Technologie-Check: Prozessoren

Special

Dual-Core-CPUs und Multifunktions-Platinen: Wir beleuchten für Sie aktuelle Hardware-Trends aus den Bereichen Prozessor und Mainboard und untersuchen ihren Nutzen.

Konsolen-Entscheidung


Wie schnell und stark sich Mehrkernprozessoren bei Spielen durchsetzen werden, wird letztendlich vielleicht sogar von der Konsolenwelt abhängen. Denn dort gehören mehrere CPU-Kerne zum zentralen Konstruktionsmerkmal von Xbox 360 und Playstation 3. Wenn dort die Spiele erst mal die Parallelkerne ordentlich ausnutzen, dürften auch die PC-Umsetzungen wahrscheinlich mit Dual-Core-CPUs besser laufen und enorm vom zweiten Kern profitieren. »Wahrscheinlich« deshalb, weil die Technologien von PC, Xbox 360 und PS3 zwar ähnlich, aber nicht wirklich identisch sind.

Mainboard-Trends


Im Vergleich zu anderen Hardware-Kategorien präsentierte sich der Mainboard-Markt in letzter Zeit relativ ruhig. Umwälzende Innovationen gab es kaum, grundlegende Neuerungen wie SLI-Boards standen meist im Zusammenhang mit anderen Komponenten. Insgesamt kann man bei Mainboards eher von Mini-Trends sprechen, die wir nachfolgend etwas genauer beleuchten wollen.

Teuer gegen billig


Was ist überhaupt der »richtige« Preis für ein Mainboard? Muss es unbedingt die 200-Euro-Luxusvariante sein? Muss ich bei einer 50-Euro-Platine grundsätzlich Angst um Stabilität und Qualität haben? Grundsätzlich ist zu sagen, dass vor allem die Ausstattung eines Boards den Preis nach oben treibt.

Überlegen Sie sich also vor dem Kauf gut, ob es unbedingt zehn S-ATA-Anschlüsse sein müssen, oder ob es nicht auch zwei bis vier tun. Und ob Sie wirklich zwei LAN-Controller, einen Firewire-Port und das extra W-LAN-Modul brauchen. Wenn Sie Ihr Board zielgerichtet nach der wirklich benötigten Ausstattung aussuchen, können sie locker 50 und mehr Euro sparen -- ohne deswegen ein technisch schlechteres Modell zu bekommen.

Passiv oder aktiv


Mit der Dominanz des Sockel 939 einher ging die letzten zwei Jahre auch eine Dominanz des Nforce 4-Chipsatzes von Nvidia. Ein insgesamt tolles Produkt, allerdings auch ein kleines Hitzköpfchen: Mit dem Nforce 4 hielten lärmende, pfeifende, jaulende und sich nicht selten nach ein paar Monaten wieder verabschiedende Chipsatzlüfter in die PC-Gehäuse Einzug. Angesichts des sonstigen Lautlos-Trends mehr als ein Schönheitsfehler. Dementsprechend eifrig bastelten die Hersteller an Passivlösungen. Bei vielen anderen Chipsätzen ist ein Aktivkühler grundsätzlich nicht notwendig, und auch wir meinen: Ein aktiv gekühltes Mainboard muss echt nicht sein, schließlich gibt es in einem PC schon genügend andere Krachmacher.

Doppeltes Slottchen


Obwohl sich SLI und Crossfire nicht auf breiter Front durchgesetzt haben, verkaufen sich SLI/Crossfire-Mainboards wie warme Semmeln. Das mag zum einen daran liegen, dass sich viele das Hintertürchen für eine eventuelle Nachrüstung mit einer zweiten Grafikkarte offen halten wollen. Unserer Erfahrung nach ist der Hauptgrund aber schlicht der, dass SLI-Platinen bei einigen Herstellern die Hauptprodukte und Lieblingskinder einer Reihe sind, dementsprechend im Mittelpunkt stehen und vom Namen her viel bekannter sind.

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