CPU-Kühler: Wasserkühlung

Special Antonio Funes
CPU-Kühler: Wasserkühlung
Quelle: Scythe

In unserem Special geht es um die Kühlung von Gaming-PCs, wobei wir speziell die CPU-Kühlung im Fokus haben. Wir erklären die Prinzipien Luftkühlung und Wasserkühlung, geben allgemeine Tipps zur Auswahl eines CPU-Kühlers sowie zur Kühlung und haben 80 CPU-Kühler in einer großen Marktübersicht aufbereitet, und zwar 40 klassische Luftkühler und ebenso viele AiO-Wasserkühler.

Wasserkühlung

Bei einer Wasserkühlung ist der große Unterschied zu einem Tower-Luftkühler, dass vereinfacht gesagt der Lamellen-Teil der Kühlung weit entfernt vom eigentlichen Kühlkörper ist und sich Radiator nennt. Statt Heatpipes gibt es Schläuche, in denen Wasser fließt, um die die Wärme des Kühlkörpers zu dem Radiator zu leiten. Sowohl der Kühlkörper als auch der Radiator haben innen Hohlräume in Form von Kanälen für das Wasser.

Durch das Wasser erwärmt sich Radiator und seine zahlreichen Lamellen, und diese Wärme wird dann an die Umgebungsluft abgegeben. Es gibt zwei Vorteile bei der Wasserkühlung: Zum einen entsteht warme Luft nur fernab der CPU, zum anderen kann ein Radiator eher groß sein, ohne das Zentrum des PC-Innenraums zu belegen und ohne das Mainboard mit Gewicht zu belasten. Denn ein Radiator wird an der Innenseite des Gehäuses angebracht, zum Beispiel hinten oder oben. Dazu muss das Gehäuse natürlich passende Einbau-Orte haben. Um die warme Luft von den Radiatoren wegzubewegen, sind zudem weiterhin Lüfter nötigt - Wasserkühlungen sind nicht für einen lüfterlosen Betrieb gedacht, außer man verwendet geradezu eine Armada an Radiatoren oder nutzt einen PC für Zwecke, der wenig Abwärme erzeugen. Allerdings können die Lüfter bei einer AiO-Kühlung, zumindest wenn man einen größeren Radiator mit mehr als einem Lüfter verwendet, in der Regel vergleichsweise langsam drehen..

Typische Radiatorengrößen sind 120, 240, 280, 360 oder 420. Diese Zahlen ergeben sich durch die Zahl und Art der Lüfter, denn sie sind die Summe der Lüfter-Rahmenbreiten. Zwei 120mm-Lüfter ergeben zum Beispiel eine ungefähre Länge des Radiators von 240mm, drei eine von 360mm - die effektive Länge ist wegen der Schlauchanschlüsse immer etwas größer. Die Werte 280 und 420 stehen für Radiatoren mit 140mm-Lüfter. Welche Radiatoren wo ins Gehäuse passen, muss man beim Gehäusehersteller in Erfahrung bringen - aber Vorsicht: die Radiatoren haben auch eine gewisse Dicke, dazu kommt die Rahmenbreite der Lüfter. Da, wo laut Gehäusehersteller ein 360er-Radiator hinpasst, kann es inklusive Lüftern vielleicht doch zu knapp werden - und falls der Hersteller lediglich von drei 120mm-Lüftern spricht, die zum Beispiel oben hinpassen, kann es für einen 360er-Radiator zu eng sein, da dort wie gesagt noch die Schlauchanschlüsse beachtet werden müssen.

Alphacool Eisbaer Aurora 240 Quelle: Alphacool Alphacool Eisbaer Aurora 240 Bei unseren Ausführungen haben wir uns bis hierhin auf AiO-Wasserkühlungen (All-in-One) bezogen, die aus einem Kühlkörper, Schläuchen und der Radiatoreinheit mit Lüftern bestehen, wie links zu sehen ist. In der Radiatoreinheit ist auch eine kleine Pumpe eingebaut, damit das Wasser überhaupt in Bewegung kommt. Es gibt auch Wasserkühlungen aus separaten Komponenten, mit denen man auch die Grafikkarte oder Mainboardteile kühlen kann - diese Art von Wasserkühlung ist aber sehr teuer, auch da bei Grafikkarten keine Standards vorhanden sind und viele Kühler zum Beispiel auf zwei Modelle einer GeForce RTX 2070 von Asus und Gainward passen, aber eben nur auf diese beiden Modelle und nicht auf andere RTX 2070 oder gar völlig andere Grafikkartenserien. Daher sind hier 100 Euro nur für den Grafikkarten-Kühlkörper üblich. Allein die separat zu kaufende Pumpe einer Wasserkühlung kostet in der Regel nicht weniger als 50 bis 60 Euro. Einige AiO-Kühlungen können auseinandergebaut werden, um die Kühlung mit separaten Teilen zu erweitern - Sinn ergibt dies aber nur, wenn man den CPU-Kühler aus dem Set weiternutzen will. Die Grafikkarte mit in den Kreislauf einer normalen AiO-Wasserkühlung hineinzunehmen, wird scheitern - hier wäre mindestens ein weiterer Radiator und am besten auch noch eine neue Pumpe nötig. Im September 2019 hatten wir zum Thema selbstzusammengestellte Wasserkühlung übrigens ein ausführliches Special, in dem wir auch alles rund um eine individuellen Wasserkühlung schildern - inklusive der hohen Kosten.

  1. Seite 1 CPU-Kühler: Luftkühlung
  2. Seite 2 CPU-Kühler: Wasserkühlung
  3. Seite 3 CPU-Kühler: Tipps zum Kauf und zur PC-Kühlung
  4. Seite 4 CPU-Kühler: Vor dem Kauf und Marktübersicht
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