicht müde zu betonen, dass die neuen Gameplay-Features aus Gesprächen mit (Ex-)Navy-Seal-Soldaten resultieren und man so wie eben beschrieben auf den Schlachtfeldern dieser Welt agiert. Dazu gehört auch, dass ihr eure Waffe an einem Türrahmen anlehnen oder in der Zielansicht nachladen könnt, ohne euer Gewehr für das Einführen eines neuen Magazins senken zu müssen. Ein neues Anvisieren ist dadurch nicht mehr nötig.
Von den frischen Features haben wir beim Anspiel-Event den taktischen Sprint und das Schließen von Türen am häufigsten eingesetzt. Man fühlt sich in einem Raum etwas sicherer, wenn zusätzlich zu den Fenstern nicht noch alle Türen einen freien Blick auf uns gewähren. Wenngleich wir uns hinter einer Holztür nicht komplett sicher fühlen dürfen, denn der erhöhte Realismusgrad zeigt sich auch bei der Schadenswirkung der verschiedenen Waffen.
Durchschlagender Erfolg
Dass Waffen bestimmte Deckungen durchlöchern können, kennt man von anderen Shootern zur Genüge, nicht aber von Call of Duty. Das ändert sich mit Modern Warfare. Künftig schützen euch Holztüren oder Containerwände nicht mehr vor allen Kugeln. Großkalibrige Gewehre sind in der Lage durch Wände hindurchzuschießen. Ob eine Deckung ihre Aufgabe erledigt, wurde vom Entwicklerteam nach physikalischen Gesetzmäßigkeiten festgelegt. Neben des Kalibers der jeweiligen Waffe, spielt auch die Entfernung zwischen Schützen und Ziel eine entscheidende Rolle.
Quelle: Activision/Infinity Ward
Nicht jede Deckung hält dem Beschuss stand. In Modern Warfare durchlöchern großkalibrige Waffen auch dünne Metallwände.
Überdies lässt sich die Schadenskraft einer Wumme durch verschiedene Aufsätze verbessern, wodurch man sich eine deckungsbrechende Waffe - die dann vielleicht eine geringere Stabilität aufweist - bauen kann. Die Waffen auszubalancieren, wird dadurch zur noch größeren Herausforderung für das Team wie uns die MW-Macher in Los Angeles versicherten.
Noch können wir zum Balancing der Waffen natürlich keine finale Aussage treffen, dafür war unsere Spielzeit viel zu kurz. Ab und an wurden wir tatsächlich durch eine Deckung hindurch getroffen, es kam aber nicht störend oft vor. Auf der anderen Seite fühlt man sich gleich ein Stück mächtiger, wenn man einen Widersacher hinter einer Wand zur Strecke gebracht hat.
Büchsenmacher
Waffen lassen sich künftig wieder in jeglicher Weise aufmotzen und an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Ob Laseraufsatz, Visier, Lauf, Magazin und so weiter, ihr habt auf der Gunsmith-Werkbank unzählige Möglichkeiten eure perfekte Waffe zu erschaffen. Wer will kann zum Beispiel seine abgesägte Schrotflinte mit einem Zoom-Objektiv ausstatten. Allerdings müsst ihr euch bei den Waffen-Kreationen für maximal fünf Zusatz- oder Ersatzteile entscheiden.
Quelle: PC Games
Der Gunsmith ist zurück. Hier könnt ihr eure Waffen ganz nach euren Bedürfnissen anpassen. Nach fünf verwendeten Zusatz- oder Ersatzteilen ist aber Schluss.
Natürlich spielt bei der optimalen Waffen-Anpassung auch eine entscheidende Rolle, welcher Spielmodus und welches Kartenlayout euch erwartet. Hier ist die Varianz in Modern Warfare größer, als in jedem Call of Duty zuvor.
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2(0) vs. 2(0)
Die Map-Auswahl reicht von kleinen Karten für 2-gegen-2-Gefechte im neuen Gunfight-Modus, bis hin zu großen Maps für Schlachten zwischen zwei 20er-Teams, auf denen auch Fahrzeuge verkehren. Gunfight konnten wir ja bereits im Mai, im Rahmen der Singleplayer-Enthüllung von Modern Warfare spielen. Auch diesmal hatten wir wieder jede Menge Spaß mit den rasanten Gefechten. Allerdings sind die Geschmäcker bekanntlich verschieden. Unter den in L.A. anwesenden Spiele-Journalisten fanden sich auch CoD-Fans, die mehr auf klassische Spielmodi wie Team-Deathmatch oder Hauptquartier stehen. Diese konnten wir in Los Angeles auch ausprobieren.
Im Gegensatz zu früher, legen die CoD-Macher keinen Wert auf eine Symmetrie der Karten. Die Umgebungen wirken dadurch deutlich organischer. Auch gibt es künftig Maps die in kompletter Dunkelheit spielen, etwa die Karte Azhir Cave, die in der arabischen Wüste angesiedelt ist. Alle Akteure nutzen dabei ihr Nachtsichtgerät, wodurch Feinde und deren Laservisiere deutlicher zu erkennen sind, als bei Tageslicht. Das Gleiche gilt aber natürlich auch für die Gegenseite. Im Hardcore-Modus wird sogar das HUD ausgeschaltet, was für zusätzlichen Reiz sorgt.
