Cairn hat nicht nur mit der Kernmechanik, sondern auch mit der Technik zu kämpfen. Wir verraten euch unser Fazit samt Wertung zum Spiel.
Kletterunterstützung und technische Probleme
Wir möchten an dieser Stelle aber betonen: Cairn ist kein schlechtes Spiel. Doch wenn die Kernmechanik nicht ausgereift ist, steht so ein Spiel leider unter keinem guten Stern. Wir haben uns aber trotz der Frustration eisern den Berg nach oben gekämpft und diese Reise auch nicht bereut.
Damit ihr die schönen Ausblicke auf die Landschaft mit mehr Ausgeglichenheit genießen könnt, gibt es zum Glück ein paar Features, die euch das Überleben erleichtern. Ihr tragt zum Beispiel mehrere Haken bei euch, die ihr in die meisten Felswände schlagen könnt, um euch im Falle eines Sturzes abzusichern. Sobald ihr wieder festen Boden unter den Füßen habt, kann euer Climbot sie einsammeln und euch für den nächsten Abschnitt zurückbringen.
Zumindest wenn ihr sie nicht beim Befestigungsversuch kaputtgemacht habt, denn dann müsst ihr ohne sie auskommen, bis ihr genug Material zur Reparatur im Rucksack gesammelt habt. Es lohnt sich außerdem, nicht nur stur nach oben zu schauen, sondern auch mal verdächtige Ecken zu erkunden.
Quelle: PC Games
Achtet immer darauf, Vorräte dabei zu haben. Die Zutaten, die ihr unterwegs findet, solltet ihr nach Möglichkeit auch immer in eine warme Mahlzeit verwandeln.
Dort befindet sich manchmal bessere Ausrüstung, zum Beispiel leuchtende Handschuhe, die euch zusätzlich zum immer vorhandenen Leuchtstab die Sicht bei Nacht erleichtern. Vor einer Sache kann euch allerdings leider gar kein Gadget beschützen, und das ist die Performance.
Wir haben Cairn auf verschiedenen PCs getestet und hatten dabei mit Rucklern und stellenweise sogar einer überraschend niedrigen Framerate zu kämpfen - interessanterweise aber erst nach einigen Stunden. Auf der PS5 sorgte die Performance allerdings von Anfang an für so einige Ausrutscher.
Grafisch kommt das Spiel in Cel-Shading-Optik und einem etwas speziellen Charakterdesign daher, das wir aber schnell ins Herz schließen konnten. Und auch, wenn es keine Grafikbombe ist, war die Landschaft unter dem Sternenhimmel oder sogar einem Regenbogen immer ein willkommener Anblick, vor allem als Abwechslung zu den vielen grauen Felswänden.
Quelle: PC Games
Ihr könnt nicht nur sehen, welchen Weg ihr bisher gegangen beziehungsweise geklettert seid, sondern euch auch einen Überblick über die vor euch liegende Felswand verschaffen.
Wobei es schon ein imposanter Anblick ist, von einem Plateau hinunterzublicken und den Weg zu betrachten, den ihr bisher zurückgelegt habt. Da euch der ganze Berg in einer Art offener Welt zur Verfügung steht, könntet ihr euch theoretisch auch wieder abseilen - aber ihr wollt es doch sicher auch bis ganz nach oben schaffen, oder?
Insgesamt ist Cairn ein stimmungsvolles Spiel, das jedoch nicht nur eine Schippe auf die Story drauflegen könnte, sondern vor allem noch an der Klettermechanik schrauben muss. Trotzdem bereuen wir unsere knapp 15-stündige Reise keinesfalls, auch wenn es nicht nur das Durchhaltevermögen von Aava, sondern auch unseres auf die Probe gestellt hat.
Meinung
Cairn erscheint am 29. Januar 2026 für PC und PS5. Die Survival-Klettersimulation kämpft zwar mit einigen Stolpersteinen bei der wichtigsten Mechanik des Spiels, lädt aber dennoch zu einer meditativen Reise ein - genügend Frustrationstoleranz vorausgesetzt. Transparenzhinweis: Das Spiel wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.
