Sind Fernsehtapeten, Holodecks und Gedankensteuerung reine Utopie oder vorstellbares Spielzeug der Zukunft?
Ansichtssache
RIESIG: In naher Zukunft könnten spektakuläre Rennen in Spielen wie Colin McRae DIRT auf einer Diagonale von über drei Metern über die Wohnzimmerwand flimmern.
Der Wunsch, noch direkter in das Spiel hineingezogen zu werden, spiegelt sich ganz besonders in der Hologramm-Technik, die vor allem in der Science Fiction alltäglich geworden ist. Gerade die prominenten Vertreter Star Wars und Star Trek spielen mit den Möglichkeiten der 3-D- Projektion. Vor allem seit "Star Trek -- The Next Generation" gilt das Holodeck als Nonplusultra der virtuellen Darstellung einer realistischen Welt, aber dieser Traum wird auf absehbare Zeit Utopie bleiben (siehe Extrakasten). Firmen wie IO2 Technology arbeiten seit einiger Zeit zumindest an so genannten Heliodisplays, die Bilder in die Luft projizieren und sogar auf Berührungen reagieren -- "Minority Report" lässt grüßen.
Eine schon heute greifbare Möglichkeit scheinen OLED-Displays zu sein. Die bereits jetzt in Mobilfunk-Telefonen eingesetzte Technik bietet ganz besondere Vorteile. OLEDs, organische Leuchtdioden, benötigen keine Hintergrundbeleuchtung, sind stromsparend, biegsam und vor allem hauchdünn.
Damit ist die Realisierung einer riesigen Fernsehtapete zumindest theoretisch möglich. Nahezu flächendeckende Fernsehbilder, in nie da gewesener Dimension an den heimischen vier Wänden lassen den Spieler die räumlichen Begrenzungen vergessen. Auf Grund der darstellbaren Größe spielen LCDs und Plasma-Fernseher in 20 Jahren keine Rolle mehr und OLED-Tapeten erobern Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer und sogar das heimische Bad. Im Gegensatz zur spannenden Entwicklung bei den Displays verändert sich die Soundkulisse nur unmerklich. Zwar werden im Jahr 2027 die Soundsysteme dem Spieler eine noch ausgefeiltere und authentische Klangkulisse bieten, das Optimierungspotenzial scheint aus heutiger Sicht aber stark begrenzt.