Aufsitzen und schießen
Die signifikanteste Neuerung im Mehrspieler-Part sind die 20-gegen-20-Gefechte, die auf - für die CoD-Serie - besonders großen Maps ausgetragen werden, wie Aniyah Palace, einem arabischen Städtchen. Hier durften wir im beliebten Modus Herrschaft antreten, bei dem allerdings nicht drei Punkte einzunehmen waren, sondern fünf. Um die vergleichsweise langen Distanzen überbrücken zu können, lassen sich die auf der Karte verteilten Quadbikes nutzen. Auf diesen kann neben dem Piloten noch ein Beifahrer sitzen, der natürlich während der Fahrt seine Magazine entleeren darf.
Quelle: PC Games
Auf den neuen 20-gegen-20-Maps stehen zahlreiche Quadbikes bereit. Ihr könnt damit nicht nur größere Strecken in kurzer Zeit überbrücken, sondern auch einen Kameraden aufladen, der euch den Rücken freihält.
Die Gefechte auf den großen Maps fühlten sich einerseits vertraut an, spielt sich Herrschaft mit fünf Zielpunkten doch nicht groß anders als mit drei. Die üppig dimensionierten Ausmaße und die Möglichkeit Fahrzeuge nutzen zu können, sorgten bei uns aber für ein erfrischendes Spielgefühl, das viel Lust auf weitere Herrschafts-Gefechte machte.
Diskutable Entscheidung
Waren unsere Eindrücke von Modern Warfare bislang durchweg positiv, müssen wir eine Entscheidung des Teams kritisieren: die Rückkehr der Killstreaks. Seinerzeit gab es durchaus schlagkräftige Argumente, warum man von Killstreaks zu Scorestreaks gewechselt war, unter anderem, damit nicht nur Spieler mit guten Zielfähigkeiten belohnt werden, sondern auch Taktiker, die auf andere Weise zum Teamerfolg beitragen.
Doch diese Argumente waren Infinity Ward wohl nicht stark genug, weshalb man in Modern Warfare wieder zu Killstreaks zurückgekehrt ist. Begründet wurde dies damit, dass es Spielern intensivere Adrenalinschübe verpassen würde, wenn sie durch eine Reihe von Kills die Belohnungsleiter hochklettern.
An tollen Belohnungen mangelt es in Modern Warfare nicht. Wer sieben Kills in Folge erzielt, erhält zum Beispiel das so genannte Wheelson, ein ferngesteuertes Fahrzeuge, auf dem eine mächtige Kanone sitzt. Noch verheerender ist die Auswirkung der weißen Phosphor-Bomben, die ihr von einem Düsenjet abwerfen lassen könnt. Damit wird das Schlachtfeld in weißen Rauch gehüllt, der dort, wo die Phosphor-Konzentration am höchsten ist, für ein Flammenmeer sorgt.
Quelle: Activision/Infinity Ward
Der Juggernaut ist die mächtigste aller Killstreak-Belohnungen. Die schwergepanzerte Kampfmaschine nimmt es auch mit Panzern auf, die ebenfalls erst nach einem Killstreak vom Himmel fallen.
Nur die besten Spieler dürfen in den gepanzerten Kampfanzug des zurückgekehrten Juggernauts schlüpfen, denn für diese Belohnung sind stolze 15 Kills in Folge nötig. Wer dies schafft, darf sich über die ultimative Kampfmaschine freuen, die mit ihrer Minigun sogar Hubschrauber vom Himmel holen kann.
Crossplay
Wer mit seinem PC-Juggernaut auf PS4- oder Xbox-One-Spieler schießen möchte, hat dazu erstmals in der CoD-Serie die Gelegenheit. Pat Kelly persönlich war es ein Anliegen, dass jeder MW-Spieler die Chance hat, mit seinen Freunden zu zocken, egal auf welcher Plattform diese unterwegs sind. Natürlich wird es hierfür spezielle Lobbys geben, damit man als Konsolero weiß, wenn man gegen einen Spieler mit Maus und Tastatur antritt. Infinity Ward ist sich darüber bewusst, dass Crossplay immer mit Risiken behaftet ist, da man mit der Maus genauer zielen kann, man auf der Konsole jedoch eine Zielhilfe besitzt.
In L.A. konnten wir das neue Crossplay-Feature noch nicht ausprobieren. Möglicherweise nutzt Infinity Ward die im September anstehende Open-Beta-Phase dazu. Noch nichts zu sehen war bei unserem Anspiel-Event auch vom Spec-Ops-Modus. Diesen werden die MW-Macher zu einem späteren Zeitpunkt enthüllen.
Gratis-Maps
Wir sind nach den Erlebnissen von Los Angeles mehr denn je vom neuen Call of Duty angefixt und können es kaum erwarten, wieder Hand an Modern Warfare legen zu können. Eine gute Nachricht haben wir zum Abschluss unserer Vorschau noch für euch: Laut Pat Kelly wird es keinen Season Pass für Modern Warfare geben. Sämtliche DLC-Inhalte wie neue Maps und Waffen stehen allen Spielern kostenfrei zur Verfügung.
Call of Duty: Modern Warfare erscheint am 25. Oktober für PC, PS4 und Xbox One. Wie sehr reizt euch das neue Call of Duty, insbesondere der Mehrspieler-Part? Wir sind gespannt auf eure Kommentare!
