Call of Duty Modern Warfare 3: Diskussion über Matchmaking - ist es notwendig?
Kolumne
Bereits die Beta von Modern Warfare 3 spaltete die Gemüter der Community. Der Grund: Matchmaking. Auch unsere Redakteure Toni und Michi sind sich uneins.
Für die anderen Spieler bliebe der ganz normale Multiplayer, in dem Spieler jeder Erfahrung zusammengeworfen werden. Um zu vermeiden, dass Anfänger gegen starke Gegner direkt die Lust verlieren, würde ich außerdem Beginner-Lobbys bis zu einem bestimmten Level einführen. Auch in den alten Teilen der Reihe gab's schließlich Neueinsteiger, die manchmal haushoch verloren, aber dennoch der Marke CoD nicht direkt den Rücken kehrten. Ganz im Gegenteil: Die Spielerzahlen waren deutlich höher als in Black Ops Cold War, Vanguard oder MW2.
Learning by Losing
Vergessen sollte man zudem nicht, warum der Multiplayer überhaupt so beliebt ist. Es geht unter anderem darum, besser zu werden, Herausforderungen zu meistern und Matches zu gewinnen. Spiele ich beispielsweise immer wieder gegen gleichstarke Gegner, stagniert mein Skilllevel ab einem bestimmten Zeitpunkt. Ich kann mir keine Tricks und Wege von besseren Spielern abschauen. "Man lernt aus seinen Fehlern", ist auch im Gaming-Bereich ein essenziell wichtiger Faktor, der beim Matchmaking von Call of Duty viel zu kurz kommt.
Quelle: Activision Blizzard
Seit Jahren werfen sich frustrierte Fans der Reihe regelmäßig in den Runden Granaten vor die Füße, um künstlich die Abschuss-Quote nach unten zu befördern und somit in schwächere Lobbys geworfen zu werden. Davon kann man halten, was man möchte, aber das kann doch auch nicht der Sinn hinter solchen Mechaniken sein.
Keine Gruppendynamik
Zudem fördert diese Art von Spielersuche nicht wirklich den Spaß beim Zocken in einer größeren Gruppe. Zwar werden angeblich alle Statistiken eines Trupps angeglichen, aber richtig gut funktioniert das System nicht.
In einem Freundeskreis gibt es nun mal stärkere und schwächere Spieler und es ist daher nicht überraschend, wenn die Schwächeren ab einem bestimmten Zeitpunkt in den guten Lobbys Frust verspüren.
Ich spiele beispielsweise sehr gerne Hardcore Suchen und Zerstören. Natürlich ein sehr spezieller Modus, doch dort merke ich am stärksten, wie schlecht das Matchmaking eigentlich funktioniert. Völlig egal, wie stark meine Teammitglieder aufgestellt sind, muss ich dennoch sehr häufig gegen dieselben Gegner antreten.
Entscheidend dafür scheint der aktuelle Spielerlevel zu sein. Anstatt in der Gruppe einen schwächeren Mitspieler mit hohem Rang mit Widersachern mit niedrigem Rang zu matchen, beharrt die Mechanik auf dem Level. Womit ich wieder bei den schwächeren Gruppenmitgliedern bin, die ordentlich benachteiligt werden. Vermutlich muss ich mich aber mit der skillbasierten Spielersuche abfinden oder meine CoD-Karriere ein für alle Mal beenden. Es gibt jedoch auch Leute, die haben eine komplett unterschiedliche Meinung dazu. Und damit übergebe ich an die liebe Kollegin Toni.
