USK, MA, FSK, PG, wer sieht denn da noch durch? Höchste Zeit für ein Review des weltweiten Jugendschutzes.
Ländervergleich: Australien
Jugendschutz-Siegel in Australien
Australien hat anscheinend aus seiner Vergangenheit als Gefängnisinsel gelernt. Dessen Jugendschutzgesetz ist fast so hart wie das deutsche, auch wenn es weniger gut verständlich daher kommt.
E (Exempt from Classification) erhalten alle Medien in denen nix los ist, was Jugendliche zu unrechten Taten verleiten könnte.
G (Gereral) heißt: für Kinder verboten! Da geht es nicht so sehr um Gewalt als vielmehr um Verständnisprobleme.
PG (Parental guidance recommended). Hier sollte immer ein Erwachsener anwesend sein. Na, das hatten wir schon. Bei Risiken, Nebenwirkungen oder Fragen zum Sexualleben von Cartoonfiguren fragen Kinder ihren gesetzliche Vormund.
M (Recommended for mature audiences) erfordert eine erwachsene Perspektive auf die Welt. Derlei Medien sind erst für Konsumenten ab 15 Jahren zugelassen.
MA15+ (Not suitable for under 15s) sagt aus technischer Sicht eigentlich genau das gleiche aus wie M, aber was soll man machen?! Der einzige Unterschied zur vorherigen 15-Jahre-Ratifizierung ist folgender: MA15+ ist bindend.
Richtig gelesen, an den ganzen anderen Kram (E, G, PG, M) muss man sich nicht halten. Sicher gibt es Eltern die Spiele-Dealer böse angucken wenn sie PG-Spiel an Grundschüler verchecken, aber der Gesetzgeber schert sich keinen Deut um dieses Geheule.
R18+ (Restricted) ist die Königsklasse unter australischen Medien und durch die Zahlenangabe relativ leicht verständlich.
X18+ (Pornographic) setzt noch mal einen drauf. Hier werden pornographische Inhalte dargeboten, was unter strenge Kontrolle fällt.
Einleitung
USK
FSK
BPjM
Östereich und Schweiz
USA
UK
PEGI
Australien
Fazit
