Jobs in der Spielebranche: Florian Schödel – Senior 3D Artist

Special Ahmet Iscitürk

Florian ist Gilas Vorgesetzter. Macht er dasselbe wie sie oder gibt er nur Befehle? Diese und andere Fragen erklärt er uns persönlich.

Cynamite: Was sind die wichtigsten Fähigkeiten, die man haben muss?

Florian Schödl: Ein gewisses Grundverständnis für Formen und die Fähigkeit aus Vorgaben (seien es Referenzfotos oder nur Konzeptzeichnungen) ein Modell in 3D umzusetzen sind sicher Voraussetzung. Weiters wird man in der Spielebranche permanent mit Deadlines konfrontiert, die eingehalten werden müssen. Dafür ist eine gute Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten notwendig. Nur dann kann man die bestmögliche Qualität in der vorgegebenen Zeit erreichen und erkennt auch früh genug, wann man diese Qualität vielleicht nicht mehr bringen kann. Außerdem sollte man mit Kritik möglichst gut umgehen können, denn die wird man (im Idealfall vom Art-Director und nicht vom Kunden) auf jeden Fall bekommen. Es gibt nichts, was man nicht verbessern könnte – man muß diese Kritik nur umsetzen können und das Endergebnis wird umso besser werden. Neben den künstlerischen Kriterien, ist es außerdem ein absolutes Muß als Out-Sourcing-Studio, die technischen Vorgaben der Spielehersteller genauestens zu befolgen. Wie in jedem Job, aber besonders in so einer schnellebigen Branche, ist es wichtig sich selbst permanent weiterzuentwickeln. Jedes Projekt verlangt nach einem neuen Workflow und stellt uns vor andere Herausforderungen. Aber gerade das macht es ja so spannend.

Cynamite: Unter wem oder was hast Du im Job am meisten zu leiden?

Florian Schödl: Wenn ich wirklich unter jemandem oder etwas leiden würde, dann müßte ich mir wahrscheinlich überlegen meinen Job zu wechseln. Ein besseres und angenehmeres Arbeitsklima als bei Rabcat könnte ich mir schwer vorstellen. Und das liegt vor allem am Team. Natürlich gibt es wie in jedem Job sehr stressige Zeiten. Am Ende hat sich die investierte Zeit bis jetzt aber immer noch ausgezahlt.

Cynamite: Wie sieht dein Tag in der Regel aus?

Florian Schödl: Ich komme gegen 9 ins Büro und trinke KEINEN Kaffee (ich glaub ich bin der einzige). Dann werden kurz die Firmenmails gecheckt und schon geht’s dort weiter, wo es am letzen Tag aufgehört hat. Also meistens Autos, Environments oder was halt sonst gerade ansteht. Nächster Fixpunkt ist die tägliche Tischfußballpartie in der Mittagspause. Nach dem Essen werden wieder Mails gecheckt und eventuelles Feedback von Kunden mit dem Team besprochen, ehe ich mich wieder meinen 3D Assets zuwende.

Dieser Artikel ist Teil unserer Reihe "Jobs in der Spielebranche". Hier geht es zur Inhaltsübersicht.

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