Sind Fernsehtapeten, Holodecks und Gedankensteuerung reine Utopie oder vorstellbares Spielzeug der Zukunft?
Gedankenspiele
Unfassbar: Möglicherweise könnten weiterentwickelte Helio-Displays eine Alternative zu den OLED-Displays darstellen.
Möglicherweise denken auch Sie bei diesem Thema zuerst daran, wie Sie mit dem Spiel letztlich interagieren werden. Kommen Sie dabei auch auf die wildesten Ideen? Damit stehen Sie nicht allein. "Ich will an den Punkt gelangen, an dem man mit einem Spiel reden kann, und das Spiel antwortet", wünschte sich George Lucas auf der Grafikmesse Siggraph 2005 [1].
Für einzelne Konzepte wie RPGs oder Adventures mag die Sprache durchaus eine adäquate Ergänzung zum Joypad sein, aber können Sie sich "God of War 8" mit reiner Sprachsteuerung vorstellen? Noch wesentlich direkter wäre die Steuerung über Gedankenströme, die schon heute vom Fraunhofer FIRST in der deutschen Hauptstadt entwickelt wird [2]. In Zusammenarbeit mit der Berliner Charité entsteht dort das so genannte Berlin-Brain-Computer-Interface (BBCI), das die elektrischen Signale des Gehirns mittels an der Kopfhaut angebrachter Elektroden an einen Computer übermittelt.
So ist es mittlerweile mit etwas Übung möglich, beispielsweise einzig durch Gedanken den Cursor über den Bildschirm zu bewegen. In 20 Jahren könnte dieses Steuerungsmodell für Gamer Wirklichkeit sein. Die koreanische Firma NeuroSky will für unter 100 U.S.-Dollar ein Stirnband produzieren, das dieses Erlebnis erschwinglich machen soll.
Letztlich ist es sehr unwahrscheinlich, dass entweder die Steuerung per Sprache oder die per Gedankenübertragung so exakt funktioniert, dass sie den herkömmlichen Controller oder Maus und Tastatur als klassische Eingabegeräte verdrängen kann. Realistischer scheint eine Perfektionierung des Wii-Konzeptes, die den Spieler dank Sensortechnik noch physischer in das Spielgeschehen einbindet.
