Videospiele im Land der aufgehenden Sonne. Unser Special zeigt, was in Nippon gezockt wird.
Zu neuen Ufern
Spielen ist also im japanischen Alltag zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen geworden. Lange Arbeitszeiten und die Anonymität in den Ballungsräumen lassen immer mehr Japaner zu Gamern werden. Im Gegensatz zu den USA entwickelt sich die Industrie in Japan prächtig, in erster Linie aufgrund der immer besser werdenden Automaten und des Erfolges von Nintendos Famicom (NES), das dieses Hobby nun auch in die kleinen japanischen Wohnzimmer transportiert. Spielen wird richtiggehend zu einem Massenphänomen, das bei vielen Menschen die anderen Freizeitaktivitäten zu einer Randerscheinung werden lässt.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt sind Videospiele ein fester Bestandteil der japanischen Kultur, mehr und mehr Firmen entstehen, die sich ausschließlich der Entwicklung neuer Software verschrieben haben. Manche haben dabei ihre ganz eigenen Erfolgsgeschichten, denn gerade der Markt für Heimkonsolen bietet vielen Kreativen eine Möglichkeit, mit vergleichsweise geringem Aufwand eigene Spielideen schnell zu verbreiten. Dabei spielt ihnen besonders die Offenheit der Japaner in die Hände, aufgrund derer Fans neue Ideen und Spielkonzepte total unvoreingenommen aufnehmen. Diese einzigartige Umgebung führt zu immer seltsamer anmutenden Konzepten – zumindest für westliche Gamer. Diese besondere Vielfalt erhält im Laufe der Geschichte des Öfteren neue Impulse, die maßgeblich von den Erfolgen von Game Boy, PlayStation und Nintendo DS ausgehen.
