Anschnallen, Boost zünden, Verkehr beiseite schieben! Das neue Burnout ist spektakulärer als all seine Vorgänger.
Wer bei den Renn-Events nicht wachsam genug ist, wird selbst Opfer einer Takedown-Attacke: Nachdem uns ein Rivale gegen einen Brückenpfeiler befördert hat, fokussiert die Kamera den Schuldigen und weist ihn durch ein rotes Dreieck als Revenge-Gegner aus. Jetzt heißt es Turbo zünden und den Fiesling attackieren, bis dessen Blechkleid um die Hälfte gestutzt ist. Mit erfolgreichen Racheaktionen verbessert sich die Revenge-Bewertung. Am Ende eines jeden Events fließt diese in das Gesamt-Ranking ein und schaltet weitere Events und Fahrzeuge frei.
Deutlich umfangreicher als in "Burnout 3" fallen die neuen Crash-Veranstaltungen aus. Nach einer kurzen Vorschau auf die nächste Aufgabe jagen wir mit unserer Stunt-Karosse auf den nichts ahnenden Verkehr zu. Anstatt der Geld-Multiplikatoren aus Teil drei gilt es nun eine möglichst sinnvolle Stelle zu treffen, um dort eine vernichtende Crashbreaker-Bombe zünden zu können. Deren Sprengwirkung vergrößern wir durch schnelles Antippen der Zündertaste. Sehenswert: Mit einer brachialen Druckwelle werden Busse und LKW meterhoch durch die Luft geschleudert. Den Crashbreaker darf man sich künftig übrigens auch in Renn-Wettbewerben zu Nutze machen.
Neben den umfangreicheren Zerstörungs-kreuzungen mit mehreren Fahrbahnebenen begeistern uns beim Test die variantenreichen Rennstrecken. Abkürzungen, alternative Routen und Sprungschanzen sorgen für ein grandioses Actionspektakel. Einzigartig ist das Tempogefühl, das durch die geschmeidige Optik erzeugt wird. Auch schön: Die Fahrzeuge sind detaillierter gestaltet und besitzen beispielsweise aufwändige Auspuffanlagen. Noch mehr überzeugt das Schadensmodell mit umherfliegenden Türen und Reifen oder unzähligen Partikeleffekten. Auch der Soundtrack fällt mit flotten Gitarrensongs und basslastigen Dance-Tracks nun vielfältiger aus.
Die Splitscreen-Rennen leiden zwar unter matschigen Texturen, dafür trüben keine nervigen Ruckler den Mehrspieler-Spaß. Ob die Online-Action mit bis zu sechs Mitspielern ohne Verzögerung abläuft, konnten wir zum Testzeitpunkt mangels Server noch nicht herausfinden.
FAZIT: Der Industrial-Look der Menüs und die authentischere Streckenoptik lassen das vierte "Burnout" erwachsener denn je erscheinen. Stehen Sie auf süchtig machenden Temporausch? Auf superspektakuläre Crashs mit perfektem Schadensmodell? Auf lang gezogene Drifts, Rampen und Abkürzungen? Beantworten Sie mindestens eine dieser drei Fragen mit Ja, kommen Sie an diesem sensationellen Action-Racer nicht vorbei!
