CPU-Kühler: Tipps zum Kauf und zur PC-Kühlung
Special
In unserem Special geht es um die Kühlung von Gaming-PCs, wobei wir speziell die CPU-Kühlung im Fokus haben. Wir erklären die Prinzipien Luftkühlung und Wasserkühlung, geben allgemeine Tipps zur Auswahl eines CPU-Kühlers sowie zur Kühlung und haben 80 CPU-Kühler in einer großen Marktübersicht aufbereitet, und zwar 40 klassische Luftkühler und ebenso viele AiO-Wasserkühler.
Kauftipp: Luft- oder Wasserkühlung?
Eine selbst zusammengestellte Wasserkühlung empfehlen wir nur echten Hardware-Fans, die auch Spaß am Planen und Zusammenbauen sowie das nötige Kleingeld haben. Eine AiO-Wasserkühlung kann unter Umständen einer Luftkühlung überlegen sein, ist dann aber deutlich teurer als eine kaum schlechtere Luftkühlung - die eher günstigen Varianten sind wiederum in vielen Fällen am Ende nicht leiser als eine etwas günstigere Luftkühlung.
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AiO können wir daher nur für besondere Fälle empfehlen, die dann aber eher eine sehr teure Variante ab etwa 80 Euro wählen sollten, oder für den Fall, dass ihr eine AiO-Wasserkühlung rein optisch ansprechender findet als einen "Klotz" im Gehäuse, der ja bei einer Luftkühlung üblich ist.
Insgesamt ist aber eine klassische Luftkühlung unser klarer Kauftipp - wer nicht übertaktet, schaut sich zwischen 25 und 40 Euro um. Wer übertakten will oder auch einen extrem leisen Betrieb sucht, schaut eher ab 35 Euro bis hin zu 80 Euro. Aufpassen muss man bei den kompatiblen Sockeln und der Bauhöhe, denn viele Gehäuse bieten Platz für Kühler mit maximal 16cm Bauhöhe - gute Kühler sind aber oftmals etwas höher als 16cm.
Allgemeine Tipps für die Kühlung
Ein wichtiger Tipp ist: Weniger ist manchmal mehr. Bei vielen gibt es noch immer die Meinung, dass es nie schadet, besonders viele Lüfter ins Gehäuse einzubauen. Dies stimmt aber nur, wenn die Lüftung gut durchdacht ist - wenn man es aber zu gut meint, kann es passieren, dass sich einige Lüfter gegenseitig eher stören, was den Luftstrom angeht. Die warme Luft kommt dann am Ende schlechter aus dem Gehäuse als wenn man nur wenige, aber gut ausgerichtete Lüfter verwendet.
Quelle: Thermaltake
Dieses Bild zeigt schematisch am Beispiel eines Thermaltake Versa H35, wie vorne und unten kühle Luft in das Gehäuse kommt und oben sowie hinten herausgeblasen wird.
Nicht ganz so kritisch ist diese Problematik, wenn man sehr langsam drehende Lüfter hat. Völlig ausreichend sind aber bei einem Gaming-PC in einem normalen ATX-Gehäuse zwei Gehäuselüfter plus der des CPU-Kühler: Ein Lüfter kommt vorne, eher unten hin und bringt die Luft in Richtung Mitte des Gehäuses. Ein Lüfter wird hinten, eher oben platziert. Somit entsteht ein Luftstrom, der quer nach hinten durch das Gehäuse verläuft. Der CPU-Lüfter verstärkt den Luftstrom und schafft die Wärme vom Kühler weg, und auch die Grafikkarte kann sich vom Luftstrom bedienen. Wer will, der kann vorne unten auch zwei Lüfter verbauen, die sehr langsam drehen - am besten, wenn möglich, mit 140mm-Rahmenbreite. Der hintere Lüfter darf etwas schneller drehen - man hört ihn ohnehin deutlich leiser als andere Lüfter, da er am weitesten vom Nutzer entfernt ist. Etwas besser funktioniert die Kühlung in der Regel, wenn man oben in der Decke zwei Lüfter die Luft hinausbefördern lässt - diese Lüfter sollten dann aber langsam drehen, um den mittleren Luftstrom nicht zu unterbrechen. Lüfter ab Boden des Gehäuses sind auch eine Option, müssen aber überdacht werden. Lässt man sie "rausblasen", kann sie Luft vom Haupt-Luftstrom wegnehmen. Blasen sie nach oben, dann kommt zwar mehr frische Luft von unten nach oben, und oben platzierte Lüfter werden unterstützt - allerdings könnten die Lüfter der Grafikkarte gestört werden. Einige Gehäuse-Hersteller haben auf ihrer Website auch Vorschläge für das Kreieren von Luftströmen - ein Beispiel dazu seht ihr links.
