Call of Duty: Black Ops 6 - Die Kampagne landet im Test einen unerwarteten Volltreffer!

Test Stefan Wilhelm
Call of Duty: Black Ops 6 - Die Kampagne landet im Test einen unerwarteten Volltreffer!
Quelle: Activision Blizzard

Lang, abwechslungsreich und völlig irre - Mit Black Ops 6 zeigt Treyarch: Eine Call-of-Duty-Kampagne ist immer noch für Überraschungen gut, wenn man sie nicht stiefmütterlich behandelt!

Obwohl sie immer wieder für überflüssig und viel zu kurz erklärt werden, sind die Einzelspieler-Kampagnen von Call of Duty für viele Fans immer noch ein wichtiger Teil des Gesamtpakets.

Sich ein, zwei Mal durch die Story zu ballern gehört fest zum jährlichen Ritual, genau wie nach ein paar Monaten all seinen Freunden zu erzählen, dass man garantiert (!) nie wieder ein Call of Duty kaufen wird.

Dass sich das Gesamtpaket bei Modern Warfare 3 wie ein hastig entwickelter Vollpreis-DLC anfühlte, das haben wir zuerst bei seiner Kampagne gespürt.

Eine, wenn's hochkommt, vier Stunden lange Nonsens-Story, die dann auch noch mit jeder Menge Open-World-Filler gestreckt wurde - es war klar, dass Treyarch dieses Jahr einiges auffahren muss, um die Wogen wieder zu glätten.

Und siehe da: Es hat geklappt. Black Ops 6 liefert nicht nur eine der längsten Kampagnen der Seriengeschichte ab, sondern auch eine der besten!

Russel Adler fliegt mit dem Motorrad über Polizeiautos. Quelle: Activision Blizzard

Da ist Böses im Bush!

Black Ops 6 spielt im Jahr 1991 und ist, wenig überraschend, fest im Black-Ops-Kanon verankert. Die Geschehnisse aus Cold War und den Vergangenheits-Missionen von Black Ops 2 werden entsprechend häufig erwähnt, die Story kann aber problemlos auch auf eigenen Füßen stehen.

Wer die Vorgänger kennt, hat hier und da mehr Durchblick, die Versatzstücke aus den Multiplayer-Seasons von Cold War spielen zum Glück keine Rolle.

Die Sowjetunion und das Netzwerk rund um Atombomben-Dieb Perseus sind Geschichte, aber natürlich dauert es nicht lange, bis die nächste Schattenorganisation auf den Plan tritt und an Massenvernichtungswaffen bastelt.

Diesmal nennt sich die Bedrohung Pantheon und hat, wie wir schnell feststellen, einen direkten Draht zu unserem Arbeitgeber, der CIA.

Nachforschungen sieht das Kommando aber gar nicht gerne und wir sind bald gezwungen, auf eigene Faust zu operieren. In der Rolle des stummen CIA-Agenten Case und mit alten und neuen Charakteren an der Seite ziehen wir los, um Pantheon das Handwerk zu legen und herauszufinden, wer da eigentlich die Fäden in der Hand hat.

Troy Marshall am Casinotisch. Quelle: Activision Blizzard

Krieg und Käse

Hier geben sich Fetzen aus der Realgeschichte, Verschwörungen und irre Psychotrips die Klinke in die Hand. Black-Ops-typisch haut man uns auch wieder einige Twists um die Ohren, die uns mittlerweile zwar nicht mehr allzu kalt erwischen, aber die Story doch bis zum Schluss immer wieder in unterhaltsame Richtungen lenken.

Es hilft auch, dass die Black-Ops-Crew mehr Persönlichkeit zeigen darf als ihre Gegenstücke aus Modern Warfare, und dass Charaktermodelle sowie Zwischensequenzen technisch auf sehr hohem Niveau sind.

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Die deutsche Tonspur lässt dafür oft den nötigen Enthusiasmus vermissen - spielt auf Englisch, wenn ihr könnt, dann erhalten die Charaktere deutlich mehr Farbe. Erwartet garantiert keinen bierernsten Kriegs-Shooter oder einen nüchternen Spionage-Thriller. Das Flair fängt Black Ops 6 prinzipiell schon ein, vor allem will es aber Popcorn-Kino sein und der spaßige Blödsinn hört beim fernsteuerbaren Wurfmesser noch lange nicht auf.

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